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News am 27.05.2012
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+++EILMELDUNG+++    Goldene Palme für österreichischen Regisseur Michael Haneke    +++EILMELDUNG+++

Die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes geht in diesem Jahr an den österreichischen Regisseur Michael Haneke für sein Drama "Liebe". Das gab die Jury am Sonntagabend zum Abschluss der 65. Festspiele in der französischen Stadt bekannt.


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  #41 (permalink)  
Alt 12.12.2008, 19:14
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Beiträge: 25
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Man kämpft hier echt gegen Windmühlenflügel. Die Anzahl derjenigen, die ohne Sünde sind und den ersten Stein werfen wollen, ist zu groß.
Letztlich bin ich zufrieden, dass die Mutter von Justin nicht zwangssterilisiert wird, wie es manche hier fordern, und dass sie ihre beiden Mädels erst einmal behalten darf.
Das wäre gegenüber den Müttern, die ihre Kinder noch viel mehr quälen, äußerst ungerecht.
Immerhin macht der Staat die Gesetze und nicht irgendein Mob, der zwar hier in dieser hochkomplizierten Geschichte mitreden will, aber offensichtlich nie in Deutsch aufgepasst hat.
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  #42 (permalink)  
Alt 12.12.2008, 19:21
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Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Zitat:
Zitat von Mama4 Beitrag anzeigen
Immerhin macht der Staat die Gesetze und nicht irgendein Mob, der zwar hier in dieser hochkomplizierten Geschichte mitreden will, aber offensichtlich nie in Deutsch aufgepasst hat.


(ich hab auch einen Schreck gekriegt bei manchen Fehlern. Ist das erste Mal, daß ich in einem deutschen Diskussionsforum bin, ist das immer so?)

Geändert von Severitus (12.12.2008 um 19:24 Uhr).
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  #43 (permalink)  
Alt 12.12.2008, 19:25
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Beiträge: 25
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Erschreckend, nicht wahr?
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  #44 (permalink)  
Alt 12.12.2008, 19:30
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Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Zitat:
Zitat von Mama4 Beitrag anzeigen
Erschreckend, nicht wahr?
Ein wenig, ja. Ich bin ja nicht dafür, keinen einzigen Beitrag ernst zu nehmen, nur weil ein paar Fehler drin sind (*hust Grantel) aber es ist trotzdem ganz schön schlimm.
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  #45 (permalink)  
Alt 12.12.2008, 22:43
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Beiträge: 4
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Wie auch immer .Fakt ist doch das Sie eine bescheidene Kindheit hatten und Fakt ist das Sie nichts daraus gelernt haben außer das Sie andere angreifen und nicht beim Thema bleiben . außerdem vertragen Sie keine Kritik wie man schon aus den Beiträgen erkennen kann! Drill ,verdreschen , ordentlich auf die Zwirn? Fällt mir nichts mehr zu ein und auf so einer Ebene bringt die ganze Diskussion nichts
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  #46 (permalink)  
Alt 15.12.2008, 14:36
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Beiträge: 2.830
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Zitat:
Zitat von Grantel12 Beitrag anzeigen
Ich habe die Sendung diesmal ausnahmsweise etwas genauer verfolgt. Normalerweise gucke ich mir diesen Nanny-Kram nicht an, weil da immer die sogenannte „anti-autoritäre Erziehung“ im Vordergrund steht, von der ich gar nichts halte.

Diesmal bin ich sehr zwiespältig in der Beurteilung des Falles, denn
ich jedenfalls bin klassisch und traditionell erzogen worden, deshalb konnte ich mich sofort in Justin hineinversetzen. Er hat mir irgendwie Leid getan- aber andererseits hat seine Mutter einfach das getan, was man ab und zu mal mit einem Kind eben mal machen muss- ihn verdroschen.
Aus heutiger Sicht kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das noch keinem Kind geschadet hat und das muss auch die Nanny endlich mal kapieren.

Zugegebenermaßen war ich nicht das, was man einen braven Jungen zu nennen pflegt- und wenn ich in „Betragen“ in der Monatsnote mal eine 3 hatte, war ich den halben Monat kränklich und deshalb in meinem Tatendrang etwas ausgebremst.

Aber wenn ich mir etwas geleistet hatte – und da reichte eine Kleinigkeit aus – dann gab es eine Standardbehandlung: eine ordentliche Wucht und da nahm meine Frau Mutter den Gegenstand, den sie eben zur Hand hatte: Straßenschuh, Schuhanzieher, Teppichklopfer und sie interessierte sich in keiner Weise dafür, wo sie hin traf.

Sie geriet dabei stets völlig außer sich. Wenn die Kraft nachließ schrie sie manchmal stundenlang weiter, warf oft auch Gegenstände an die Wand und erging sich schließlich in Heultiraden, die tagelang anhalten konnten, wobei sie sich oft einschloss.

