Nach jahrzehntelangen Querelen ist es endlich Wirklichkeit geworden: Im oberbayerischen Bernried hat Lothar-Günther Buchheim sein aufregendes Museum der Phantasie bekommen.
Es gibt Menschen, die sind nie zufrieden. Lothar-Günther Buchheim ist so einer. Immer hat er was zu nörgeln und zu meckern, nie kann er sich richtig freuen, immer denkt er, die Welt habe sich gegen ihn verschworen. Dabei hat Buchheim allen Grund, froh zu sein. Mehr als das: Er könnte jauchzen und frohlocken über das Glück, das ihm widerfahren ist. Der bayerische Staat hat ihm nämlich in Bernried am Starnberger See ein Museum gebaut.
83 Jahre alt ist Buchheim jetzt, hat den Krieg im U-Boot überstanden, Bilder gemalt und einen Verlag gegründet, Bestseller geschrieben und eine grandiose Kunstsammlung zusammengetragen. Fast 30 Jahre lang träumte er davon, die wertvollen expressionistischen Gemälde und die weniger wertvolle, aber kuriose Ansammlung von Volkskunst, die sein Haus in Feldafing zu sprengen drohte, in einem eigenen Museum unterzubringen. Nun ist der Traum Wirklichkeit geworden: Das »Buchheim Museum der Phantasie« ist fertig. Aber der Meister grummelt immer noch griesgrämig vor sich hin.