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Am Herzschlag des Rocks

Generationen von Rockfans hingen nachts vor dem WDR, um bei der Kultsendung "Rockpalast" ihre Stars live zu erleben. Im "rock'n'popmuseum" in Gronau gibt es die Ausstellung dazu.

Es gibt nur wenige Sendungen im deutschen Fernsehen, die das Prädikat "Kult" für sich beanspruchen können. Der WDR-Rockpalast gehört sicher dazu. 1976 ging er zum ersten Mal auf Sendung, bis 1986 waren die langen Rockpalast-Nächte Pflichtprogramm für Fans von Live-Musik.

Nach fast zehnjähriger Pause startete dann 1996 die zweite Staffel des Rockpalastes. Große Festivals wie "Rock am Ring" oder das "Bizarre"-Festival, bei denen Stars wie Lenny Kravitz, Simple Minds oder die Red Hot Chili Peppers auftraten, konnte man auch ohne Festival-Stress gemütlich am Bildschirm verfolgen.

Dieser zweiten Staffel widmet das rock’n’popmuseum Gronau die Ausstellung: "Rockpalast – Fotografien 1996-2005" Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Fotografien von Rainer Leigraf und Thomas von der Heiden. Die beiden Fotografen begleiten den Rockpalast seit 1996 bzw. 1997. In den letzten zehn Jahren haben sie zusammen weit über 1000 Bands fotografiert. Ihre Bilder zeigen die Stars nicht nur in voller Aktion auf der Bühne, sondern auch backstage, und zwar in Portrait-Aufnahmen.

120 bisher unveröffentlichte Musikerporträts

Rund 120 dieser bislang unveröffentlichten Fotografien werden im "rock’n’popmuseum" zu sehen sein. Die Palette reicht dabei von den Metall-Urgesteine Iron Maiden über REM, Sheryl Crow und Metallica bis hin zum berühmtesten Gronauer und Initiator des "rock’n’popmuseums", Udo Lindenberg. Einige Fotografien, darunter die von Iggy Pop, Marilyn Manson, Biohazard, Eric Burdon, Marla Glenn und Ville Vallo (HIM), werden dabei auf großformatigen Textilfahnen präsentiert.

Multimediales Spektrum mit Audio- und Videomaterial

Daneben zeigt die Ausstellung Archivmaterial des WDR, der Ton- und Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat. So sind zahlreiche Bilder mit O-Tönen der Porträtierten verbunden, die über ein Audiosystem abgerufen werden können.

Fehlen dürfen natürlich auch nicht Ausschnitte aus den Rockpalast-Sendungen. Peter Rüchel, ehemaliger Redakteur des Rockpalastes, hat insgesamt vier Filme zusammengestellt, die im täglichen Wechsel auf einer Großleinwand gezeigt werden. Zwei zeigen die besten Auftritte der Rockpalast-Geschichte, unter anderem von Bob Marley, Bob Dylan, Bruce Springsteen und BAP. Die anderen beiden widmen sich dem Bizarre-Festival im Jahr 2001.

Dazu kommen Erinnerungsstücke aus dem Alltag des Rockpalastes: z.B. eine Set-Liste von The Who, Regie-Anweisungen des langjährigen Rockpalast-Regisseurs Christian Wagner und schriftliche Zitate der Stars.

Die Ausstellung "Rockpalast - Fotografien 1996-2005" ist noch bis zum 11. Juni im "rock'n'popmuseum" in Gronau zu sehen.

kbu
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