Ich habe mich im Laufe der Zeit daran gewöhnt, es tat irgendwie nicht mehr weh und stellte auch keine Strafe dar - es war eben so, dass ich das mindestens einmal wöchentlich über mir ergehen lassen musste. Dafür hasste ich sie um so mehr.

Am nächsten Tag hatte sie sich erstaunlich gut im Griff und ließ sich auf Arbeit nichts anmerken: Sie war Lehrerin an einer Oberschule, dummerweise an der gleichen, an der ich Schüler war. Aber sie wollte das auch so, damit sie mich unter Kontrolle hatte und auch während der Schulzeit an mir "herumerziehen" konnte.
So erfuhr sie natürlich immer sofort, was ihr Lausebengel wieder verbockt hatte.

Am nächsten Tag, wenn sie wieder nach Hause kam, kam sie automatisch wieder in Rage – entweder weil der letzte Tag noch in ihr arbeitete oder weil es inzwischen neuen Anlass gab.

Was mich seinerzeit schon erschreckt hatte, war, dass meine Mutter immer völlig die Kontrolle über sich verlor.
Manchmal schrie sie ganz direkt: „Jetzt schlage ich dich tot!“ und als ich noch kleiner war, bekam ich, wenn die Gelegenheit da war auch mal das Federbett über den Kopf gezogen mit dem Aufschrei „Jetzt mache ich dich tot!“ - und das war keineswegs eine Drohung, sie stand wie gesagt völlig neben sich.

Ein andere Geschichte ist mir noch in Erinnerung: Wegen einer dummen (eigentlich überflüssigen) Bemerkung zu einer Passantin auf dem Marktplatz bekam ich von meiner Mutter einen Faustschlag ins Gesicht, so dass die Brille kaputt war und mir das Blut aus Mund und Nase lief.
Dazu schrie sie "Was soll denn bloß die Leute denken"?
Ich habe damals, ich muss so etwa 10 Jahre gewesen sein, nicht verstanden, was die Passanten die darum standen, meinten, als sie riefen, man müsste so etwas doch zur Anzeige bringen und was das für eine Frau sei.
Glücklicher wussten sie nicht, dass diese Frau Lehrerin war. Ich wusste damals nicht, was die mit „Anzeige“ meinten – warum kann man eine Mutter anzeigen, wenn sie ihr Kind schlägt? Ich habs nicht begriffen, das war doch etwas völlig Normales, für mich damals jedenfalls.
Ja, was sollen denn "die Leute denken", wenn Mutter ihren Sohn mitten auf dem Wochenmarkt mit der Faust niederstreckt? Das war ihr allerdings gleichgültig.

Aber dann war ich ganz brav- naja, ich hatte schließlich auch eine Woche nichts gesehen.

Seither mache ich mir nichts mehr draus, "was die Leute denken". Dieser Erziehungsversuch ist Mutter gründlich misslungen.

Andere Strafmaßnahmen waren tagelanges ins Bett sperren am Wochenende oder in den Ferien bei zugezogenen Gardinen – aber ohne Fernseher, Bücher oder andere Unterhaltung bietende Gegenstände.

Eine andere Standardstrafe, als Mutter merkte, dass ich mir aus der Wucht nichts mehr machte - ich war dann etwa 10 Jahre und älter - bestand in abendlicher Aussperrung: Wegnahme des Wohnungsschlüssels mit der Aufforderung „Raus – Such dir andere Eltern, die dich nehmen; ich lasse dich nie wieder rein, verschwinde und lass dich nie mehr hier blicken!“ und dann wieder Schrei- und Heul-Krämpfe.
„Und wenn du zum Jugendhilfsamt gehst – dann stecken die dich in den Jugendwerkhof, und die werden dich erziehen, da kannst du sicher sein! Ich habs nicht geschafft!“

Es verging kein Monat, in dem ich nicht mindestens einmal vor der Tür stand und natürlich bin ich nicht zur Jugendhilfe gegangen, denn die Werkhöfe waren wirklich nicht das, was heute ein Kinderdorf ist.
Heute bedaure ich das, wahrscheinlich wäre Mutter dann ihren Job los gewesen und das war wohl auch ihre Befürchtung, als sie mir das kategorisch verboten hatte.

Ein Kind von einer Lehrerin hatte ein Musterknabe zu sein, mit dem man sich schmücken und profilieren konnte – leider habe ich diese Anforderungen nicht erfüllt und war bloß wie jedes andere Kind, nicht besonders fleißig, vielleicht etwas aufmüpfiger und natürlich habe ich gern mal den einen oder anderen Lehrer geärgert.

