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"Ich möchte meinen Sohn einfach nur bei mir haben"

Michael Kocikowski war in Indien auf Selbstfindungsreise. Jetzt liegt das Model tausende Kilometer von zu Hause entfernt im künstlichen Koma. Einen Krankenrücktransport kann sich die Familie nicht leisten, deswegen ruft die Mutter jetzt zum Spenden auf.

Michael Kocikowski bei einem seiner Foto-Shootings oberkörperfrei

Viele machen sich Sorgen um Michael Kocikowski. Das Model liegt aktuell im künstlichen Koma und schwebt in Lebensgefahr. 

Anfang Februar macht sich Michael Kocikowski nach auf. Er will sich selbst finden. Den Alltag hinter sich lassen und einfach mal abschalten. Über Mumbai geht es nach Bengaluru. Immer wieder schreibt er dabei mit seiner Familie, seinen Freunden und teilt Bilder und Videos von sich und seinem Trip auf seinem Instagram-Account.

Michael schien glücklich zu sein. Er konnte seine Begeisterung für  mit der indischen Kultur verbinden. Er war vor allem von den Menschen angetan, die er auf seiner Reise kennengelernt hat. Anfang März ging es dann weiter nach Mapusa. Dort verbrachte das Fitness-Model ein paar Tage.

Wegen einer Hirnschwellung im künstlichen Koma

Doch nur wenige Tage später der Schock – Michael liegt im künstlichen Koma. Eine deutsches Pärchen hatte den Bodybuilder mit einer Hirnschwellung ins Krankenhaus in Pune eingeliefert. "Wodurch diese verursacht wurde, können die Ärzte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen", schreibt Michaels Mutter Beate auf der Spendensammel-Plattform "gofundme.com".

Wegen Datenschutzbedenken, der Sprachbarriere und der Entfernung könne sie zudem nur wenige Informationen erhalten, erzählt Beate Kocikowski weiter. Deswegen ist sie zusammen mit Michaels Bruder und einem seiner Freunde zu ihm nach Indien geflogen. Der 28-jährige Hannoveraner befindet sich noch immer in einem sehr kritischen Zustand, wie ein Video auf Facebook zeigt.

Über eine Millionen Mal ist der Clip bisher aufgerufen worden und von Menschen wie dem "taff"-Moderator Daniel Aminati und dem Rapper Bushido geteilt worden.

Hatte Michael Kocikowski keine Auslandskrankenversicherung?

Das Problem: Die Familie kann sich weder den Krankenrücktransport noch die stationäre Heilbehandlung in Indien leisten. Genau aus diesem Grund ruft Beate per Crowdfunding zum Spenden auf. "Bitte helft alle mit, denn ich möchte meinen Sohn einfach nur wieder bei mir haben!", heißt es im Text.

100.000 Euro werden benötigt, damit die Kosten für Transport und Behandlung abgedeckt sind. Bisher sind 18.000 Euro zusammengekommen. So tragisch auch die gesamte Situation für Michael und seine Familie und Freunde ist, eine Frage stellt sich: Warum hat er vor seiner weiten Reise keine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen? Dann hätte die Krankenversicherung alle Kosten getragen: ambulante und stationäre Heilbehandlung, Arznei- und Verbandmittel sowie den teuren Rücktransport in einem Spezialflieger.

Nun muss die Mutter auf die Hilfe vieler Spender hoffen, um ihren Sohn zu retten.

rpw

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