Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Heimweh, Heimat, Zuhause sind zentrale Themen der Bilder von Bruce Weber. Wirklich jedes der Motive habe etwas damit zu tun, sagt er: "Wieder dahin zu kommen, wo man herkommt, das ist doch bei uns allen so."
Kommende Ausgabe mit einer ganz persönlichen Bildauswahl des amerikanischen Top-Fotografen erscheint am 14. Dezember 2004
Vor Sante D'Orazio haben sich die Schönen und Reichen immer gern ausgezogen. Neben den zu erwartenden Models und Leinwandgöttinnen übrigens auch Männer.
Oder: Wann ist das Leben so eine Achterbahn, das die Achterbahn ein Leben ist? Worum es heute geht: Busfahren, Schnittchen, Möhren, Sigur Rós, Marie hat Geburtstag, gespaltene Gefühle, gefühlte Gespaltenheit, Alexander lässt einen Drachen steigen, Christo und Jeanne-Claude, Sam Shephard/Bruce Weber und ein Schlusswort von Charles Bukowski. Seitdem der getrennte Papi kein Auto mehr hat, fährt er Bus, das Fahrrad ist ihm geklaut worden und ein neues ist in der Versicherungs-Pipeline, Busfahren ist übrigens sehr entspannend, man sieht so andere, viele, ganz andere Menschen, fröhlich, traurig, gespannt, verknallt, laut, leise, stumm, mit Gepäck und ohne, kleine Kinder, große Kinder, Multi-Kulti ohne Ende, obwohl uns Politiker vorquasseln, es sei doch vorbei damit, Kulti-Multi hat es hier auch, der getrennte Papi jedenfalls kann im Bus fein seinen Gedanken nachhängen. War dieser Satz jetzt arg zu lang? Egal, ist ja der Papi-Blog. Und eigentlich hätte ich heute Abend noch einen Termin gehabt, aber den konnte ich kurzfristig absagen (Danke, Mr. Big !), weil ich das überwältigende Bedürfnis hatte, nun des Abends den 29. Blog zu schreiben. Also mit der 109 zum Hauptbahnhof gedüst, ins neue St.Georg-Zuhause, ab unter die Dusche (fast heiß), danach Schnittchen gemacht, einige Möhren dazu, Bionade (Ingwer-Orange, my favourite) aus der Pulle, Sigur Rós in den CD-Player geschmissen, der Titel der Doppel-Albums ( "Heima" ) passt sowieso, irgendwie ist dem getrennten Papi isländisch zumute (was immer das sein mag - mögen Sie völlig zu Recht fragen), in die rechte Sofa-Ecke wirft er sich, das Laptop findet seinen Platz auf der breiten Lehne und es wird geschrieben. Marie ist heute neun Jahre geworden und wie Millionen von Vätern vor dem getrennten Papi und Millionen von Vätern nach ihm, denkt er sich: "Himmel, wo ist die Zeit bloß geblieben?" Gibt es sie doch, die Zeitdiebe oder sind die Zeiten bisweilen einfach diebisch und wir lassen sie einfach zu rasch durch unsere Finger gleiten wie das Wasser in einem sehr klaren, aber doch etwas zu kalten Gebirgsbach, der auf den ersten Blick ganz so wunderbar anzuschauen ist, mit dessen unsichtbaren Stromschnellen wir jedoch auf den zweiten es vielleicht nicht aufnehmen wollen? Nun, so ein eiskalter Gebirgsbach kann uns entschleunigen, das schafft allerdings ein Kindergeburtstag mit links - freilich ist der getrennte Papi erstmal mit sehr gespaltenen Gefühlen in seine Ex-Daheim gefahren und war so in seine Gedanken und Gefühle verstrickt, dass er im Bus einige Stationen zu spät ausgestiegen ist, retour fahren musste, besser war's, im Auto wäre er vermutlich über Rot geraten, wer sich verstrickt, kommt manchmal darin um...so, da bin ich wieder, zwischendurch eine Birne geschält, falls es jemanden etwas angehen sollte. Warum also die gespaltenen Gefühle? Logo, weil der Papi getrennt ist und weil er morgens eben nicht Marie in den Arm nehmen konnte und weil der Happy-Birthday-Anruf vor der Schule eben nicht das Gleiche ist wie gemeinsames Auspusten der Geburtstagskerzen morgens um sieben oder zusammen Auspacken der Geschenke oder süsses Zerkrümmeln des obligatorischen Zitronenkuchens. Alexander bekommt das eine oder andere kleine Präsent, ist ein bisschen angefasst, dass er nicht schon wieder Geburtstag hat, ist doch schließlich schon zwei Wochen her, der getrennte Papi entsinnt sich: in solchen Situationen hat er sich als Pöx einfach mal unter einen Tisch gekauert und ziemlich lang geschmollt und irgendwann gelang es, ihn rauszulocken und er stand kurz im Mittelpunkt und die Sache hatte sich erledigt. Nur, die gefühlte Gespaltenheit in diesen Tagen erledigt sich keineswegs pronto, denn neun Jahre sind neun Jahre sind neun Jahre, die hinter dem getrennten Papi liegen wie eine tiefe Furche in seiner Lebensspur, die hier und da über den Kopf ragt oder gar über ihm zusammenschlug als würde er lebendig begraben, aber dann wachte er nass geschwitzt doch wieder auf und hat es glücklicherweise lediglich geträumt, puh. Und zu diesem innerlichen Gedröhne passt es prima, dass Alexander vor die Tür will, um den Piraten-Drachen steigen zu lassen, den ihm der getrennte Papi mitbrachte. Raus