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Wenn Kinder nicht durchschlafen

Bis in die Pubertät hinein können Kinder unter Einschlafproblemen und Albträumen leiden. Dahinter steckt oft die Angst vor dem nächtlichen Alleinsein.

Vielleicht hätten sie ihre Tochter nicht Luna nennen sollen. Ausgerechnet Luna, lateinisch für Mond. Monatelang raubte das Mädchen mit den braunen Kulleraugen seinen Eltern den Schlaf. "Die Nächte waren die Hölle", sagt Mutter Cornelia. Im Stundentakt wachte die Kleine auf und schrie. "Als ob sie Schmerzen hätte", sagt Vater Peter. Dicke Tränen kullerten dem Kind über die Wangen.

Dabei schlief Luna gegen acht Uhr abends immer problemlos ein, nachdem die Mutter sie im achten Monat abgestillt hatte. Wenn Luna mit Schwester Tara, 3, das Marienkäfer-Bilderbuch anschaute, rieb sie sich die Augen und gähnte erschöpft. Mit Mama winkte sie der Welt vom Balkon aus noch ein "Gute Nacht" zu, nuckelte gemütlich an einem Fläschchen mit Apfelschorle und schlummerte zur Melodie der Sandmann-Spieluhr im Gitterbett ein.

Spätestens nach zwei, drei Stunden aber war die Ruhe jäh beendet. Das Mädchen schrie. So laut, dass auch Tara im Zimmer nebenan wieder wach wurde. Der Papa brauchte eine Viertelstunde, bis die Ältere wieder einschlief.

Für Luna war die Mama zuständig. Anfangs nahm sie das Kind aus dem Bett, lief summend mit ihm durch die Wohnung, streichelte es und sang, manchmal drei Stunden lang, manchmal vier. Die Hebamme hatte es ihr geraten. Vier Tage, höchstens, dann sei das Problem gelöst. Doch Luna hörte nicht auf.

Sandelholz-Tinktur half nicht

Mutter Cornelia suchte Rat bei Ärzten, las Fachbücher, gab homöopathische Kügelchen, träufelte Sandelholz-Tinktur in eine Duftlampe, massierte die Füße ihrer Süßen mit einer Mischung aus Johanniskraut- und Linolaeholzöl sowie Lavendel. Sie zog Luna keinen roten Schlafanzug an, "weil rot fit macht". Sie hängte ein feuchtes Bettlacken an den Schrank, damit die Tochter nachts nicht durstig wurde. "Geholfen hat das alles nicht", sagt sie ein halbes Jahr später.

Wenn Kinder sich nicht vom Tag verabschieden können, fühlen Eltern sich oft machtlos. Im Alter von zwölf Monaten kann jeder fünfte Säugling noch nicht durchschlafen. In nervenaufreibenden Nachtaktionen mutieren Mama und Papa zu Händchen haltenden Bettvorlegern am Gitterbett: "La-Le-Lu, nur der Mann im Mond schaut zu."

Nicht nur die Kleinsten stehen auf Kriegsfuß mit dem Sandmann. Eine Studie der Klinik für Jugendpsychiatrie der Universität Köln und des Schlafforschers Alfred Wiater mit 11.500 Schulkindern hat ergeben, dass fast die Hälfte der Viertklässler gelegentlich oder häufig über Einschlafprobleme klagen. Rund ein Viertel der befragten Neun- und Zehnjährigen wachen nachts auf. "Schlafstörungen betreffen die ganze Familie", sagt Wiater, "das kann bis zu psychischen Erkrankungen der Eltern führen." Aus Verzweiflung komme es immer häufiger zu Gewalttätigkeiten gegen die Kinder.

Passen Sie das Schlaffenster ab!

Luna ist seit Mai bei Ulrich Rabenschlag von der "Freiburger Forschungsgruppe Kinderschlaf" in Behandlung. Der untersuchte das Kind und stellte fest, dass es gesund war. Er erklärte den Eltern: - dass es normal ist, wenn Säuglinge im Traum häufig unruhig atmen, die Augen unter den geschlossenen Lidern bewegen und schreien; - dass ein Zyklus von Leicht-, Tiefschlaf- und Traumphase bei Erwachsenen etwa 90 Minuten dauert, bei Kindern aber nur die Hälfte; - dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn die Kleinen nach zwei oder drei Zyklen wach werden; - dass Säuglinge nach dem sechsten Monat nachts nicht mehr wegen Hunger quaken; - dass Kinder in ihren kurzen Wachphasen meist nicht aus Angst weinen, sondern dass das Wimmern eine Vorstufe zum Wiedereinschlafen ist; - dass die Probleme erst entstehen, wenn die Eltern ihre Kinder aus falscher Sorge in den Arm nehmen oder füttern.

Lunas Mutter sollte genau aufschreiben, wann ihre Tochter wach ist und wann sie schläft. "Oft hilft es schon, wenn die Eltern die Gewohnheiten ihres Kindes betrachten", sagt Rabenschlag. Luna schlief täglich vier Stunden weniger als andere Kinder in ihrem Alter und war entsprechend quengelig.

Rabenschlag erklärte den Eltern die so genannten Schlaffenster, Momente, in denen sich das Kind die Augen reibt, gähnt, weinerlich wird und der Blick nach einigen Minuten abwesend in die Ferne schweift. Jedes Kind hat solche Phasen, immer zur in etwa gleichen Uhrzeit. Man muss nur herausfinden, wann - und es dann hinlegen und in Ruhe lassen. Denn wenn sich das Schlaffenster schließt, das Kind aber immer noch wach ist, geht alles wieder von vorn los. Die wachsende Müdigkeit sorgt für noch mehr Geschrei, die Eltern werden nervöser, und die Wahrscheinlichkeit, dass auch das nächste Fenster verpasst wird, steigt.

Schreien, toben und trampeln vor Wut

Rabenschlag riet Lunas Eltern, anfangs ein spätes "Fenster" auszuwählen, wegen des hohen "Schlafdrucks". Zudem empfahl er, mit dem Kind tagsüber ausgiebig zu spielen und zu schmusen, ihm zu zeigen, dass es sich Zuneigung nicht "erweinen" muss. Er riet, Luna nachts nicht mehr aus dem Bett zu holen und nicht mit ihr zu sprechen. Sie sollte zunächst noch für einige Minuten die Chance bekommen, sich selbst zu beruhigen, notfalls dürften die Eltern auch etwas summen. Auf keinen Fall aber sollte Luna mehr Apfelschorle bekommen. "Der Zucker putscht ihren Stoffwechsel hoch, lässt sie jede Stunde mit einem Hungergefühl aufwachen", erklärte der Arzt.

Allgemein, so Rabenschlag, gelten feste Einschlafregeln für Kinder jeden Alters: - Das Zubettgehen soll durch ruhige Beschäftigungen wie Puzzeln oder Malen eingeläutet werden. - Ungefähr 30 Minuten vor dem Schlafen sollten die Kindern wissen, dass bald Feierabend ist. - Die Eltern sollten sich in diesen Minuten intensiv, aber ruhig mit ihren Kindern beschäftigen, um ihnen Geborgenheit zu vermitteln. - Rituale erleichtern das Einschlafen: Ausziehen, Waschen, Kuscheln, Vorlesen oder Singen am Bett sowie der Gutenachtkuss. Ein selbst gemachtes Poster, das an die Schritte erinnert, kann hilfreich sein. - Das Kind sollte im eigenen Bett einschlafen. Ihm fehlt sonst die Strategie und Übung, um ohne Hilfe zur Ruhe zu kommen.

Aus Lunas Umgebung sollten vor dem Zubettgehen auch Spielzeug, Duftlampe und die Kuscheltiere verschwinden. "Das Kind war zu vielen Reizen gleichzeitig ausgesetzt", erkannte Rabenschlag. Es half. Nach wenigen - nervenaufreibenden - Wochen schlummert Luna großartige elfeinhalb Stunden, von halb acht abends bis sieben Uhr morgens.

