Ratgeber Ernährung

5. April 2012, 10:55 Uhr

Behörden machen zwei weitere Höfe dicht

In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei weitere Betriebe mit dioxinverseuchten Eiern. Es handelt sich um einen Bio-Hof mit 120 Legehennen und einen weiteren Betrieb mit 150 Legehennen. Beide Höfe sind inzwischen gesperrt.

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In Duisburg sind in zwei weiteren Betrieben dioxinverseuchte Eier aufgetaucht©

In Nordrhein-Westfalen sind zwei neue Fälle von Dioxin-kontaminierten Eiern aufgetaucht. Bei zwei Betrieben aus Duisburg, die ihre Eier direkt vermarkten, seien bei amtlichen Routine-Untersuchungen Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden, teilte das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf am Donnerstag mit. Beide Betriebe seien gesperrt worden. Einer der Betriebe hat 120 Hennen und produziert Öko-Einer. Der andere stellt mit 150 Hennen konventionelle Eier her.

Ein Zusammenhang mit den Dioxin-Eiern aus einem Öko-Hof mit rund 25.000 Legehennen aus dem Kreis Minden-Lübbecke sei bislang nicht festgestellt worden. Sie hatten eine bis zu sechsmal über dem Grenzwert liegende Konzentration des Dioxin-ähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufgewiesen. Letztmalig seien dessen Eier am 7. März an einen Verpacker ausgeliefert worden. Sie hatten das Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März. Der Betrieb beliefert nach Angaben des Ministeriums vor allem Supermärkte. Verbraucher und Handel sollen Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0521041 schnellstmöglich entsorgen, hieß es, obwohl keine akute Gefährdung gesehen wird.

Futtermittel im Visier der Behörden

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen untersuchen derzeit, von welchen Herstellern dieser Öko-Hof Futtermittel bezogen hat. Analysen des gegenwärtig in dem Betrieb verwendeten Futters hatten keine erhöhten Dioxin-Werte ergeben. Allerdings stehen die Untersuchungen der zurückgestellten Futtermittelproben noch aus, die an die Hühner verfüttert worden seien, die die Dioxin-Eier gelegt haben. Außerdem wird untersucht, ob die Hennen das Seveso-Gift über den Boden aufgenommen haben könnten.

Niedersachsen hatte am Mittwoch vorläufig Entwarnung für einen lokalen Futtermittelhersteller gegeben, der zu den Lieferanten zählt. Die Eigenkontrollen des Mischfutterherstellers hätten ergeben, dass die Dioxin-Grenzwerte nicht überschritten worden seien. Jetzt würden Proben des Futtermittelherstellers amtlich untersucht, Ergebnisse würden jedoch erst nach Ostern vorliegen.

Gefahr soll bei dem Verzehr der Dioxin-Eier nach Behörden-Angaben nicht bestehen, da eine sehr große Menge gegessen werden müsste, um eine für Menschen gefährliche Konzentration des Giftes aufzunehmen.

kng/DPA/Reuters
 
 
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