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Sex zu zweit ist vielen deutschen Paaren zu langweilig

Damit sich etwas bewegt im Bett, muss man darüber sprechen. Doch eine Studie ergab, dass sich genau das viele nicht trauen. So bleiben Sehnsüchte geheim und Wünsche unerfüllt.

Wer gefesselt werden möchte, muss sich trauen, es dem Partner zu sagen

Wer gefesselt werden möchte, muss sich trauen, es dem Partner zu sagen

Klassischer Paarsex ist vielen Deutschen zu langweilig. Über 40 Prozent wünschen sich insgeheim einen Besuch im Swingerclub oder Dominanzspiele à la "Fifty Shades of Grey". Bei vielen werden diese Wünsche allerdings nicht zur Wirklichkeit. Häufig liegt das nicht am Partner, sondern an jedem selbst. Viele trauen sich nicht, ihrem Partner ihre geheimen Fantasien anzuvertrauen. Das sind einige zentrale Ergebnisse der Deutschen Paarsex-Studie 2015 von Seitensprung-Fibel.de. Das Marktforschungsinstitut mafo.de hat dafür 1013 Deutsche befragt.

Wunsch und Wirklichkeit in deutschen Betten

Die befragten Männer wünschen sich jedes einzelne Abenteuer häufiger als die Frauen, sprechen aber ebenso selten darüber. Besonders bei Sehnsüchten um Praktiken, bei denen eine dritte Person ins intime Spiel kommen würde, schweigen beide Geschlechter. Obwohl viele einen Besuch im (44 Prozent), einen flotten Dreier (44 Prozent) und voyeuristische Spielchen (42 Prozent) reizvoll finden, erzählt rund ein Viertel der befragten Frauen und Männer seinem Partner nichts von seiner Lust.

Selbst das Trendthema Dominanz-Spiele ist in deutschen Schlafzimmern eher Wunsch als Wirklichkeit. Viele Befragte (44 Prozent) finden Praktiken à la "Fifty Shades of Grey" reizvoll. Auch hier spricht jedoch rund ein Viertel aller Befragten dies gegenüber seinem Partner nicht an. Über alle Sehnsüchte hinweg: Jeder fünfte Befragte traut sich nicht, dem Partner seine Fantasien anzuvertrauen. Wenn doch, ignoriert fast jeder Sechste, der von den geheimen Wünschen seines Partners weiß, dessen Lustoffenbarung.

Der richtige Weg zur Offenheit

Damit der Partner beim intimen Gespräch nicht abblockt, rät der Berliner Psychologe und Buchautor Dr. Wolfgang Krüger zu viel Einfühlsamkeit: "Wenn Sie mit Ihrem Partner über Ihre intimen Wünsche reden, ist es wichtig, sensibel vorzugehen. Fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus. Beginnen Sie damit, was Sie am Sex mit Ihrem Partner schätzen und genießen. Für ein behutsames Herantasten eignen sich Formulierungen wie 'Ich fände es toll/ich wünsche mir/ich stelle mir vor, dass wir gemeinsam ...' Grundsätzlich gilt: Nur wenn Sie offen sind, finden Sie heraus, ob Sie eine Chance haben, gemeinsam mit ihrem Partner neue Lustgebiete zu entdecken."

bal
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