Startseite

"Sex? Diese 3,5 Minuten zwischen Windeln wechseln und Essen machen"

Als Mutter von vier Kindern ist das mit dem Sexleben so eine Sache, auch, wenn man erst 32 Jahre alt ist. Eine australische Bloggerin weiß ein Lied davon zu singen. Auf Facebook wird sie dafür gefeiert.

  Zeit zu zweit im Bett – schön wär's!

Zeit zu zweit im Bett – schön wär's!

Sie ist Künstlerin, Autorin, Bloggerin und Mutter von Rumi und Snow, 1, Billie-Violet, 6, und Arlo Love, 4. Vier Kinder in sechs Jahren – eine stolze Bilanz für eine 32-Jährige. Constance Hall bloggt über ihr Leben und zwar ziemlich lustig. Über ihre Kinder etwa sagt sie: "Ich weiß gar nicht, wieso ich jetzt vier Kinder habe, es war nie meine Absicht, vier zu haben. Wer will schon vier? Ich bin erst 32 und was ich eigentlich wollte, ist eine Flasche Wein und einen heißen Freund." Nach diesem Intro folgt, natürlich, eine innige Liebeserklärung an ihren Nachwuchs.

Vor ein paar Tagen äußerte sich Hall zu ihrem Sexleben. Auf Facebook. Öffentlich. Das gefiel knapp 140.000 Menschen und brachte ihr mehr als 35.000 Kommentare ein. Hall hat einen Nerv getroffen, denn das Sexleben mit vier Kindern (auch schon mit weniger als vier) sieht deutlich anders aus als vorher. Nicht nur mangelt es an Zeit, sondern auch an Gelegenheit. Im Ehebett ist man nie mehr allein und alle anderen Räume sind vor Kindern ebenfalls nicht sicher. Ins Hotel? Baut viel zu viel Erwartungsdruck auf. Außerdem will man ja nicht nur einmal im Monat oder so.

Hall schildert detailliert, wie es denn nun war. 

We had "parent sex" yesterday. You know what parent sex is, it's that 3.5 minutes you get in between changing nappies...

Posted by Constance Hall on Tuesday, January 5, 2016

Für alle, die keine Lust auf Englisch haben, haben wir ihren Beitrag übersetzt:

"Wir hatten 'Elternsex' gestern. Ihr wisst, was Eltersex ist. Das sind diese 3,5 Minuten, die du zwischen Windeln wechseln und Essen machen Zeit hast und feststellst, dass deine Kinder gerade abgelenkt sind.

Wenn du merkst, dass es schon fast einen Monat her ist, dass du zum letzten Mal gevögelt hast und ihr euch langsam wie WG-Kumpel fühlt.

Wenn die Verführungskünste deines Mannes daraus bestehen, mit einem Finger aufs Schlafzimmer zu zeigen und mit der anderen Hand auf seinen Schwanz.

Wenn du das Bett so hinstellst, dass du mit einem Fuß die Tür zuhalten kannst, denn auch wenn Kinder eigentlich laut sind, können sich deine ziemlich leise anschleichen.

Wenn du dir, egal wie heiß es ist, eine Decke überwirfst, falls jemand hereinplatzt und Mami und Papa beim Yoga im Bett erwischt.

Es ist auch ziemlich romantisch, im Hintergrund Iggle Piggle [das ist sowas wie die Teletubbies, Anm. d. Red.] zuzuhören und zu wissen, dass deine Tage gezählt sind, wenn du hörst, dass Werbepause ist.

Männer sind erstaunliche und beeindruckende Kreaturen, rein ihrer Bestimmung nach, und es ist inspirierend wie sie unter solchen Umständen 'kommen' können. Wir Frauen haben's da nicht immer so leicht.

Die ganze Zeit, in der du dich fröhlich für eine Sexgöttin, ja Verführerin hältst und dass dein Kerl jetzt für mindestens ein Tag aufhört, ein Arsch zu sein.

Meiner jedenfalls war auch immer noch ziemlich beeindruckt, wenn ich einfach nur da lag, labberige Titten, Babybauchgeschlabber, unrasiert und alles – er findet mich immer noch toll."


In den Kommentaren lassen sich die Schicksale ziemlich vieler anderer Paare nachlesen ...

Weitere Themen

täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools