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Linke will Sankt Martin an den Kragen

Die Linke in NRW möchte Sankt Martin aus den Kitas vertreiben. Auch Weihnachtsmärkte und Weihnachtsbeleuchtung stehen auf dem Prüfstand. Und das alles, um nur niemanden zu diskriminieren.

Von Viktoria Meinholz

  Die christliche Figur des Sankt Martin hat nach Ansicht der Linken in den Kitas nichts zu suchen

Die christliche Figur des Sankt Martin hat nach Ansicht der Linken in den Kitas nichts zu suchen

Sankt Martin war ein guter Mann, der uns als Beispiel gelten kann…" So beginnt eines der Lieder, die rund um den 11. November, den Martinstag, wieder von Kindern in ganz Deutschland gesungen werden. In ganz Deutschland? Nicht, wenn es nach dem Linken-Politiker Rüdiger Sagel geht. Er möchte die Tradition in Nordrhein-Westfalen leicht abwandeln. Statt Sankt Martin solle ein "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" gefeiert werden. "In vielen NRW-Kitas gibt es immer mehr Kinder anderer Religionen. Gleichzeitig sind immer weniger Eltern in der Kirche. Die Kita sollte ein überkonfessioneller Raum sein", sagte der Landessprecher der NRW-Linken zu stern.de.

Die Geschichte des heiligen Martin solle nicht mehr im Mittelpunkt der Feier stehen. Auch wenn seine Botschaft des Teilens für alle Kinder wichtig sei. "Wir unterstützen den Grundgedanken des Teilens natürlich. Aber hier beeinflussen die Kitas die Kinder in religiösen Fragen", sagte Sagel. Das dürfe nicht sein. Laut Rheinischer Post wolle Sagel verhindern, dass Kindern die christliche Religion aufgedrängt werde. Es dürfe sich niemand diskriminiert fühlen.

Doch fühlen sich wirklich Kinder ausgeschlossen? Laut Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime feiern hierzulande häufig auch Muslime den Martinstag. Freuen sich über die bunten Laternen und die leckeren Martins-Brezeln.

Alles Gute zum "Eier-Tag"!

In Bad Homburg in Hessen kam es in der letzten Woche zu großer Aufregung, weil eine Kita angeblich ihr Martinsfest in "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" umbenannt hatte. Die Eltern beschwerten sich, Politiker und Geistliche zeigten sich irritiert. Die Stadt sah sich gezwungen, die Sache klar zu stellen. Im Kindergarten hätte sich durch eine Suppe mit Sonne-Mond-und-Sterne-Nudeln der neue Name eingebürgert. Eine offizielle Umbenennung sei nicht geplant, auch werde es weiterhin ein Martinsfeuer geben.

Doch nicht nur in Bad Homburg wird über die Namen von christlichen Feiertagen diskutiert. In ganz Deutschland scheinen Städte zu versuchen, noch politisch korrekter zu sein als ihre Nachbarn. In Berlin-Kreuzberg sollen Weihnachtsmärkte angeblich nur noch genehmigt werden, wenn sie stattdessen Wintermarkt heißen. In Solingen wird darüber diskutiert, christliche Symbole aus der Weihnachts-... Verzeihung!... Winterbeleuchtung zu entfernen.

Denken wir das Ganze doch mal bis zum Ende und machen aus Ostern das "Hasen-und-Eier-Fest". Nikolaus streichen wir auch und ergeben uns dem von Coca-Cola geschaffenen Weihnachtsmann. Und sind am Ende mal ehrlich und nennen Weihnachten endlich bei seinem richtigen Namen: Geschenketag. Vom Kabarettisten Dieter Nuhr kommt über Twitter noch ein weiterer Vorschlag: "Linke: St. Martin abschaffen wg. unserer Musilime. Wird Weihnachten jetzt Tag der Arbeit? Jesus war Handwerker!"

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