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Die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes geht in diesem Jahr an den österreichischen Regisseur Michael Haneke für sein Drama "Liebe". Das gab die Jury am Sonntagabend zum Abschluss der 65. Festspiele in der französischen Stadt bekannt.


Zurück   stern.de-Forum > stern TV > stern TV - Die "Super Nanny" und der Fall Justin
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  #1 (permalink)  
Alt 16.12.2008, 15:14
stern.de-User
 
Registriert seit: 16.12.2008
Beiträge: 3
Daumen runter STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Das Sendekonzept der "Super Nanny" verlangt von allen Beteiligten äußerste Sensibilität: generell ist die TV-Präsens vs. "es passiert sonst gar nichts" abzuwägen.

Die Redaktion von Stern TV hat sich in wesentlichen Punkten über den Anspruch, das Kindeswohl zu schützen, hinweggesetzt. Das gesamte Sendekonzept steht und fällt in seiner Glaubwürdigkeit damit, dass die einzige "Anwältin des Kindes im Produktionsumfeld" die letzte Entscheidung über den Umfang der Ausstrahlung hat. Ich bin wirklich fassungslos und enttäuscht, dass gegen dieses tragende Prinzip verstossen wurde!!!

Der Zuschauer konnte mit ansehen, wie die betreuende Pädagogin, Frau Saalfrank, unmißverständlich äußert, dass sie die Ausstrahlung folgender Inhalte bei Stern TV nicht verhindern konnte - obwohl sie dies als schädlich für das Wohlergehen von Justin einstuft:

(1) Das Wiedersehen des frisch in einer Pflegefamilie untergebrachte Kind mit der Mutter - Frau Saalfrank sagt klar in der Sendung, dass Sie die Anwesenheit des Fernsehteams für SCHÄDLICH für das Kind hält !!!! TROTZDEM WURDE ES VON EINEM KAMERATEAM VERFOLGT!!!

(2) Die Einbeziehung des Vaters, dessen Rolle "blindlings" medial gestärkt wurde, geschieht entgegen Empfehlung der Pädagogin.

(3) Die weitere Ausleuchtung der privaten Hintergründe der Kindsmutter -zwei weitere Kinder- wurde BEWUSST aus der Ausstrahlung der Super-Nanny genommen... auch über diese Entscheidung setzt sich Stern TV einfach hinweg!!!

Vor allem hätte ich gehofft, dass der Mehrfach-Familienpapa Günter Jauch sich an diesen Stellen entschieden hätte, dem Wohl von Justin Rechung zu tragen! Blanke Ironie: medial wird gefordert, dass sich die Kindsmutter der Beratung der betreuenden Pädagogin fügt... und die selbe Redaktion samt sprachführenden Günter Jauch ignorieren die Empfehlungen blindlings!!!

An diesen Stellen gab es eben niemanden, der das Kind gegen Redaktionsansprüche schützen konnte - wie kann das sein?
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  #2 (permalink)  
Alt 17.12.2008, 12:14
stern.de-User
 
Registriert seit: 11.12.2008
Beiträge: 217
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Du verwechselst da etwas. Die eine Sendung heißt “Super Nanny”, die andere “Stern TV”.
Und Günter Jauch hat letztendlich auch nicht so viel zu sagen. Er bekommt sein Konzept auch vom Sender vorgeschrieben und ist somit nur der Moderator.
Sicher ist es immer eine heikle Sache, solche familiären Dinge im Fernsehen zu zeigen. Auf der anderen Seite rüttelt es so aber auch die Gesellschaft auf, wie man auch hier im Forum sehen kann.
Ich denke, die einzige, die wirklich geschädigt wurde, ist die Mutter. Sie steht jetzt in der Öffentlichkeit und ich denke sie hat kein leichtes Leben in ihrem privaten Umfeld.
Der Junge wird als Opfer dargestellt, ihm wird keiner übel nachreden oder sonstiges. Im Gegenteil, ich denke sogar, er fühlt sich jetzt auch ein Stück sicher, wo doch jeder davon weiß. Er denkt wie ein Kind, das muss man auch berücksichtigen.
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  #3 (permalink)  
Alt 18.12.2008, 15:33
stern.de-User
 
Registriert seit: 16.12.2008
Beiträge: 3
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Kurz zum Vorredner:

(1) "Günter Jauch nur Moderator" - Herr Jauch ist Alleingesellschafter der produzierenden "I & U TV"... damit assoziiere ich nicht nur ein "gewisses Mitspracherecht" sondern sogar eine erhebliche Verantwortung für dieses Vorgehen!

