Einschlafen ist für Paare oft ein Ritual, ob Löffelchenstellung oder Rücken an Rücken. Doch was passiert im Schlaf? Paul Schneggenburger zeigt in seinen Fotos: Da kommt eine Menge Bewegung ins Spiel.
Eng umschlungen und von einem rätselhaften Nebel umgeben. Um die Nähe von Liebenden in der Nacht zu porträtieren, hat Paul Schneggenburger ein schlichtes Konzept erdacht: Der Fotograf installiert eine Kamera über einem Bett in seinem Atelier. Er legt den Film ein, zündet Kerzen an, programmiert mit einem selbstgebauten Timer die Belichtungszeit für sechs Stunden ab Mitternacht und verlässt den Raum.
Wie die Liebenden die Nacht verbracht haben, erfahren er - und das Paar - am nächsten Morgen: Haben sie nebeneinander geschlafen? Gekuschelt? Mit dem Rücken zueinander? In der Langzeitbelichtung wird das Bett zum Parkett und die Bewegungen der beiden Schlafenden zu einem Tanz.
Die Wiener Anzenberger Gallery zeigt die Arbeiten von Schneggenburger vom 5. Februar bis zum 8. März.