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Bitte sagen Sie jetzt nichts... Nachruf auf einen großen Künstler, der die Deutschen seit mehr als einem halben Jahrhundert damit amüsiert, dass er sie liebevoll durchschaut hat.
Der nach 16 Jahren auf der Flucht gefasste frühere Gangsterboss James "Whitney" Bulger" ist von Los Angeles nach Boston überstellt worden.
Ohne Henry Ford würden die Straßen der Welt anders aussehen. Man kann den Amerikaner getrost Vater der Automobilindustrie nennen. Doch auch dem Traditionsunternehmen Ford macht die internationale Automobilkrise zu schaffen. Da die Autowirtschaft für den Ingenieur ein Garant für den Weltfrieden war, ist es Zeit für einen Rückblick.
Indien ist einer der aufstrebenden neuen Großmächte. In einer siebenteiligen Serie hat stern.de den faszinierenden Subkontinent porträtiert. Diesmal: Der Versuch den indischen Volkssport Nummer Eins, Cricket, zu erklären.
Da stand er, der Londoner Bürgermeister Boris Johnson im Pekinger Vogelnest: Freudestrahlend schwenkte er die olympische Fahne, in seinen verkrumpelten Hosen, mit offenem Blazer und grinste unzähmbar in die Kameras. Seitdem fragen die Briten bange: Haben wir uns blamiert in Peking - oder nicht?
Wenn der Festivaltag vorbei ist, wenn die Yachten ihre Stege eingeholt haben und der rote Teppich abgefegt ist, gibt es diese kleine Phase der Ruhe in Cannes. Und in der trifft man auf der Croisette seltsame, schöne und auch unglückliche Nachtgestalten.
Jutta Kleinschmidt ist am Freitag auf der ersten echten Prüfung der 26. Rallye Dakar etwas ins Hintertreffen geraten.
Nein, die Kaiserin wanderte auf Madeira, um sich von der Schwiegermutter zu erholen. Und sie musste viel wandern. Heute könnte sie sich auf der Blumeninsel komfortabler verwöhnen lassen, jeden Tag in einem anderen Wellness-Palast.
Die schweren Krawalle in Nordirland halten an. Auslöser der Gewalt war die Umleitung eines traditionellen Marsches des protestantischen Oranierordens durch vorwiegend katholische Wohngebiete.
Der Jetlagger fliegt wieder. Erste Station ist Berlin, danach eine Hochzeit in Franken und dann noch kurz zur Stipvisite nach München. Business & Pleasure. Während es in Moskau für die Jahreszeit ungewöhnlich kalt ist, herrscht in Berlin noch der Spätsommer. Martin kommt nach Schönefeld, um mich abzuholen. Ich kenne ihn schon seit mehr als 12 Jahren. Wir haben uns über das Snowboarden kennengelernt und schon die ein oder andere Spur in den tiefen Powder der französischen See-Alpen gezogen. Martin und ich hatten beide den Hang zum Extremen und waren oft auf der Suche nach dem nächsten Adrenalin-Kick. Dabei lief er schon immer zweispurig und machte die Grätsche vom golfspielenden Gentleman zum Snowboard Punk. Heute hat er Handicap von 10 und lebt praktisch auf dem Golfplatz. Martin produziert Mode und ist Teilhaber einer trendigen Boutique am Prenzlauer Berg. Nebenher organisiert er Veranstaltungen, wie den Bowler Cup, eine beliebte Golfturnierserie der besonderen Art. Was mir an ihm gefällt ist, wie er das Leben zelebriert. Er arbeitet hart, gönnt sich aber auch den ein oder anderen Luxus. Das immer stilvoll, trotzdem extrem trendig und cool. Es gibt wenige Leute die die Spagat von Stil und Cool hinbekommen. Martin hat ein Auge für das Detail und das ist sein Erfolgsrezept im Busineß. Ich schlafe gerne bei Freunden, wenn ich unterwegs bin. Ein Hotel wäre einfach zu langweilig. Bei Freunden liegt man bequem auf der Couch oder dem Gästebett, hat die Annehmlichkeiten eines richtigen Zuhauses und neben guter Unterhaltung auch immer den Insider, welcher einem "seine" Stadt zeigt. Ausserdem lerne ich bei jedem Besuch immer etwas Neues dazu. Es ist schon wieder ein Jahr vergangen, seit ich Berlin das letzte Mal einen Besuch abgestattet habe. Damals hatten Martin und seine Freunde Jens , Sebastian und Taras extra ein Whiskey Tasting organisiert. Auf dem Tisch standen 8 Flaschen besten Scotch und wir erlebten eine kulinarische Reise durch Schottland. Martin liest zuerst aus einem Reiseführer und erzählt uns etwas über das Gebiet, aus welchem der Scotch kommt. Dann legt er den Reiseführer zur Seite und ließt aus einem anderen Buch über Whiskey. Er erzählt etwas über die Brennereien, die Fässer und den Geschmack, welchen wir zu erwarten haben. Es hagelt unbekannte Definitionen wie torfig und salzig. Ich bin kein großer Whiskey Fan, bin jetzt aber doch gespannt auf den