Spielen Sie verstecken!

Von solcher Entspannung sind die Eltern der dreijährigen Sandra noch weit entfernt. Sandra schreit, tobt und trampelt vor Wut, wenn sie abends ins Bett muss. Oft dauert es Stunden, bis sie endlich eingeschlafen ist. Das geht so, seit Sandra vor zwei Monaten in den Kindergarten gekommen ist. Sie wurde bis dahin allein von der Mutter betreut, die ihrer Tochter jeden Wunsch von den Lippen ablas. Freundinnen zum Spielen gab es nicht.

"Hinter den Schwierigkeiten beim Einschlafen verbergen sich bei Kleinkindern fast immer Trennungsängste", sagt Schlafexperte Alfred Wiater, bei dem Sandra in Behandlung ist. Im Kindergarten musste das Mädchen erstmals allein zurechtkommen - und war überfordert. Abends geriet es in Panik, wenn es alleine im Bett bleiben sollte. "Alleine einschlafen können bedeutet sich trennen können", sagt Wiater. Loslassen mache kleinen Kindern auch Angst, weil sie nicht wissen, was sie am nächsten Tag erwartet.

Das Loslassen-Können muss tagsüber trainiert werden. Meistens geschieht es von ganz allein. Kleinkinder halten sich die Hand vor Augen, denken, sie seien unsichtbar und jauchzen, wenn sie wieder "gefunden" werden. Wenn sie etwas älter sind, wollen sie stundenlang Verstecken spielen. Auch wenn sie sich selbst beschäftigen oder mit anderen Kindern spielen, üben sie, von den engsten Bezugspersonen getrennt zu sein.

Um Kinder in ihrer Bemühung um Abgrenzung zu unterstützen, können Eltern tagsüber für ein paar Minuten weggehen, zum Beispiel den Müll raustragen. Das sollten sie vorher aber immer ankündigen und hinzufügen, dass sie gleich wiederkommen!

Alexander, 4, hat vor acht Monaten eine Schwester bekommen. Anfangs verlief alles unproblematisch. Das Baby schlief viel, und Alexander bemerkte es kaum. Mittlerweile schläft die Kleine nachts durch, aber Alexander nicht mehr. Gegen Mitternacht kommt er ins Elternbett, will bei Papa und Mama bleiben. Wenn die versuchen, ihn zurückzubringen, brüllt er so laut, dass seine Schwester wach wird.

Die Nacht wird zum Schreckensgespenst

Es ist normal, wenn gut schlafende Kleinkinder wieder zu Problemschläfern werden. Durchbrechende Zähne, auf die Eltern meist als Ursache tippen, bereiten allerdings selten mehr als zwei Nächte hintereinander Schmerzen. Aber Krabbeln-, Sitzen- oder Laufenkönnen sind Entwicklungsschritte, die womöglich Schlafprobleme verursachen. Am Tag wird das Kind selbstständiger, abends kann Mama nicht nahe genug sein.

Alexander fürchtete, wegen des Babys zu kurz kommen. Seine Eltern ließen ihn eine Weile in ihrem Bett schlafen. Nach zwei Wochen haben sie ihm einen neuen Ball versprochen, wenn er es schafft, im eigenen Bett zu bleiben. Und er hat es geschafft.

"Gut für den Jungen", sagt Wiater. Nur ausnahmsweise, wenn sie krank sind oder etwas Fürchterliches erlebt haben, sollten Kinder im Elternbett Unterschlupf finden. "Wer den Nachwuchs grundsätzlich zu sich ins Bett lässt, nimmt ihm die Chance, Ängste zu bewältigen und selbstständig zu werden", sagt Wiater. Bringen Sie Ihre Kinder zurück, immer wieder, selbst wenn sie zehnmal kommen!