(2) Format "Super Nanny" - die Verantwortung reduziert sich ganz sicher nicht nur auf den Sendeplatz 20.15 sondern auch weitergehende Produktionen für die "Fremdverwertung", die nun ganz sicher in Produktion bzw. Kenntnis und Freigabe der "Tresor TV" geschehen. Verkürzt: wenn gegen die Interessen von Justin gedreht wurde (O-Ton Saalfrank) ist das Vermarktungsziel des Beitrages sicher keine Rechtfertigung!

(3) Aufmerksamkeit vs. Schaden des Kindes: wenn selbst Frau Saalfrank hier die Interessen des Kindes nicht durchsetzen kann fehlt eben GENAU aus "der Sicht des Kindes" die Gewähr dafür, dass Wohl von Justin nicht zu gefährden!
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  #4 (permalink)  
Alt 18.12.2008, 16:49
stern.de-User
 
Registriert seit: 11.12.2008
Beiträge: 14
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Zitat:
Zitat von Goldengirl57 Beitrag anzeigen
Ich denke, die einzige, die wirklich geschädigt wurde, ist die Mutter. Sie steht jetzt in der Öffentlichkeit und ich denke sie hat kein leichtes Leben in ihrem privaten Umfeld.
Der Junge wird als Opfer dargestellt, ihm wird keiner übel nachreden oder sonstiges.
oh man Goldengirl das kann unmöglich dein ernst sein .
Ich hoffe ich habe dich mit deinen Posting missverstanden.

Es kann nicht dein Ernst sein das du schreibst das die wirklich geschädigt ist die Mutter ist
Wer hat sich als prügelnde Mutter der Öffentlichkeit gestellt? Wollte sie das wir alles sagen die arme Mutter ??
Der Junge wird als Opfer dargestellt Hallo ?????

Er ist Opfer .Er wird wahrscheinlich sein ganzes Leben traumatiesiert sein.
Die Mutter wird wenn sie es zulässt therapiert werden.Sie ist vieleicht wenn alles gut geht und sie durch hällt, in einen Jahr so stabil ihr leben vieleicht in den Griff zu bekommen.
Weisst du eigentlich wie lange Justin braucht um das erlebte zu verarbeiten?
Er wurde in die Öffentlichkeit gebracht.Eagl wo er ist wird er erkannt werden.
Wie schlimm ist das fürs Kind ?

Oh man bitte sag das ich dich missverstanden habe.
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  #5 (permalink)  
Alt 18.12.2008, 17:07
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Registriert seit: 11.12.2008
Beiträge: 217
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Ja Motten, ich kann dich beruhigen, du hast mich aber sowas von missverstanden.
Es geht hier nicht um das was Justin erleiden mußte, sondern ausschließlich um die Filmaufnahmen. Lies doch meinen Beitrag noch mal genau durch

Und ich schrieb auch, dass es sicher immer zweifelhaft ist, so etwas im Fernsehen zu zeigen, aber auf der anderen Seite bringt es auch öffentlichkeit, und die braucht es für solche Themen.
Wie gesagt, es ist ein zweischneidiges Schwert, aber immerhin sehen wir es uns ja alle an, auch die, die sich jetzt über die Sendung so aufregen.
Wo keine Einschaltquoten sind, da ist auch keine Sendung mehr.
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  #6 (permalink)  
Alt 19.12.2008, 16:38
stern.de-User
 
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 27
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

@update

Zu behaupten, die Rolle des Vaters sei "blindlinks" gestärkt worden von Stern-TV halte ich für grundfalsch.

Tatsächlich setzt sich die Nanny sogar über das Grundgesetz hinweg, indem sie dem Vater ein Grundrecht verweigern will:

Art. 6 GG
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Ober ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.


Den Beweis, dass das Kind beim Vater zu verwahrlosen droht, sehe ich nirgendwo erkennbar. Der Vater hat sich, im Gegensatz zur Mutter, seit 2 Jahren bewährt, indem er den Kontakt zu seinem Sohn angebahnt und erhalten hat. Dass er wiederum von der Mutter daran gehindert wurde, hat er ja wohl nicht zu vertreten.

Ich finde es doch wohl eher höchst fragwürdig, die Fakten zu verschweigen, dass der Mutter bereits 2 Kinder genommen wurden und unter den Tisch fallen zu lassen, dass der Kontakt zwischen Justin und seinem Vater besteht, um die Mutter in ein besseres Licht zu rücken (zum Schaden von Justin!).

