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Herrn Siggelkows Argumente sind bisweilen sicherlich nicht von der Hand zu weisen, doch wird dabei zu wenig klar gemacht, dass es sich bei den gezeigten Fällen normalerweise um Ausnahmen handelt. Ich bezweifle dabei nicht, dass Herr Siggelkow bei seiner täglichen Arbeit tatsächlich oftmals mit ähnlichen Situationen konfrontiert wird. Es kann jedoch nicht sein, dass dabei alle Jugendliche über einen Kamm geschert werden. Die Berichterstattung des Einspielers war zudem höchst tendenziell. Zwar spielen für einen derartig übermäßigen Umgang mit Sex und Pornographie das elterliche und allgemeine soziale Umfeld eine große Rolle, doch dass beispielsweise Robin keinen Schulabschluss gemacht hat und Drogen konsumiert hat in der Reportage nichts zu suchen. Genauso wie etwaige Sexualexzesse sind das meines Erachtens nicht mehr als Symptome verunglückter Erziehung, aber nicht die Ursache für seine Einstellung zu Liebe und Sex. Der Bericht erweckte den Eindruck, dass fast alle Jugendlichen der heutigen Zeit unfähig zu lieben sind und zusätzlich pauschal ein Drogenproblem haben und über keinen Schulabschluss verfügen.
Ich wehre mich hiermit ausdrücklich gegen eine derart undifferenzierte Betrachtung und pauschale Verurteilung meiner Generation. Ich selbst bin 21, habe ein gutes Abitur, mache gerade eine Ausbildung und werde hinterher studieren. Bei den meisten Leuten in meinem Alter schaut es ähnlich aus, es geht also auch anders. Es gibt immer zwei Seiten, und diese Aussage fehlte mir in der Sendung völlig. Im Übrigen habe ich noch eines hinzuzufügen: Wenn man einen Blick auf die Damen und Herren wirft, die politische Ämter in diesem Land bekleiden, ist es kein Wunder, dass es genügend Eltern ohne Verantwortungsbewusstsein und sozialer Kompetenz gibt. Da gibt ein Herr Beckstein zwei Wochen vor der bayerischen Landtagswahl tatsächlich die Aussage von sich, man könne nach ein bis zwei Maß noch problemlos autofahren. Wenn den Erwachsenen und potenziellen Eltern derartige Binsenweisheiten eingetrichtert werden, braucht man sich nicht wundern, wenn in manchen Familien die heutige Erziehung völlig falsche Werte vermittelt. Meine Stimme bekommt die CSU dieses Mal jedenfalls sicherlich nicht. |
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Tun Sie mir bitte einmal den Gefallen und setzen Sie sich in einen Städtischen Bus so gegen 12-13 Uhr wenn die Schüler aus der Schule kommen.
Sie werden selbst merken, wie viele Kinder und Jugendliche Pornografische Lieder auf Ihren Handy´s hören - oder lauthals im Bus über das Thema Sex rumschreien!!!! Da ich selber eine Tochter von fast 6 habe, finde ich es richtig, das Stern TV diesen Beitrag GENAU SO GEZEIGT HAT!!!!!!!!!! -> Vielleicht hat er zusehenden Eltern die Augen geöffnet, die bislang schlampig mit diesem Thema umgegangen sind!!!!!!!! |
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Man kann sich über alles echauffieren, wenn man nur will. Ja, ich kenne diese Art von Jugendlichen. Ja, ich finde deren Verhalten auch mehr als nur bedenklich. Aber mal ehrlich, niemand glaubt doch ernsthaft, dass diese pubertierenden Kinder bereits alle Sex hatten und diese "Show", die nach außen hin abgezogen wird (was ja gerade bei Jungs zwecks Imponieren in dem Alter ganz normal ist), auch tatsächlich der Wahrheit entspricht. Die Leute wollen "cool" und "in" sein, weil das in den Medien so propagiert wird. Das ist oberflächliches Gehabe, mehr nicht. Das heißt aber nicht, dass ich das gut finde, ganz im Gegenteil. Man muss aber auch mal die Kirche im Dorf lassen, alles was Recht ist. Bei den meisten Jugendlichen ist das nicht mehr als eine Phase, die sich nach ein paar Jahren wieder legt.
Der Beitrag war reißerisch und auf den durchschnittlichen Bildzeitungsleser zugeschnitten. Objektive Berichterstattung ist was anderes. Um es mal mit den Worten des zuständigen Redakteurs auszudrücken: Wir sollten unbedingt Rock'n Roll verbieten, das ist Musik des Teufels. Geändert von Vuescapes (17.09.2008 um 22:56 Uhr). |
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Zitat:
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Es ist schon ein Schlaglicht auf unsere Gesellschaft, wenn "Hartz-IV"-Empfänger pauschal abgewertet werden - wie in diesem Beitrag.
Ich habe in meinem Beruf viel mit armen Menschen zu tun, und alle jungen Leute wünschen sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben mit Familie und Beruf zu erreichen; die meisten Armen bemühen sich um ein anständiges Leben und haben strengere Moralvorstellungen als die "Mittelschicht". Doch kaum kommt heraus, dass sie in "bestimmten" Verhältnissen leben, sind sie stigmatisiert, können sich anstrengen wie sie wollen - und nichts kommt heraus. |
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