Für Sarah, 5, ist die Nacht noch ein Schreckgespenst. Seit Wochen wird sie um vier Uhr wach, schreit, ist nass geschwitzt und weiß nicht, wo sie ist. Wenn ihre Mutter das Licht anmacht und zu ihr ans Bett kommt, erinnert sie sich, was geschehen ist: Sie musste um ihr Leben rennen, wurde verfolgt von einer Gestalt, die sie in ein dunkles Tuch wickeln und wegtragen wollte. Sarah stolperte, fiel zu Boden, fühlte schon die Hand des unheimlichen Mannes - und wachte auf.

Verjagen Sie das Monster mit dem Besen!

"In mehr als der Hälfte aller Albträume sind Kinder auf der Flucht", sagt Schlafforscher Rabenschlag. Etwa 40 Prozent der Kinder zwischen sechs und elf Jahren haben gelegentlich Albträume, fünf Prozent sogar einmal pro Woche oder häufiger. "Solange es bei einmal wöchentlich bleibt und die Kinder keine Angst vor dem Einschlafen haben, besteht kein Grund für übertriebene Sorge", sagt Rabenschlag.

Albträume tauchen meist in der zweiten Nachthälfte auf. Der Atem wird schneller und flacher, die Herzfrequenz steigt an. Vom Horrorfilm im Kopf wachen die Kinder auf. Es nutzt nichts, ihnen zu erklären, sie hätten nur geträumt. In den ersten sechs bis acht Jahren kennen Kinder den Unterschied zwischen Wirklichkeit und Traum noch nicht.

Anstatt seine Existenz zu bestreiten, sollte das Monster unter dem Bett notfalls mit einem Besenstiel verjagt werden. Besser als "da war doch gar nichts" ist "wir passen auf, und wenn das Monster kommt, vertreiben wir es!" Gegen die allumfassende Macht der Eltern sind in Kinderaugen selbst Geister chancenlos.

Fernsehen spielt für die Entstehung von Albträumen kaum eine Rolle

Das Geträumte sollte am nächsten Tag nicht gedeutet, sondern erfragt werden. Wer hat dich verfolgt? Hast du die Augen gesehen? Konnte das Gespenst fliegen? Bei genauer Betrachtung verliert das gruseligste Monster viel von seinem Schrecken. Die bedrohlichste Szene sollten die Kinder malen und sich selbst gleich mit. Den wilden Löwen etwa, der unter dem Bett lag. Man sollte fragen, was sie gegen den Löwen tun können. Eine Lösung wäre, das Tier in einen Käfig zu stecken. Sarah, die nachts immer vor der vermummten Gestalt weglief, brachte sich auf dem Bild durch einen Hubschrauber in Sicherheit. Über die Zeichnung sollte in den folgenden Tagen immer wieder mal gesprochen werden.

"Die Kinder verlieren so ihre Angst", sagt Michael Schredl, der die Methode am Mannheimer "Zentralinstitut für Seelische Gesundheit" entwickelt und in einer Studie erprobt hat. Wenn Albträume allerdings mit Angst und depressiven Gefühlen tagsüber einhergehen oder immer gleich sind, so sollten die Eltern einen Therapeuten aufsuchen.

Fernsehen, so belegen Studien, spielt für die Entstehung von Albträumen kaum eine Rolle. Mehr als die Hälfte der Erstklässler und schon vier von fünf Viertklässlern hocken allabendlich vor der Flimmerkiste. Die Auswirkungen von WickieMajaHeidiErnieBert und Co. jedoch sind überraschend: Die Glotze sorgt nicht speziell für schlechte Träume, sondern für Träume überhaupt, und das ist ungesund. Anstatt sich im Tiefschlaf zu erholen, träumen fernsehende Kinder in der ersten Nachthälfte vermehrt. Das jedoch ist Schwerstarbeit für Gehirn und Herz, Lunge und Gefäßsystem.

Die Schule beginnt zu früh

Der erholsame Tiefschlaf kann in der zweiten Nachthälfte nicht nachgeholt werden, da es den bei Kindern und Jugendlichen in unseren Breitengraden nur bis etwa ein Uhr gibt. Temperatur und Stoffwechsel der Jungen und Mädchen sind dann auf dem Tiefpunkt. Nach ein Uhr sorgt ihr Biorhythmus für die Produktion von Stresshormonen, die sie für das Wachsein am nächsten Morgen benötigen.

