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Ein Brautkleid für viele Sternenkinder

Nach der Hochzeit verstaubt das Brautkleid meist im Kleiderschrank. Doch eine britische Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe der Kleider etwas Gutes zu tun: Sie fertigen aus ihnen Gewänder für tot geborene Babys.

Kleider für Babys

So sehen die Kleider aus, die aus dem Brautkleid von Yvonne Trimble entstanden sind

Wenn der schönste und der wohl schlimmste Tag im Leben eines Paares aufeinandertreffen: Die Britin Yvonne Trimble hat ihr Hochzeitskleid gespendet, damit daraus Kleider für tot geborene Babys gemacht werden. "Im Mai 2015 habe ich mich entschieden, dass ich mein Hochzeitskleid nie wieder tragen werde, und habe es einer Organisation gespendet, die aus alten Kleidern neue Kleidung für Babys fertigt, die tot geboren wurden oder kurz nach der Geburt gestorben sind", schreibt Trimble am 3. Januar auf ihrer Facebook-Seite.

Am Tag zuvor hatte sie von der Organisation Fotos der kleinen Roben erhalten, die aus ihrem Kleid entstanden sind. Es sei für sie ein sehr emotionaler Moment gewesen, in dem sie viele verschiedene Dinge gefühlt habe: "Stolz, dass ich etwas Gutes getan habe, Traurigkeit, dass solche Kleider überhaupt benötigt werden, Erleichterung, dass ich diesen Schmerz nie erleben musste und Dankbarkeit, dass Freiwillige im ganzen Land ihre Zeit opfern, um solche Gewänder zu fertigen."

Deciding in May 2015 that I would never wear my wedding dress again, I sent it to a charity that turns donated dresses...

Posted by Yvonne Trimble on Sonntag, 3. Januar 2016

Die Resonanz auf ihr Posting und die Fotos war riesig. Innerhalb weniger Tage wurde ihr Beitrag mehr als 100.000 Mal geteilt, weltweit wurde über sie und die Organisation berichtet. Etwas worüber sich Yvonne Trimble sehr freut, da es ihr Ziel war, Aufmerksamkeit für die Arbeit der Ehrenamtlichen zu schaffen. Und das hat sie geschafft. 7500 Kleider wurden inzwischen an "Cherished Gowns for Angel Babies" gespendet. So viele, dass die kleine Organisation erst einmal die Annahme weiterer Kleider ablehnen muss. Denn schon jetzt würden sie mehr als ein Jahr brauchen, um all die Kleider zu bearbeiten, wie sie auf ihrer Facebook-Seite schreiben.

Auch Yvonne Trimble ist überrascht von der großen Aufmerksamkeit. "Den Großteil des Tages verbringe ich damit, Freundschaftsanfragen zu löschen und zu weinen, wenn ich all die wundervollen Nachrichten in meinem Postfach lese. Es ist sehr emotional, wenn Menschen mir vom Verlust eines Babys erzählen, aber alle sind dankbar für die Aufmerksamkeit, die dem Thema nun gewidmet wird", schreibt sie in einem weiteren Posting.


In Deutschland fertigt das Projekt "Himmelskleider" aus Brautkleidern Kleidung für verstorbene Babys. Mehr Informationen finden Sie hier.

vim

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