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Acht Dinge, die man nur am Mädelswochenende erlebt

Es gibt diese Momente, die erlebt man in den besten Beziehungen nicht. Die gibt es nur zwischen Mädchen und Mädchen. Davon hatte die Singlefrau gerade ganz viele.

Weltfrauentag schön und gut – er hat mehr als seine Berechtigung – aber ich feiere gerade Weltfreundinnenwochen. Wäre ich eine Burgerkette würde ich "Los chicas wochos" ausrufen. Bin ich aber nicht. Dennoch: Der Besuch aus meiner alten Heimat gibt sich in meinem neuen Domizil gerade die Klinke in die Hand. Es sind ausschließlich weibliche Gäste. Männer haben in diesen Tagen keine Chance. Auch der Mann mit Hut pausiert zwangsläufig. Ich habe gerade keine Augen für ihn oder andere, keine Zeit für kuscheln und knutschen.

Denn da sind zu viele Frauen um mich herum: Singles und Vergebene, Frischgetrennte, Suchende und Nicht-mehr-finden-Wollende. Alle sind unterschiedlich, mit allen verbinden mich gemeinsame Jahre, keine würde ich gegen eine andere eintauschen wollen, alle bereichern mich und bei allen wurde mir an den vergangenen Wochenenden klar: Das hier erlebst du nicht mit einem Kerl. Dazu braucht es gute Freundinnen.

Shoppen, mit geduldiger und ehrlicher Begleitung
Es fängt damit an, dass wir diesen Laden sehen. "Nur mal gucken", sagen wir beide. Ist klar … Es dauert fünf Minuten und ich habe fünf Teile unterm Arm. Sie setzt sich vor die Kabine und wartet und berät und kommentiert. Offen, ehrlich, nie gelangweilt. Auch wenn ich ein Teil drei Mal anziehe. Es zwei Mal nicht kaufen will. Und es dann doch nur Kasse trage. Sie versteht mich.

Zuhören, aber so richtig
Es sind Wochen vergangenen seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben. Bei mir ist viel passiert. Bei ihr noch viel Gravierenderes. Ich lasse sie reden. Ohne Punkt und Komma. Höre zu, denke mit, werfe ein, frage nach. Kritisch, frech, provozierend. Meine Belange interessieren mich nicht mehr. Ich will für sie da sein, ihr Rat geben und helfen. So wie sie es für mich tun würde. Ohne Rücksicht auf ihre Interessen, ohne Blick auf die Uhr oder an die Decke.

Jammern, heulen, auskotzen – allumfassend
Sie kennt meine Kollegen nicht. Ich die ihren nicht. Wir haben beide ein ziemlich gutes Bild von den Mitarbeitern der anderen, kennen Familienstand, Charaktereigenschaften und Schwachstelle. "Nerv mich nicht mit Leuten, die ich nicht kenne", sagte mein Ex gern zu mir. So etwas würde meine Freundin nie sagen. Ich glaube, sie hat sich längst ein Organigramm und Sitzplan meines Büros gemalt, so gut kann sie die Leute einordnen, mir Rat und Tipps geben.

Wellnessen bis zum Wegdämmern
Nach fünf Schwimmzügen und drei watenden Schritten durch das pipiwarme Wasser haben wir die gefluteten Liegen erreicht. Hinfläzen, den Rücken beblubbern lassen, die Umgebung beobachten, Augenkontakt reicht, um zu wissen, was die andere gerade denkt. Den Gedanken nachhängen, in die Nacht starren bis die Zehen Schwimmhäute zeigen, ins nächste Becken steigen und die Zeit verstreichen lassen.

Duo-Flirten mit dem hotten Barkeeper
Gemeinsam vor dem Spiegel stehen und sich Make-up ins Gesicht schmieren. Das haben wir schon vor zehn, 15 Jahren gemacht. Damals wie heute begegnen sich unsere Blicke im Spiegel. Verschwörerisches Augenblinzeln. Mensch, was sehen wir gut aus! Wer soll uns aufhalten? Wir kichern, fühlen uns unbesiegbar, ziehen die hohen Schuhe an, haken uns unter und stöckeln zur angesagten Bar. Wir umgarnen den Türsteher, sitzen alsbald am Tresen, Poleposition. Den heißen Barkeeper fest im Visier. Er ist zu professionell, um das zu merken. Wir zu gut gelaunt, um nachzulassen. Der nächste Drink geht aufs Haus. Und demnächst muss ich dann wohl mal allein vorbeigehen.

Kleine Brötchen backen, um groß zu frühstücken
Sonntagsmorgens, halb zehn, irgendwo in Deutschland. Der Gentleman, der in die Jogginghose schlüpft und zum Bäcker geht, fehlt. Niemand von uns will das Haus verlassen, im Regen die Straße herunterlaufen. Wir entscheiden uns fürs selbst backen. Zwei Sorten müssen es aber schon sein. Gut Ding will Weile haben. In der Zeit wäre ein Mann des Hauses ans andere Ende der Stadt gefahren, um die besten Croissants zu holen. Wir frühstücken verspätet, aber mit Hingabe.

Kurze trinken und lange Spaß haben
Sie trinkt eigentlich keinen Alkohol. Aber mitten im Gespräch fragt sie nach dieser Kräuterlikörflasche. Ich gucke ungläubig, hole aber Gläser und Flasche. Sie kippt drei Kurze. Der Abend wird lang.

Klappe halten und die Ruhe sprechen lassen
Pause. Keiner hat mehr Redebedarf. Es gibt Menschen, mit denen das Schweigen unangenehm ist. Vielfach sind es Männer, die die Stille nicht aushalten. Wir genießen es. Sitzen und im Kaffee rühren, nebeneinander herlaufen, ohne sich zu vergewissern, dass das Gegenüber noch da ist. Aus dem Fenster des Busses gucken, wie auf ein Zeichen sich einander zuwenden, sich angucken, grinsen und wissen, man hat gerade das Gleiche gesehen, dabei das Gleiche gedacht.

Und warum sind für euch eure Mädels unentbehrlich?

Der Singlefrau kann man hier auf Twitter folgen.

Die Facebook-Seite der Singlefrau findet man hier

Der Beitrag Acht Dinge, die man nur am Mädelswochenende erlebt erschien zuerst auf Weiblich! Ledig! Na und?.

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