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Einer Frau ist ihr Verlobungsring zu billig – das hätte sie besser nicht gepostet

Auf dem britischen Portal Mumsnet hat eine Frau sich beschwert: Ihr Verlobungsring habe nur 1200 Euro gekostet, dabei verdiene ihr Verlobter im sechsstelligen Bereich. Die Reaktionen darauf sind – interessant.

Eine Frau schaut mit einer Lupe auf ihren Verlobungsring

So ähnlich muss sie sich wohl gefühlt haben: Eine britische Frau beschwerte sich online über den Wert ihres Verlobungsrings und sorgte dadurch für Entrüstung (Symbolbild)

Das geht ja gut los! Eine Britin erhält einen Heiratsantrag, ganz klassisch mit Ring. Während sie sich einerseits über den Antrag freut, ist sie gleichzeitig enttäuscht: Der Verlobungsring hätte ja wohl ein bisschen größer ausfallen dürfen! Schließlich verdient ihr Verlobter im sechsstelligen Bereich, da hätte er doch für so einen Anlass ein bisschen mehr springen lassen können. "Laut der Quittung hat er 1300 Pfund dafür gezahlt – er hat wesentlich weniger für ein so wichtiges Schmuckstück ausgegeben, als ich erwartet hätte", schrieb sie in ihrem Posting bei Mumsnet, das inzwischen wieder gelöscht worden ist. Vermutlich war die Braut in spe besorgt, dass ihr Verlobter von der Beschwerde erfahren könnte, die Begründung für das Löschen des Beitrags lautet: The OP (Original Poster) has been in touch and has some RL (Real Live) concerns, so we're removing this at their request.

Die Reaktionen zu dem Beitrag sind daher dort nicht mehr zu sehen, doch die australische Morgenshow "Today" hat das Thema auf ihrer Facebook-Seite aufgegriffen – wo schon wieder knapp 3000 Kommentare zusammengekommen sind.


"Ich hoffe, er verlässt sie"

Die meisten User zeigen wenig Verständnis für die Enttäuschung der Britin. Während einige Frauen ihre eigenen zeigen und schreiben, dass der materielle Wert doch völlig egal sei, regen sich andere richtig auf. Sean O. zum Beispiel schreibt: "Wenn du finanziell dumm genug bist zu erwarten, dass ein Ring einen beträchtlichen Teil des Jahresgehalts eines Menschen kosten müsse, bist du nicht bereit für eine Beziehung, geschweige denn für die Ehe." Kerryn T. wünscht sich die Trennung andersherum: "Hoffe er verlässt sie. Es geht nicht ums Geld und wenn doch, ist das wirklich, wirklich traurig."


Eine Userin hingegen zeigt großes Verständnis für ein solches Anspruchsdenken. Sara V. ist Amerikanerin und lebt in Deutschland. Zwei Monatsgehälter des Jahreseinkommens müssten es schon sein, findet sie, in dem Bewusstsein erziehe sie ihre Söhne. Dass der zukünftigen Braut der Ring so wichtig sei, müsste ihr Verlobter ja wohl wissen. Und schließlich müsste sie ja auch neun Monate lang ein Baby austragen. Diese traditionelle, sehr amerikanische Erwartungshaltung erzürnt die anderen an der Diskussion Beteiligten mächtig.



bal

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