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Wie Penisse gegen Vergewaltigungskultur kämpfen

Sex sollte immer im gegenseitigen Einverständnis stattfinden. Was offensichtlich klingt, bedarf offenbar einer eigenen Kampagne. Das findet zumindest das "Project Consent" - und setzt auf recht spezielle Botschafter.

Die Kampagne "Consent is simple" vom "Project Consent"

Die Kampagne "Consent is simple": Vagina möchte nur tanzen, Penis möchte mehr - versteht aber schnell, dass das heute nichts wird

Mit animierten Geschlechtsteilen für mehr Achtsamkeit beim Thema Vergewaltigungen. Auf diese Formel lässt sich eine nordamerikanische Kampagne herunterbrechen. Aktivisten des "Project Consent" (zu deutsch: Projekt Zustimmung/ Einverständnis) wollen mit drei kleinen Youtube-Filmchen das Bewusstsein der Bevölkerung für Vergewaltigungen stärken. Unter dem kurzen, einprägsamen Slogan "Consent is simple. If it's not yes, it's no." (Einverständnis ist einfach. Wenn es kein Ja ist, ist es ein Nein.) verbreitet die Organisation die Videos im Netz.

Die Hauptdarsteller sind animierte primäre und sekundäre Geschlechtsorgane und eine übergriffige sprechende Hand. Der Inhalt ist schnell zusammengefasst. In den kurzen Clips lachen, pfeifen oder tanzen mal Penis und Vagina, mal Hintern respektive Hand und Brust nebeneinander - bis der männliche Part dem weiblichen zu nahe kommt. Die Frauenstimme macht jedoch schnell klar, dass ihr das gar nicht gefällt. Der Penis versteht die Zurückweisung sofort - und alle leben glücklich weiter. 

"Project Consent" gegen Vergewaltigungskultur

Das Projekt gibt es bereits seit 2014 und wurde, wie der Homepage zu entnehmen ist, von mehreren jungen Frauen aus den USA und Kanada ins Leben gerufen. In der Selbstbeschreibung steht, die gemeinnützige Organisation habe das Ziel, "die Vergewaltigungskultur zu bekämpfen und auseinander zu nehmen". Vergewaltigungskultur meint die Tendenz, dass sexuelle Gewalt in vielen Gesellschaften verbreitet ist und sogar weitgehend toleriert wird. Oft wird in diesem Zusammenhang sogar die Schuld bei den Opfern gesucht. Das Projekt selbst definiert besagte Kultur auf ihrer Webseite als "globale Epidemie".

Um ihre Ziele zu erreichen, wolle die Organisation über "das Missverhältnis in der Diskussion über sexuelle Angriffe aufklären" und einen "positiven Dialog über die Wichtigkeit von Einverständnis anregen". Man wolle für eine Zukunft werben, in der "sexueller Missbrauch nicht von der Welt um uns herum bagatellisiert wird". So soll die "Vergewaltigungskultur ein für alle mal beendet werden".

Hier sehen Sie die drei Videos der Kampagne:

Unter der Überschrift "Tanzen"


Unter der Überschrift "Lachen"


Unter der Überschrift "Pfeifen"

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