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High in den siebten Himmel

Seine Hochzeit unter ein bestimmtes Motto zu stellen, liegt im Trend. In den USA gerade sehr angesagt: die Cannabis-Hochzeit. Ein großer Vorteil laut den Veranstaltern – das Gras für die Gäste sei günstiger als der sonst gereichte Alkohol.

  In vier US-Bundesstaaten ist der Verkauf und Konsum von Hanf-Produkten inzwischen legal. Höchste Zeit also, dass sich die dort wachsende Industrie auf einen der größten Märkte überhaupt konzentriert: die Organisation von Hochzeiten. Wieso den Wein- und Bierhändlern das Feld überlassen, dachten sich amerikanische Marihuana-Vertreiber und organisierten in Denver die weltweit erste Cannabis-Hochzeitsmesse. Eine Fotobox inklusive glücklichem Paar durfte da natürlich nicht fehlen.

In vier US-Bundesstaaten ist der Verkauf und Konsum von Hanf-Produkten inzwischen legal. Höchste Zeit also, dass sich die dort wachsende Industrie auf einen der größten Märkte überhaupt konzentriert: die Organisation von Hochzeiten. Wieso den Wein- und Bierhändlern das Feld überlassen, dachten sich amerikanische Marihuana-Vertreiber und organisierten in Denver die weltweit erste Cannabis-Hochzeitsmesse. Eine Fotobox inklusive glücklichem Paar durfte da natürlich nicht fehlen.

Die romantische Scheunen-Hochzeit mit Heuballen und bunten Blumensträußen direkt von der Wiese? Oder doch die edle Variante mit silbernen Kerzenleuchtern, Kutsche und Kaviar? Wer im Jahr 2016 eine Hochzeit plant, muss viele Entscheidungen treffen – dagegen erscheint die Wahl des Partners wie das reinste Kinderspiel. Denn einfach nur heiraten, nein, so funktioniert das nicht mehr. Ein Motto muss her, schließlich muss eines unbedingt vermieden werden: dass die eigene Hochzeit wird wie alle anderen. 

Im US-Bundesstaat Colorado hat die erste Hochzeitsmesse für Cannabis-Hochzeiten stattgefunden. Was eine Cannabis-Hochzeit sein soll? Nun, statt dem üblichen Mix aus Sekt, Wein, Bier und Schnaps bringen sich die Gäste mit Marihuana in Stimmung. Laut den Veranstaltern ist dies übrigens erheblich billiger – in Deutschland nur leider illegal. In Washington D.C. und den US-Bundesstaaten Colorado, Oregon, Washington State und Alaska ist der Konsum und Verkauf von Marihuana inzwischen komplett freigegeben. 

Mini-Joints für die bucklige Verwandtschaft

Doch neben dem Bemühen, die eigenen Gäste in einen Drogenrausch zu versetzen, gelten auch sonst besondere Regeln für eine echte Cannabis-Hochzeit: passende Deko in Form von Hanf-Menükarten, getrocknete Hanfbüschel im Braut- und Ansteckstrauß und mit Marihuana abgeschmeckte Speisen. Wer es ganz richtig machen will, unterwirft auch das Hochzeitskleid dem Motto und greift zu einem der auf der Messe angebotenen Hanf-Kleider mit extra Taschen für den Drogenvorrat. 

Lauren Gibbs, eine der Sprecherinnen auf der Cannabis-Hochzeitsmesse, heiratet im Juli, wie sie "Mashable" verriet. Bei ihren Planungen hat sie auch an die bucklige Verwandtschaft gedacht, die vielleicht noch nie Marihuana geraucht hat: Für die Gäste, die keine Lust darauf haben, öffentlich die Contenance zu verlieren oder nur wenig Erfahrung mit Drogen haben, gibt es niedrig dosierte Joints mit nur einem geringen THC-Anteil.

Neben dem romantischen Aspekt stecken hinter der weltweit ersten Cannabis-Hochzeitsmesse auch finanzielle Interessen: Seit der Legalisierung wächst in den beteiligten Staaten eine wahre Marihuana-Industrie, von der Cannabis-Apotheke bis zur Hanf-Floristin entwickeln sich neue Berufsfelder. Und die wollen von dem großen Batzen, der in jedem Jahr von verliebten Paaren für den schönsten Tag ihres Lebens ausgegeben wird, gern etwas abhaben.

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