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Lehrer kanzeln Schulpolitik mit Note 4 ab

Sie gehen gern zur Arbeit, sind hoch motiviert, doch die Politik lässt sie hängen: 1001 Lehrer kanzelten die Schulpolitik mit der Note "Ausreichend" ab. Hohe Anforderungen zu stellen, aber Ressourcen zu verweigern, sei eine Zumutung.

Zeugnis

Zu mehr als einer 4 hat es laut Forsa-Umfrage leider nicht gereicht für die Schulpolitik

Lehrer in Deutschland geben der Schulpolitik der Länder in einer neuen Umfrage eine schlechte Note. Die Lehrkräfte bewerteten die Unterstützung der Politik mit einer 4,0, teilte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, am Montag in Düsseldorf mit. Er stellte eine vom VBE in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa vor. Für die Studie befragte Forsa demnach bundesweit 1001 Lehrer.

"Ignoranz der Politik"

Die Pädagogen sind demnach hochmotiviert. 91 Prozent der Befragten gehen gerne zur Arbeit. 98 Prozent der Lehrer sei es wichtig, jungen Menschen Wissen zu vermitteln und mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Doch für 85 Prozent der Lehrer sei es belastend, dass Politiker bei ihren Entscheidungen den Schulalltag nicht beachteten. "Die Ignoranz der Politik, auf der einen Seite öffentlich hohe Anforderungen zu stellen und auf der anderen Seite die notwendigen Ressourcen zu verweigern, ist eine Zumutung", teilte Beckmann mit. Schulpolitik ist in Deutschland Ländersache. 

bal/DPA
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