Bilder, die zu Ikonen wurden

23. Oktober 2013, 14:25 Uhr

Er war kantig, kämpfte gegen die Nazis und für eine neue Ostpolitik. Willy Brandt berührt bis heute. Im Dezember wäre er 100 geworden. Der stern widmet ihm ein Sonderheft und eine Ausstellung.

72 Bewertungen
Willy Brandt in Bonn 1974. Das Bild endstand kurz nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler. Zwei Jahre zuvor hatte er die Wahl gewonnen - jetzt brachte ihn die Guillaume-Affäre zu Fall. Günter Guillaume war einer der engsten Mitarbeiter Brandts - und ein DDR-Spion.

Der Fall Guillaume kommt schnell in den Sinn, wenn man den Namen Willy Brandt hört. Auch seine Flucht vor den Nazis ist im Gedächtnis, genauso wie die Einreise nach Hitler-Deutschland mit falschen Papieren und sein Widerstand gegen die Nationalsozialisten.

Eigentlich hieß dieser aus dem Lübecker Arbeitermilleu stammende Sozialdemokrat Herbert Frahm. Den Decknamen Willy Brandt hatte er sich 1934 zugelegt. Nach dem Krieg ließ er ihn als seinen offiziellen Namen anerkennen.

Willy Brandt war eine widersprüchliche Persönlichkeit - kantig und wohl auch manchmal einsam. Porträts von ihm sind heute Ikonen der Fotografie. Der stern hat ein Sonderheft zu Brandts 100. Geburtstag herausgebracht und zeigt Fotos von ihm in einer Sonderausstellung. Am 18. Dezember wäre der große SPD-Politiker 100 Jahre alt geworden.
©