Ratgeber Ernährung

Schön füllig - oder zu dick?

Schokolade essen wie Brot - manche Menschen bringen das fertig. Die meisten nehmen davon zu. Denn es gilt: Wer mehr Kalorien aufnimmt, als er braucht, legt Fettreserven an.

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Schokolade ist Nervennahrung - aber sie füllt auch die Fettzellen des Körpers auf©

Fettzellen kommen uns oft reichlich überflüssig vor. Dabei gibt es gute Gründe, warum unser Körper sie hat: Sie speichern Energie, schützen Organe vor Stößen und isolieren gegen Kälte. Und sie steuern unsere Immunabwehr. Sie können uns also das Leben retten - aber es auch zerstören.

Versammeln sich viele, dicke Fettzellen an Bauch, Oberschenkeln oder Po, fühlen sich viele Menschen nicht schön. Doch Mediziner und Forscher warnen, dass zu viele Kilos krank machen: Je mehr Sie wiegen, desto wahrscheinlicher werden Sie Diabetes bekommen. Ihr Blutdruck kann steigen und Ihr Fettstoffwechsel durcheinander geraten. Auch Schlaganfälle, überlastete Gelenken und andere Beschwerden gefährden Sie.

Damit Sie nicht zu viel und nicht zu wenig wiegen, kommt es auf das Gleichgewicht an: Wenn Sie ebenso viel Energie zu sich nehmen, wie Sie verbrauchen, bleibt nichts hängen. Alle überzähligen Kalorien in Ihrem Körper und bilden Fettpolster. Dann werden Sie übergewichtig.

60 Prozent aller Dicken haben eine Veranlagung für Fülle

In Deutschland wiegen zwei von drei erwachsenen Männern zu viel, bei den Frauen ist es jede zweite. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Übergewicht. Wir essen also zu viel und bewegen uns zu wenig. So einfach ist das - oder vielleicht doch nicht?

Diäten und pauschale Ernährungsratschläge allein lösen das Massenproblem nicht. Denn weitere Faktoren entscheiden mit, ob Sie übergewichtig werden: Viele Übergewichtige erben die Veranlagung, und sie lernen schon im Elternhaus, mit dem Thema Essen falsch umzugehen. Zudem spielt auch ihre psychische Verfassung eine Rolle.

Der Traum aller Übergewichtigen: eine Abnehm-Pille

Wissenschaftler sind noch dabei, die entscheidenden Zusammenhänge im Körper zu entschlüsseln: Sie fahnden nach Genen, die uns dick machen und Mechanismen, die dafür sorgen, dass wir uns hungrig oder satt fühlen. Sie untersuchen, wie der Stoffwechsel durcheinander geraten kann. Vielleicht wird es eines Tages möglich sein, das Gewicht auch von außen steuern - zum Beispiel durch Medikamente.

Erste Antworten auf die Frage, warum manche Menschen folgenlos naschen können und andere bei ähnlichen Essgewohnheiten Kilo um Kilo zulegen, gibt es schon. Klar ist auch: Die Veranlagung zum Dicksein ist Schicksal - dick zu bleiben ist es nicht. Zwar wünschen sich viele Übergewichtige abzunehmen, aber den meisten fällt es extrem schwer, ihr Leben langfristig umzustellen: Fünf Jahre nach einer Diät, so zeigen Statistiken, sind viele so dick wie zuvor oder sogar noch dicker.

Damit Sie den Kampf gegen die Kilos nicht frustriert aufgeben, ist es wichtig, dass Sie verstehen, warum Sie übergewichtig sind und sich die damit verbundenen Risiken klarmachen. Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, sich regelmäßig bewegen und lernen, mit Stress richtig umzugehen, haben Sie eine Chance - wenn Sie bereit sind, wirklich etwas zu ändern.

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