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"Sprecht mit den Menschen, dann ändert sich alles"

Erst seit vier Monaten sind die drei afghanischen Flüchtlingskinder Saed, Roya und Fatima in Deutschland. Wir lernen sie auf einer neuen Facebook-Seite kennen, die einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten will. Und das gelingt ihr.

Auf Facebook erzählen die Flüchtlinge von ihrer Zeit in Deutschland

Fatima, Saed und Roya erzählen auf Facebook von ihrer ersten Zeit in Deutschland, sie sind seit vier Monaten in Berlin.

Sie sind zwölf, acht und sieben Jahre alt und leben seit vier Monaten in Berlin. Saed, der älteste der drei Geschwister, spricht inzwischen schon so gut Deutsch, dass er auf jede Frage antworten und auch seinen kleinen Schwestern beim Antworten helfen kann. Saed, Roya und Fatima kommen aus Afghanistan, wo sie nicht mehr sicher waren. "Während ich in der Schule war, ist in der Schule eine Bombe explodiert", erzählt der Junge. Deshalb ist er nun froh, in Deutschland zur Schule zu gehen. "Ich liebe Deutschland und Berlin und alles ist gut", begeistert er sich.

Das Gefühl, nun in Sicherheit zu sein, lässt den Jungen und seine Schwestern strahlen. "Ich gehe seit einem Monat zur Schule und lerne langsam Deutsch", berichtet er bescheiden. Man spürt: Dieses Kind will bleiben. Will hier leben. Will sein Leben leben und keine Angst mehr haben.

Facebook-Seite Just People

Auf der brandneuen Facebook-Seite Just People, die erst seit dem 8. Januar 2016 existiert, wurde das Video von dem Interview mit den drei Kindern hochgeladen. "Just People stellt Menschen vor, um Vorurteile abzubauen. Um Menschen in die Augen zu schauen, mit denen man sonst nie in Kontakt käme", heißt es in der Info zur Seite, die der Berliner Christian Suhr betreibt. Auf die Frage, was ihn auf die Idee gebracht hat, antwortet er dem stern: "Ich habe immer wieder gemerkt, wie die Menschen, Freunde, Bekannte etc., sich über die Medien ein Bild machen und danach urteilen. In diesem Fall über Flüchtlinge. Ich habe in Diskussionen immer wieder gesagt: 'Sprecht mit den Menschen, dann ändert sich alles!' Da man das aber nicht erwarten kann, habe ich es gemacht. Ich bin sozusagen der Überbringer dessen, was die Menschen zu sagen haben. Und eben dessen, was für tolle Menschen das sind!"

Suhr, 36, will eine Serie daraus machen: "Ich habe bisher sieben Porträts und werde sie unregelmäßig online stellen, damit die Menschen die Angst vor fremden Menschen, Kulturen und Religionen verlieren. Sozusagen Völkerverständigungsarbeit." Eine schöne Idee, die voll aufgeht.

Saed, Roya & Fatima

Ich stelle vor: Saed und seine Schwestern Roya & Fatima aus Afghanistan.

Posted by JUST People on Friday, January 8, 2016
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