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Fluchen im Auto, Du #elternfahrer!

Natürlich fährt Mark Bourichter vorsichtiger, seitdem sein kleiner Sohn mit im Auto sitzt. Doch bei akuter Inkompetenz im Straßenverkehr fällt es ihm schwer, ruhig zu bleiben. Und so lernt der Nachwuchs häufiger mal ein neues Schimpfwort ...

Erinnern wir uns kurz zurück als wir damals noch ohne Kindersitz auf der Rücksitzbank durch das Land gefahren sind. Das Auto unter 1.000 D-Mark, Kassettentapes zwischen Leergut und Fastfood-Verpackungen. Auf dem Rückweg von der Party nicht immer ganz nüchtern und gerne mal rebellisch ohne Blinker in die eigene Straße abgebogen. Das waren noch Zeiten! Heute ist vieles anders, nur der Fahrer ist ein wenig älter geworden. Ist er aber auch weiser oder weniger aufbrausend? Mir fällt es jedenfalls schwer, bei akuter Inkompetenz im Strassenverkehr ruhig zu bleiben. Aber mit dem Lütten im Rücken sollte ich doch ganz locker bleiben, oder?

Sven von zwillingswelten.de hat das Thema mal angerissen und aufgerufen, beim Thema mit #eltenfahrer mitzureden. Ein sehr gutes Thema, wie ich finde. Denn "Fluchen im Auto" begleitet mich schon sehr lange am Steuer. Zehn Jahre in Hamburg zwischen suchenden Touristen und Frauen mit Straßenkarten auf dem Beifahrersitz direkt wieder in die "Hölle der Autofahrer": Münster. Die kleine westfälische Idylle mit abermillionen Fahrradfahrern zwischen Sandstein und 70er-Jahre Beton. Mal auf Asphalt und mal auf Kopfsteinpflaster. Aber immer in Eile, immer mit eingebauter Vorfahrt und immer einfach sehr viele auf einmal. Und wenn Du dann in einem Stadtteil wohnst, der überwiegend mit der Rechts-vor-Links-Regel den Verkehr leitet, dann hast Du wirklich ein Problem. Denn "Rechts-vor-Links" scheinen noch nicht mal die Studenten zu kennen, die noch im zehnten Semester um ihr Bafög kämpfen. Am Kreisel große Klappe haben und am Studtplatz wie die Lemminge fahren. Das sind mir die Richtigen.

Und dazu gesellen sich dann genau an dem Tag die Autofahrer, die jede Straße ausnahmslos für sich beanspruchen, wenn Vaddi es ein wenig eilig hat. Okay, ich kann eine halbe Stunde früher aufstehen, um das Thema Zeitdruck gar nicht aufkommen zu lassen. Aber daran liegt es in der Regel nur zu 50 Prozent, wie mir gestandene Kita-Bringer beipflichten können. Und dann gibt es genau einen Busfahrer der Stadtwerke Münster, der es immer noch nicht rafft, dass die Eltern vor unserer Kita anhalten dürfen. Jeder andere Berufsanfänger kommt mit jedem Bus da vorbei. Nur "Monsieur" nicht, der hupt und sorgt bei mindestens 50 Personen im Bus und in der Schlange für aufsteigende Hitze. Irgendwann komme ich in Deine Kleingartenkolonie und messe Deine Hecke nach! Und dann gibt es richtig Ärger, Du Vollpfosten!

Zurück zum Thema. Ich für meinen Teil fahre bewusster Auto, wenn ich auch immer noch meinen Mund nicht halten kann. Ich fahre auch alleine nicht mehr so schnell Auto. Und ich benutze keine ganz so schlimmen Schimpfwörter. Immerhin, oder?

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