Ratgeber Ernährung

13. April 2012, 08:57 Uhr

Prüfer finden auch in Niedersachsen verseuchte Eier

Nach dem Fund verseuchter Eier in Nordrhein-Westfalen gibt es jetzt auch zwei Fälle in Niedersachsen: Die Kontrolleure stellten erhöhte Werte des dioxinähnlichen PCB fest. Der Stoff ist äußerst langlebig.

PCB-Eier, Niedersachsen, Dioxin, Eier, Ei, Gift,

"Erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB" wurden in Eiern in Niedersachsen festgestellt©

Nach dem Fund einer dioxinähnlichen Chemikalie in Eiern in Nordrhein-Westfalen sind auch in Niedersachsen Betriebe wegen belasteter Eier gesperrt worden. Zwei Legehennenbetriebe seien geschlossen worden, teilte das Verbraucherschutzministerium in Hannover auf seiner Webseite mit. In den Eiern seien "erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB" festgestellt worden. Beide Betriebe seien "vollständig gesperrt, alle ausgelieferten Eier sind bereits zurückgerufen worden".

Es könne jedoch "nicht ausgeschlossen werden, dass sich möglicherweise belastete Eier noch beim Verbraucher befinden", erklärte das Ministerium. Eine "unmittelbare Gesundheitsgefahr" durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe aber nicht. Wie genau es zu der PCB-Belastung kam war zunächst unklar.

Mehrere Betriebe wurden daraufhin gesperrt

Die Belastung der Eier in Nordrhein-Westfalen war Mitte März aufgefallen und Anfang April dem Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf gemeldet worden. Mehrere Betriebe wurden daraufhin gesperrt.

PCB ist ein organischer Giftstoff ähnlich dem Dioxin, der jahrzehntelang als Zusatzstoff in Kunststoffen und Farben sowie als Kühl- und Hydraulikflüssigkeit in der Industrie verwendet wurde. Als seine Gefährlichkeit entdeckt wurde, wurde die Verwendung in den meisten Industrieländern ab Ende der 1970er Jahre nach und nach verboten. Der Stoff ist sehr langlebig und kann sich in Natur und Nahrungsketten anreichern.

nik/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Dioxin-Eier in NRW Behörden machen zwei weitere Höfe dicht

In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei weitere Betriebe mit dioxinverseuchten Eiern. Es handelt sich um einen Bio-Hof mit 120 Legehennen und einen weiteren Betrieb mit 150 Legehennen. Beide Höfe sind inzwischen gesperrt.