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Das Leben im Reich der Toten

Seit Jahren ist der Wohnraum in der ägyptischen Millionen-Metropole Kairo knapp. Doch die Menschen wissen sich zu helfen: Ganze Familien leben zwischen Gräbern auf Friedhöfen - und das oft schon seit Generationen.

  Zwanzig Millionen Einwohner hat Kairo - und gilt somit als eine der größten Städte der Welt. Der Wohnraum in der Nil-Metropole ist knapp, weswegen sich viele Bewohner der Nekropolis glücklich schätzen, einen Wohnort zwischen den Gruften gefunden zu haben. Und wie in einem normalen Stadtteil, darf auch ein Barbier in der Stadt der Toten nicht fehlen - er rasiert die Männer vor dem traditionellen Freitagsgebet.

Zwanzig Millionen Einwohner hat Kairo - und gilt somit als eine der größten Städte der Welt. Der Wohnraum in der Nil-Metropole ist knapp, weswegen sich viele Bewohner der Nekropolis glücklich schätzen, einen Wohnort zwischen den Gruften gefunden zu haben. Und wie in einem normalen Stadtteil, darf auch ein Barbier in der Stadt der Toten nicht fehlen - er rasiert die Männer vor dem traditionellen Freitagsgebet.

Sie nennen es Nekropolis - oder einfach die Stadt der Toten: Im Südosten der ägyptischen Millionen-Metropole Kairo liegt ein riesiger Friedhof, der aus einem Netz aus Gruften und Mausoleen besteht. Doch die letzte Ruhestätte für Verstorbene ist gleichzeitig auch der Lebensmittelpunkt zahlreicher Menschen in Ägypten. Einige leben hier, um auch nach ihrem Ableben der Verwandtschaft nahe zu sein. Andere fanden zwischen Gruften und Gräbern eine neue Heimat, nachdem städtische Erneuerungsprojekte viele Menschen aus der Innenstadt Kairos vertrieben hatten. Die Stadt der Toten erstreckt sich über ein Gebiet von 6,4 Quadratkilometern. Laut Schätzungen einer ägyptischen Regierungsbehörde gibt es in dem Nil-Land rund 1.200 Slums.

Bis zum Jahr 2020 braucht das Land laut Schätzungen der Regierung bis zu fünf Millionen neue Unterkünfte, um mit dem ägyptischen Bevölkerungswachstum mitzuhalten. Die Gründung der Nekropolis von Kairo geht ins Jahr 642 nach Christus zurück. Doch ist die Stadt der Toten kein Slum im klassischen Sinne: Viele der Bewohner leben seit Generationen hier - und fühlen sich durchaus wohl: Ein Bewohnerin sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Das Leben mit den Toten ist sehr leicht und angenehm - es sind die Menschen, die noch leben, die einem Schaden zufügen können." Unsere Fotostrecke liefert faszinierende Einblicke in den Alltag in Nekropolis. 

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