Stars hinter Schlafmasken

Freddy Langer hat 30 Jahre lang Prominente fotografiert. Das Besondere: Alle haben eine Schlafmaske getragen - aber keinen hat Langer im Schlaf überrascht. Derzeit werden die Fotos in Münster gezeigt. Von Verena Kuhlmann

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Nein, diese Aufnahmen zeigen keine Stars auf Langstreckenflügen im Flugzeug. Sie sind Teil eines Projekts, das Fotograf und Journalist Freddy Langer in den letzten 30 Jahren verwirklicht hat. Dabei sind 200 Aufnahmen zusammengekommen, die eines gemeinsam haben: Sie zeigen Schauspieler, Musiker, Schriftsteller und Sportler mit einer Schlafbrille. In der Ausstellung „Lost Faces“ im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster wird die Sammlung jetzt ausgestellt.

Die Idee zum Projekt kam Langer durch Zufall, als auf seinem Küchentisch eine Schlafbrille neben der Polaroidkamera lag. Seitdem sucht er immer neue Motive – aufhören will er erst, wenn er Madonna und den Papst mit dem Accessoire vor seiner Linse hatte. Der ästhetische Kern der Fotografien liegt laut Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller in der Verhüllung: „Langers Bilder lassen viel Freiraum für die Fantasie des Betrachters, denn das Verhüllen ist meistens interessanter als das Enthüllen.“ Trotz Maskierung sind die Stars auf den Fotos aber gut zu erkennen.

Die einzige Person, die sich bisher geweigert hat, an Langers Projekt teilzunehmen, war Künstler Christo. Das überrascht vor allem, weil gerade Christo durch die Verhüllung bedeutender Gebäude bekannt wurde. Der Grund für seine Absage: „Ich lass mich doch nicht verpacken.“ Travestiekünstler Lilo Wanders dagegen, hatte kein Problem mit der Verpackung.

 
 
 
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