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Zahl der Mobbing-Opfer im Netz steigt

Immer mehr Jugendliche werden zum Opfer von Beleidigungen und Mobbing im Internet. Laut einer neuen Studie zur Mediennutzung, werden auch häufiger peinliche Fotos und Videos im Netz veröffentlicht.

  Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Kinder, die Opfer von Cybermobbing werden

Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Kinder, die Opfer von Cybermobbing werden

Internet-Mobbing hat einer Studie zufolge bei Jugendlichen im vergangenen Jahr zugenommen. Von den 12- bis 19-Jährigen berichten 17 Prozent und damit mehr als jeder Sechste, dass über ihn oder sie schon einmal Falsches oder Beleidigendes im Internet verbreitet wurde, wie die am Freitag von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg veröffentlichte JIM-Studie ergab. Vor einem Jahr klagten nur zwölf Prozent und damit weniger als jeder Achte über Internet-Mobbing.

Das Verbreiten von Beleidigungen und üblen Nachreden betrifft der Studie zufolge Mädchen und Jungen gleichermaßen. Nach Altersgruppen unterschieden sind die 16- bis 17-Jährigen besonders stark betroffen, wo 22 Prozent davon berichteten. Bei den 14- bis 15-Jährigen waren es mit 14 Prozent die wenigsten Fälle. Auch die Zahl der Fälle von peinlichen Fotos und Videos, die ohne vorherige Erlaubnis der Betroffenen online gestellt wurden, stieg. Dies betrifft mittlerweile 14 Prozent der Jugendlichen, nach zwölf Prozent vor einem Jahr.

Dass jemand Bekanntes mittels Handy oder Internet regelrecht fertig gemacht wurde, haben 38 Prozent der Jugendlichen erlebt, ebenfalls mehr als im Vorjahr. Die Gruppe derjenigen, die selbst zum Opfer solcher Online-Attacken wurden, blieb allerdings mit sieben Prozent unverändert.

An die Zeitung glauben - das Netz nutzen

Einen Anstieg stellten die Studienmacher bei der Nutzung besonders brutaler und gewalthaltiger Spiele fest. 57 Prozent der Jungen und 19 Prozent der Mädchen gaben an, solche Spiele zu spielen, etwas mehr als im Vorjahr. Die Bewertungen der Heranwachsenden, welche Spiele besonders brutal sind, decken sich dabei mit den Einstufungen der Selbstkontrolle.

Bei der Mediennutzung zeigten sich die Jugendlichen eher konservativ. Bei der Frage, welchem Medium sie bei einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden, nannten 40 Prozent die Tageszeitung. Es folgte das Fernsehen (26 Prozent), vor Radionachrichten (17 Prozent). Der Berichterstattung im Internet brachten dagegen nur 14 Prozent der Befragten Vertrauen entgegen.

Bei der Nutzungshäufigkeit steht allerdings das Internet weit vorne (94 Prozent) - die Tageszeitungen mit nur 32 Prozent Lesern unter den Jugendlichen waren weit abgeschlagen. Über das Fernsehen informieren sich 83 Prozent der Jugendlichen, übers Radio 73 Prozent.

vim/AFP/AFP
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