Liebe Grüße
Andrea
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  #7 (permalink)  
Alt 20.12.2008, 21:16
stern.de-User
 
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Beiträge: 3
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

@andrea

Du hast meinen Punkt nicht mitbekommen!!

JA... diese Beiträge mögen zur Beurteilung des Falles beitragen - ich habe dass nicht verneint/bejaht. Und das aus einem einfachen Grund: ich glaube, dass wir mit ca. 90 min TV uns ein finales Urteil darüber wohl kaum bilden können! Daher wohl auch Deine große und grobe Keule "hier werde gegen Grundgesetz verstoßen"... wow!!

Mein Punkt: SELBST WENN eine Darstellung der Umgangtermins, der weiteren Hintergründe, der Mobilisierung des Vaters zur EINSCHÄTZUNG des Fernsehzuschauers beitragen, dürfen diese Beiträge DEFINITIV NICHT GEGEN EMPFEHLUNG der betreuenden Pädagogin nicht entstehen! Ich hoffe einfach das Konzens darüber besteht, dass das Wohlergehen von Justin auch hier das Hauptaugenmerk sein MUSS ... auch wenn davon UNSERE NEUGIER auf Hintergründe leiden muss :-)
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  #8 (permalink)  
Alt 22.12.2008, 13:00
stern.de-User
 
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Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

@update

Zitat: "Die Redaktion von Stern TV hat sich in wesentlichen Punkten über den Anspruch, das Kindeswohl zu schützen, hinweggesetzt. Das gesamte Sendekonzept steht und fällt in seiner Glaubwürdigkeit damit, dass die einzige "Anwältin des Kindes im Produktionsumfeld" die letzte Entscheidung über den Umfang der Ausstrahlung hat. Ich bin wirklich fassungslos und enttäuscht, dass gegen dieses tragende Prinzip verstossen wurde!!!"

Und gegen das Prinzip hat die Pädagogin (die einzige "Anwältin des Kindes im Produktionsumfeld") deiner Einschätzung nach nicht verstoßen? Es war für Justin pädagogisch wertvoll, die Prügelszenen zu veröffentlichen, um einer breiten Masse deutlich zu machen, dass man sich doch ruhig Hilfe holen soll? Das Kind steht für sie immer im Vordergrund und sie fühlt sich besonders in die Kinder ein?

Nicht zu fassen!

Frau Salfrank prangert an, was sie persönlich an Leid für Justin zu verantworten hat. Nur dass ihr Beitrag nun noch durch "unwesentliche" Wahrheiten ergänzt wurde, die ihr Stümpertum noch mehr aufdecken.

Der Empfehlung der Pädagogin ist wohl kaum zum Wohle von Justin weiter zu folgen. Sie und die Mutter sind für Justin ein Alptraumteam mit der Option, dort wieder hin zu "dürfen". Was das für Justin bedeutet, hat wohl schon die Tatsache gezeigt, dass er nicht mal mehr sein Bett hat. Dass da die Glaubwürdigkeit von Frau Salfrank leidet, liegt wohl mehr an der Qualität ihrer Arbeit als an der Tatsache, dass diese von Stern-TV dokumentiert wird.

Aber ist schon klar: Pädagogisch wertvoll und einzige Anwältin des Kindes.


Gott sei Dank nicht! Und es gibt noch andere Erwachsene, die auf das (wirkliche!) Wohlergehen von Justin schauen. Frau Salfrank hat Justin doch wohl nur einen Bärendienst erwiesen, ihn zum Opferlamm gemacht, damit sich andere Eltern Hilfe holen. Danke Stern-TV. Es bleibt wohl nur zu hoffen, dass "Pädagogen" wie Frau Salfrank und dem Jugendamt weiterhin sehr genau auf die Finger gesehen wird, dem Wohl der Kinder folgend.

LG
Andrea
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  #9 (permalink)  
Alt 22.12.2008, 13:15
stern.de-User
 
Registriert seit: 11.12.2008
Beiträge: 217
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Äähm Andrea, du hast die Sendung schon gesehen und auch verstanden, oder?
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  #10 (permalink)  
Alt 22.12.2008, 13:37
stern.de-User
 
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 27
Standard AW: STERN TV ignoriert Rat der Super-Nanny

Ja. Du auch?

Und dir ist die Doppelzüngigkeit nicht aufgefallen?
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