So stolpern die Nachteulen zwangsläufig schlaftrunken in die Schule, die nach der einheitlichen Meinung der deutschen Kinderschlafforscher auch noch viel zu früh beginnt.

Die Energie müder Schüler reicht allenfalls für Routinetätigkeiten. Neues kann nicht mehr gelernt werden, das Kurzzeitgedächtnis streikt, komplexe Fragestellungen werden nicht mehr verstanden. Kinder mit Schlafdefizit müssen sich ständig selbst stimulieren, fallen fast viermal häufiger durch Unruhe auf als Ausgeschlafene, lassen sich schnell ablenken, sind gereizt und aggressiv und bringen die schlechteren Noten nach Hause.

"Auch jenseits des Grundschulalters sollte das Licht spätestens um 22 Uhr aus sein", sagt Kinderarzt Wiater. Jugendliche brauchen in der Pubertät durchschnittlich neun Stunden Schlaf. Sie gehen oft erst nach Mitternacht ins Bett. Wenn die Teenies die verpasste Erholung durch langes Ausschlafen am Wochenende nachholen wollen, machen sie die Sache nur schlimmer. Im morgendlichen Traumschlaf läuft ihr Gehirn auf Hochtouren, und die vermehrt ausgeschütteten Stresshormone können depressive Stimmungen fördern.

Dr. Rabenschlags Rat: Nach zwei langen Abenden um neun Uhr ins Bett und tagsüber bei einem Tief für zehn Minuten die Beine hoch, Augen zu, entspannen.

Olivia, 12, hingegen schläft gut. Zu gut. Neulich wollte sie nachts in einem Hotel über die Balkonbrüstung klettern, im sechsten Stock, die Oma zog sie in letzter Sekunde zurück. Seit sie kriechen kann, ist Olivia Schlafwandlerin.

"Schlafwandeln ist keine Krankheit"

Bevorzugt zwischen Mitternacht und fünf Uhr geht sie los, läuft gegen Wände oder trampelt lautstark auf dem Wohnzimmerparkett. Sie schreit, boxt, kämpft. Sprintet durchs Wohnzimmer, springt mit katzenartiger Eleganz auf den Küchentisch. Manchmal aus Angst vor einer dicken schwarzen Spinne, manchmal, weil im Keller ein Hai wohnt, der den Opa beißen will. Wenn sie schlecht träumt, weiß Mutter Barbara Braun, ist wieder Schlafwandeln angesagt.

"Während ich unterwegs bin, merke ich nicht, was ich tue", sagt Olivia. An das nächtliche Geschehen kann sie sich auch tags darauf nicht erinnern, berichtet jedoch von traumartigen Erlebnissen.

"Schlafwandeln ist keine Krankheit", sagt der Dresdner Schlafforscher Ekkehart Paditz. Vielmehr handle es sich um eine Stressreaktion aus dem Tiefschlaf. Verantwortlich ist eine genetische Veranlagung.

Auch Olivias Vater ist als Kind durch die elterliche Wohnung gegeistert. Wenn seine Tochter auf Tour geht, ist sie morgens oft lustlos und fühlt sich zerschlagen. "Aber das ist zum Glück ja nur einmal im Monat der Fall", sagt Mutter Barbara. Damit nichts Schlimmeres als eine Beule droht, werden nachts die Fensterrolläden der Erdgeschosswohnung heruntergelassen und die Haustür abgeschlossen.

Olivia lacht über ihre nächtlichen Ausflüge, Angst hat sie keine. Auf der Konfirmandenfreizeit nächste Woche will sie unbedingt im Etagenbett schlafen. "Oben natürlich", sagt sie, "wo ist das Problem?"

Detlef Schmalenberg
Mitarbeit: Christian Parth/Mathias Rittgerott
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Alfred Wiater, Schlafforscher, Chefarzt Kinderklinik Krankenhaus Porz am Rhein

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