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"Frauen, steht zu euren Rundungen"

Sophia Wollersheim hat ihre Dschungelcamp-Lektion gelernt. Nach 16 entbehrungsreichen Tagen gibt es bei ihr künftig keine Diäten mehr, wie sie im stern-Interview verriet.

Sophia Wollersheim im Dschunelcamp

Endlich Prinzessin. Zum Titel Dschungelkönigin hat es für Sophia Wollersheim nicht gereicht, doch sie freut sich auch über den zweiten Platz im Dschungelcamp – und gönnt Menderes den Sieg.

Sophia Wollersheim, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz beim Dschungelcamp. Sind Sie traurig, dass es nicht zum Sieg gereicht hat?
Ich hätte natürlich gern gewonnen, wenn ich was Anderes erzählen würde, wäre ich eine Lügnerin. Dennoch kann ich sehr gut mit dem zweiten Platz umgehen, weil ich etwas daraus mache. Das andere ist ja nur ein Titel. Königin bin ich nicht geworden, aber Prinzessin ist auch viel wert. Ich gönn' es Menderes von Herzen.

Sie wirkten am Ende sehr siegessicher. Ist der Eindruck richtig?
Nein, gar nicht. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich als Erste rausgewählt werde. Von Anfang an habe ich Menderes für den Favoriten gehalten.


Viele dachten, da kommt eine Tussi ins Dschungelcamp, die wird das nicht durchstehen. Warum haben die Zuschauer immer wieder für Sie angerufen?
Die Zuschauer haben gesehen, dass hinter der Fassade ein richtiger Charakter steckt. Ein Mensch, der mit Unsicherheiten und Komplexen behaftet ist. Vielleicht haben die Zuschauer gedacht: Die ist lieb, die ist ehrlich. Die sagt den Leuten ins Gesicht, was sie denkt.

Helena hat Sie immer wieder attackiert und auch beim Auszug hässliche Worte in Ihre Richtung gesagt. Hat Ihnen das geschadet?
Ich glaube, Helena hat sich mit ihrem Verhalten ihr eigenes Grab geschaufelt. Sie ist eine Person, die keinen Charakter besitzt.

Es werden in der nächsten Zeit viele Anfragen kommen. In welche Richtung wird es denn gehen?
Ich hab schon mehrmals gehört, dass ich Verona Pooth ähnele. Was für mich ein riesiges Kompliment ist: Ich liebe diese Frau. Sie ist auch eine Selfmade-Frau.

Am letzten Abend gab es ein Festmahl. Sie sagten, Ihre Lehre aus dem Dschungel sei, künftig das Leben zu genießen. Was werden Sie in Zukunft anders machen?
Mir ist bewusst geworden, dass es Menschen auf der Welt gibt, die kein Essen haben. Das weiß man, klar. Aber es ist etwas Anderes, wenn man selbst von einem Löffel Reis und Bohnen leben muss. Da lernt man das Essen anders zu schätzen. Mein ganzes Leben bestand nur aus Diäten. Das ist jetzt vorbei. Ich werde essen, worauf ich Lust habe. Man lebt nur einmal. Das Dschungelcamp hat mir meine Augen geöffnet.

Halten Sie das dauerhaft durch, oder kommen irgendwann wieder Model-Termine, wo Sie eine bestimmte Figur haben müssen?
Meine Vorsätze werden definitiv nicht mehr über den Haufen geworfen. Ich werde mich nie mehr so kasteien, wie ich es getan haben. Frauen, steht zu eurer Figur, steht zu euren Rundungen und genießt euer Leben! Denn andere Menschen leiden und haben nichts zu essen.

Worauf freuen Sie sich in der Freiheit besonders?
Ich freue mich riesig, wieder auf die Menschheit losgelassen zu werden. Meiner DJ-Ausbildung endlich frönen zu können. Und natürlich freue ich mich auf meinen Mann, den ich übermorgen wiederhab.

Ihr Mann durfte nicht einreisen.
Er wurde in Australien abgewiesen. Wir vermuten, es war ein anonymer Hinweis. Er hätte eine frühere Vorstrafe bei der Einreise angeben müssen. Es war für mich ein schwerer Schlag, dass mein Mann nicht hier war. Mir hat keiner gesagt, dass er nicht da ist. Weil alle wussten, ich brech' das Dschungelcamp ab. 

Sie wussten die ganze Zeit nicht, dass Ihr Mann gar nicht im Hotel auf Sie wartet?
Ich wusste es natürlich nicht. Sonst wäre ich nicht Vize-Dschungelkönigin geworden.

Interview: Carsten Heidböhmer

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