Deshalb sehe ich den Fall „Justin“ aus zweierlei Perspektive: In dem kleinen Jungen habe ich mich sofort wiedererkannt; es war das, was man heute ein „Come-Back-Erlebnis“ nennen würde.

Natürlich tut er mir Leid, aber er muss sich einfach dran gewöhnen, ab und zu verdroschen zu werden und er wird sich auch dran gewöhnen.
Vielleicht hat er es auch schon – so wie ich seinerzeit – denn richtig böse war er seiner Mutter ja nicht, wie er sagte - er akzeptiert das eben als Teil der Erziehung, ich kann es nachvollziehen.
Prinzipiell war ja wieder alles in Ordnung und in einigen Wochen wird er doch ohnehin wieder nach Hause zurück kommen.

Andererseits - wenn man etwa wie ich gestern in der Schlange in der Kaufhalle steht und vor mir schreien 2 ca. 3 bis 4jährige Kinder, wälzen sich heulend und kreischend am Boden, werfen aus Trotz Waren in den elterlichen Einkaufskorb und der Vater redet immer nur sinnlos leise und "antiautoritär" auf eines der Kinder ein, hielte ich es für zweckmäßig, wenn er ihm stattdessen einmal richtig eine reinzimmern würde.
Wie soll das Kind den Vater sonst jemals ernst nehmen?

Mir hat keine Wucht und keine Tracht Prügel geschadet, aber auch gar nichts genutzt. Aber es gehört doch irgendwie zur Erziehung dazu, es war doch schon immer so.
Warum soll eigentlich jetzt das falsch sein, was sich Jahrhunderte lang bewährt hat?

Eben das ist die andere Perspektive, aus der man den Fall sehr wohl auch sehen kann.
@alle User in diesem Strang
Ehrlich gesagt, ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, in welcher ablehnenden negativen Weise hier auf dieses Posting von Grantel reagiert wird. Sicher, das, was er schreibt, ist alles andere als schön und man liest es auch nicht gerne. Aber es ist eine authentische und vor allem traurige Kindheitsgeschichte, die diesen Menschen sehr stark geprägt hat. Was erwartet ihr von einem Menschen, der solche eine Kindheit hatte? Ich finde es sehr mutig, sich hier so offen über die eigene Kindheit zu äußern.

Und letztendlich ist die Geschichte auch heute noch Realität. Es ist das, was tagtäglich in deutschen Familien passiert und worüber gesprochen muss. Man sollte beim Lesen solcher Lebensgeschichten mindestens sehr nachdenklich werden.

Und noch ein Wort zu persönlichen Angriffen: Wenn hier jemand ein solches Posting als Stuss oder Mist bezeichnet, ist das auch ein persönlicher Angriff.
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  #47 (permalink)  
Alt 15.12.2008, 14:59
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Beiträge: 5
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Mann, mann, mann Grantel.

reicht die Intelligenz nicht aus um sich andere Mittel einfallen zu lassen um Kinder zu erziehen. Prügelst du deine Frau auch gleich zusammen wenn sie nicht spurt? Ich muss nicht schlagen um mich als Mutter durchzusetzen. Muss mir aber auch nicht alles gefallen lassen. Klare Ansagen und Konsequenzen wirken Wunder ohne dabei noch schreien zu müssen. Ich verbringe aber meine Abende nicht vor der Glotze sondern beschäftige mich mit den Kindern. Und die sind 24, 19 und 4 Jahre alt. Alle brauchen meine Aufmerksamkeit und ich tue es gerne. Wozu habe ich sie denn bekommen? Zum Eindrechen, permanentem gängeln und maßregeln? Nein, weil ich sie Liebe und mich jedes von den 3 interessiert und mit jedem muss ich anders umgehen. Fehler dürfen sie genauso machen wie ich auch. Dadurch lernt man. Meine Kinder haben sich auch auf den Fussboden geworfen um ihren Willen durchzusetzen. Aber ich habe nicht gebrüllt oder der Leute wegen versucht auf sie einzureden. Ich habe mich verabschiedet und den Laden verlassen und draußen auf sie gewartet (versteckt). Alle 3 haben es nur einmal versucht, danach nie wieder. So einfach kann das gehen. Ohne große Worte, Diskussionen, Strafen. Auch danach nicht. Kinder sind nun mal so, versuchen immerwieder solche Aktionen, gehört einfach dazu. Versteht das endlich mal. Mich stören solche Kinder nicht, aber die Erwachsenen, die die kleinen dann zusammenbrüllen oder mit permanentem Einreden versuchen das Kind still zu bekommen. Es sind Kinder!!!
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  #48 (permalink)  
Alt 15.12.2008, 15:45
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Beiträge: 180
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Zitat:
Zitat von SunShine77 Beitrag anzeigen
Mann, mann, mann Grantel.