an die frische, neblige, verhangene Luft, der modrige Geruch der Blätter hängt drin, der kleine Drache schwingt sich nach oben und Alexander und der getrennte Papi juchzen als hätten sie das Drachensteigen soeben erfunden. Im Haus spielt Marie mit ihrer besten Freundin und hat das Geschenk des getrennten Papi im Arm, ein Plüschpferd, um den Hals ein Tuch auf dem doch tatsächlich der Name des Bruders steht, das finden die Geschwister saukomisch und sie lachen sie scheckig und schräg und schräg und scheckig. Das Kaffeetrinken mit Mama und Omi und Opi gestaltet sich durch die Kinder entspannt, gleichwohl spürt der getrennte Papi die gefühlte Gespaltenheit, sie stichelt und sticht und bohrt und biegt sich ins Herz, sie umklammert es wie das Glück, wenn es unverhofft aus irgendeiner Ecke heraus uns lauernd anschaut mit diesem surrealistischen Blick: "Erkennst Du mich in Dir oder erkenne ich mich in Dir?" Dann ist es dunkel, verdammt, die Tage werden wieder so blöde und sinnlos kurz, Marie hat noch etwas für den getrennten Papi eingepackt, sie hat ihm in der Schule ein Krokodil gebastelt, steht schon auf einem Fensterbrett und Christo und Jeanne-Claude scheinen es aus ihrem Bild von sich aus anzulächeln, das ich heute endlich mit einem Rahmen versehen habe, ein schwarz-weißer Original-Print aus den Seventies, es zeigt die Beiden während ihres "Running Fence" in Kalifornien und das Glück lauert da nirgendwo, es springt geradewegs aus ihren Augen (Danke, Wolfi !). So, jetzt gibt's noch einen Pfefferminz-Tee und einige Seiten Buch im Bett. "Sam" von Bruce Weber ist dem getrennten Papi wieder mal in die Hände gefallen, eine kleiner photographischer Geniestreich wie Mr. Weber den Sam Shephard eingefangen hat, samt Jessica Lange, what a great couple. In diesem Büchlein finden sich die Hollywood -Schlussworte (für heute) von Charles Bukowsk i: "Lawyers, doctors, plumbers, they made all the money. Writers? Writers starved. Writers suicided. Writers went mad." Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Star-Fotograf Bruce Weber versteht es zu verführen: Eigentlich wollten sich Heidi Klum und 22 weitere Models nicht ausziehen. Bei den Shootings zum neuen Pirelli-Kalender taten sie es doch.
Ursprünglich als Mittel der Kundenbindung gedacht, hat sich der Pirelli-Kalender zu einem geachteten Bildband erotischer Fotografie gemausert. Ein neues Buch versammelt alle Jahrgänge seit 1964.
Er ist der König der Kalender: Seit mehr als 40 Jahren steht der Name Pirelli nicht nur für einen italienschen Reifenhersteller, sondern auch für einen Kalender mit ästhetisch anspruchsvollen Aktfotografien.
Liegt es an den knappen Kreationen oder den knackigen Kerlen, die sie tragen? Designer Calvin Klein machte Feinrippunterwäsche wieder tragbar und sorgte mit freizügigen Werbeplakaten für Aufsehen. In diesem Herbst feiert das Modelabel sein 25-jähriges Jubiläum.
Und schaden kann es auch nicht, einen großen Namen zu tragen: Elettra Rossellini hat als Model gerade ihren ersten Millionenvertrag unterschrieben - bei dem Konzern, der ihre Mutter Isabella einst feuerte.
Der Amerikaner fotografierte fettleibige Menschen in Nudisten-Camps, betrunkene Huren und Waffennarren, viel Nacktes, ungeschminkt und pickelig. Seine Bilder provozieren und bilden doch nur das normale Leben ab, sagt er.
Freunde und Kenner nennen ihn zärtlich "The Cal": Der Pirelli-Kalender genießt seit Jahrzehnten Kult-Status. Eine Ausstellung in Berlin widmet sich dem Phänomen - mit vielen Bildern.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?Ausstellung Brooke Shields Calvin Klein Erotik Kleidung Lexington Avenue Magier Mama Miami Beach Nicole Kidman Pamela Anderson Pirelli Savile Row Stufen Terry Richardson
Adriana Lima Annie Leibovitz Chet Baker Cindy Crawford Demi Moore Georg Gänswein Heidi Klum Helmut Newton Herb Ritts Horst P. Horst John Galliano Kate Moss Larry Clark Le Corbusier Mario Testino Michael Moore Naomi Campbell Ottmar Hitzfeld Patrick Demarchelier Peter Lindbergh
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".

Bruce Weber (* 29. März 1946 Greensburg ist ein US-amerikanischer Fotograf und Filmproduzent. Er wurde als Sohn eines Fotografen in Greensburg geboren. Er lebt und arbeitet in New York.
09:27 Dax mit guten Vorgaben wieder auf Rekordkurs
09:26 «Farmville»-Macher Zynga spielt hohen Verlust ein
09:26 88 Flugausfälle wegen Schnees in München
09:25 CDU-Vize verteidigt Aufschub der Griechenland-Hilfen
09:23 Winzling im Laub: Kleinstes Chamäleon der Welt entdeckt
09:14 Surfspuren verwischen in Google Chrome
09:13 Stahl- und Metallbetriebe steigerten Produktion 2011 um 12 Prozent
09:13 Gymnasium in Ohio bezahlt Schüler für Teilnahme am Unterricht