Die Stiftung Warentest hat 31 Basmati-Reis-Produkte unter die Lupe genommen. Die Bilanz ist ernüchternd: 16 der teuren Reismarken schneiden nur mit "mangelhaft" ab - und das aus guten Gründen.
Basmati-Reis ist beliebt in Deutschland, berichtet Stiftung Warentest. Jede fünfte verkaufte Packung enthalte inzwischen diese Reissorte. So lautet jedenfalls die Deklaration. Denn manchmal findet sich trotz blumiger Namen nicht ein einziges echtes Basmati-Korn im erworbenen Reis. Bei zwei der 31 getesteten Produkte war dies der Fall - sie fielen dementsprechend mit "mangelhaft" durch. Basmati, der nur in bestimmten Regionen am Fuße des Himalaya angebaut werden darf, zählt zu den edelsten Reissorten der Welt und ist entsprechend teuer.
Verschiedene getestete Reissorten rochen muffig oder ranzig. Beim Kochen verklebten oder verklumpten die Körner, wie es bei Basmati nicht der Fall sein sollte. Insgesamt vergaben die Tester 16 Mal die Note "mangelhaft". Sieben Reisprodukte, darunter zwei Bio-Sorten und zwei im Kochbeutel angebotene, schnitten "gut" ab.
22 der untersuchten Marken waren laut Warentest nachweisbar mit Pestiziden belastet, auch in fünf Bio-Produkten entdeckten die Prüfer Spuren von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Nur eine Bioreis-Sorte sei pestizidfrei gewesen.
In zehn Sorten fanden sich zudem Rückstände von Methylbromid. Das Gas wird beim Schiffstransport in Container geleitet, um Schädlinge abzuwehren.