reicht die Intelligenz nicht aus um sich andere Mittel einfallen zu lassen um Kinder zu erziehen. Prügelst du deine Frau auch gleich zusammen wenn sie nicht spurt? Ich muss nicht schlagen um mich als Mutter durchzusetzen. Muss mir aber auch nicht alles gefallen lassen. Klare Ansagen und Konsequenzen wirken Wunder ohne dabei noch schreien zu müssen. Ich verbringe aber meine Abende nicht vor der Glotze sondern beschäftige mich mit den Kindern. Und die sind 24, 19 und 4 Jahre alt. Alle brauchen meine Aufmerksamkeit und ich tue es gerne. Wozu habe ich sie denn bekommen? Zum Eindrechen, permanentem gängeln und maßregeln? Nein, weil ich sie Liebe und mich jedes von den 3 interessiert und mit jedem muss ich anders umgehen. Fehler dürfen sie genauso machen wie ich auch. Dadurch lernt man. Meine Kinder haben sich auch auf den Fussboden geworfen um ihren Willen durchzusetzen. Aber ich habe nicht gebrüllt oder der Leute wegen versucht auf sie einzureden. Ich habe mich verabschiedet und den Laden verlassen und draußen auf sie gewartet (versteckt). Alle 3 haben es nur einmal versucht, danach nie wieder. So einfach kann das gehen. Ohne große Worte, Diskussionen, Strafen. Auch danach nicht. Kinder sind nun mal so, versuchen immerwieder solche Aktionen, gehört einfach dazu. Versteht das endlich mal. Mich stören solche Kinder nicht, aber die Erwachsenen, die die kleinen dann zusammenbrüllen oder mit permanentem Einreden versuchen das Kind still zu bekommen. Es sind Kinder!!!
Dem kann ich zustimmen. Strafen helfen nicht viel, Konsequenzen schon. Die meisten Wutanfälle kann man auch verhindern. Du kannst Mama beim einkaufen helfen (das geht schon mit zwei Jahren, im Trotzalter) und dann darfst du dir ein kleines wasweißich aussuchen. Kleines Auto, Ü-Ei, egal. Das macht die Kinder glücklich, wirklich. Im Alltag geht die 'erst das dann das' Masche sehr gut. Du darfst das, wenn das erledigt ist. Bei uns gibt es auch manchmal Geschrei (jugendliche Mädchen können ganz schön aus der Haut fahren, ich mache die Hormone verantwortlich ) und das ist auch in Ordnung. Alles wegzuerziehen HAT Schaden angerichtet. Gewaltsame Disziplin und Respekt, 100% Gehorsam ohne zu hinterfragen, sind Dinge, die geholfen haben, aus Kindern Nazis zu machen damals. Selbstverständlich möchte ich, daß mein Kind mich respektvoll behandelt. Also zeige ich ihm, wie das geht. Wie man respektvoll ist. Viel darf unser Jüngster selbst entschieden (den grünen oder den blauen Pullover, Stulle oder Müsli, sowas eben. Da fühlen sich schon ganz Kleine ernst genommen, wenn man ihnen zuhört). Das ist nicht anti- oder überautoritär, das ist repektvolle Erziehung. Und es gehört so viel zum Aufziehen von Kindern, daß ich den Hut ziehe vor (den meisten) alleinerziehenden Müttern. Man muß sich eben sehr viel beschäftigen, anleiten, vorlesen, basteln, verhandeln, wandern gehen, alles was dazugehört. Gut, wir haben auch kein Fernsehen zu Hause. Da macht die Erziehung noch richtig Arbeit.
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  #49 (permalink)  
Alt 15.12.2008, 19:29
stern.de-User
 
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Beiträge: 25
Standard AW: Justin - ein ganz normaler Fall

Ich glaube zu verstehen, was Grantel sagen will:
Es gibt einen Haufen provozierender Jugendlicher, die offensichtlich wissen, dass bei einer verkorksten Erziehung erst einmal die Eltern fällig sind. Die ganz genau wissen, dass die Gesellschaft Schläge der Eltern verpönt.
D.h. diese jungen Menschen erlauben sich so manches (ich geh z.B. Wände hoch, wenn ein Jugendlicher betont langsam die Straße überquert und genau weiß, dass ich mit meinem Auto warten muss).
Diese Jugendlichen haben auch ein Problem: Entweder wurden sie zu großzügig erzogen oder eben zu streng. Keine Ahnung. Nur - DIE können sich das leisten, während durchdrehende Eltern sofort am Pranger stehen.
Ich glaube nicht, dass Grantel mit seinem Beitrag Justin meinte. Justin wurde ohne Grund geschlagen. Oder so.
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