Schluck aus meinem Glas. Nachdem wir alle 8 Flaschen durchprobiert haben, sind wir zwar gut betrunken, haben aber wirklich den Vergleich und ich habe gelernt, daß ein Whiskey von der Küste so salzig hart wie das Meer schmeckt, während ein Tropfen aus dem Hochmoor eine torfige Note hat. Das liegt am Wasser und der Luft im Herstellungsgebiet, erklärt mir Martin. Auch dieses Mal steht wieder eine kleine Veranstaltung an, doch zuerst fahren wir hinaus auf's Land, um ein paar Golfbälle zu schlagen. Dieser elegante Sport begleitet mich seit meiner Kindheit. Im Gegensatz zu Martin hatte ich allerdings lange eine Abneigung gegen das elitäre Gehabe im Golfclub. Meine Großmutter war eine sehr gute Golferin und sie wünschte sich nichts mehr, als daß ich mein Skateboard in die Ecke stelle und mir ein anständiges Handicap erarbeite. Daraus wurde leider bis heute nichts. Ich laufe immer noch meiner Platzreife hinterher, spiele aber hin und wieder mit einem Pro und darf sogar mal über den Platz laufen. Nach einem Jahr ohne Training fliegen meine Bälle unkontrolliert hin und her. Martin nimmt sich die Zeit und korrigiert mich. Nach einer Weile klappt es dann auch wieder. Trotzdem fliegt nur jeder 5 Ball dorthin, wo ich ihn haben will, während Martin einen Ball nach dem anderen geradlinig hinter die 200 Meter Marke setzt. "Wer ko der ko!", sagen wir in Bayern. Zuhause bei Martin lege ich den Vodka in's Kühlfach. Außerdem habe ich auch Kaviar im Gepäck. Martin kam gerade aus Paris zurück und hat eine Käseplatte mitgebracht. Jens und Taras sind auch wieder dabei. Als Aperitif haben wir Champagner, danach kroatischen Weißwein, wir Schlemmen Kaviar und Shrimp, trinken Vodka und essen stinkenden Käse zum Nachtisch. Heute lassen wir es uns ausnahmsweise mal gut gehen, zelebrieren das Leben, reden über die alten Snowboarder Zeiten und über das Leben mit Mitte 30ig. Ich erzähle von Moskau und bringe den Jungs bei, wie man einen Russischen Tost ausbringt. Irgendwann gegen Mitternacht beginnt eine Putting Session. Von Martins Gästezimmer 15m quer durch das Wohnzimmer. Erstaunlich, wie das nach so vielen Vodkas noch gut klappt. Später falle ich erschöpft in mein Bett. Es war ein langer Tag. Während ich einschlafe, höre ich die Jungs noch Reden. Es ist schön. Weg von daheim und doch Zuhause bei Freunden. Berlin hat sich wahnsinnig verändert. Nein, nicht seit meinem letzten Besuch, aber seit dem ich das erste Mal zu hier war. Ich denke das war um 1992. Ich nehme mir gerne die Zeit und vergleiche das Damals mit dem Heute. Gerade in Mitte und dem Osten der Stadt ist der Wandel für mich so faszinierend wie unglaublich. Ich bin gerne in Berlin. Für mich ist es eine multikulturelle Großstadt, aber doch nicht so chic und schnöselig wie Hamburg oder München. Berlin erhält sich seinen Underground, seine Künstler und Punks in Kreuzberg und am Prenzlauer Berg, während die Friedrichstrasse von Leuten im Nadelstreifen-Anzug mit schnittigem Haarschnitt regiert wird. Berlin ist immer noch eine Stadt der Gegensätze, aber mit einem eindeutigen Hang zum Alternativen. Aus der ehemaligen Insel im Kommunismus wurde Hauptstadt. Eine Stadt, welche so wenig unsere international bekannten deutschen Klischees von Geradlinigkeit, Konservativität und Arbeitswut repräsentiert. So staunt sicher der ein oder andere ausländische Besucher, wenn er durch die Kastanien-Allee aka Casting-Allee wandert und sich zum Peoplewatch in einem der unzähligen Strassen-Cafes niederläßt. Am Abend haben wir noch kurz einen Drink im Münzsalon. Das ist ein Privatclub im ältesten Haus Berlins, in der Münzstraße. Eine Mitgliedschaft in diesem Club kostet soviel wie der Monatsbeitrag im Golfclub. In diesem wunderschönen Salon treffen Berliner Punk, Kunst, Stars und die Geschäftswelt aufeinander. Dort trinkt Campino mit dem Bahnchef Mehdorn und Vicky Leandros, sagt man. Ein Platz des Miteinanders und Austausches, nicht nur für den Jetset, sondern auch für die einfachen Holzklassenflieger, wie mich. Am nächsten Morgen muß ich weiter. Ich nehme mir einen Mietwagen und fahre 500 Kilometer gen Süd-Westen. Dort in Oberfranken wartet eine ganz besondere Hochzeit. Michael ist ein begnadeter Tätowierer, einer meiner besten Freunde und wir haben die ein oder andere Geschichte zusammen erlebt, aber darüber erst demnächst beim Jetlagger. Hier sind noch mehr Berlin - Fotos.
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