Die Zeit des Lästerns ist vorbei: Sommersprossen machen das Gesicht aufregender, bunter und schöner. Sehen Sie selbst! Von Sophie Albers und Janna Frohnhaus
Zum Glück hat sich die Einstellung gegenüber Sommersprossen (engl. freckles) geändert! Waren sie bis ins zweite Drittel des vergangenen Jahrhunderts noch verpönt und wurden mit Säure- und Quecksilber-haltigen Bleichcremes "behandelt", gelten Menschen wie Tarren (Foto) heute als schön. So schön, dass ihnen ganze Bildbände gewidmet werden - wie dieser hier des Fotografen Reto Caduff.
Sommersprossen, diese rötlich-braunen Punkte auf der Haut, sind Klumpen des Farbpigments Melanin. Diese Pigmenthaufen kommen besonders häufig bei blassen Menschen vor, gern auch als Begleiter roter Haare. Sommersprossen kann jeder haben, sie sind jedoch auch erblich. Punkt oder nicht Punkt, ist die Frage einer Rezeptoren-Variante des Gens MC1R. Setzen sich Menschen mit diesem Gen der Sonne aus, wird mehr Melanin produziert, und es entstehen diese Farbansammlungen. Bei Sonnenenthaltsamkeit verblassen sie wieder. Da Menschen mit Sommersprossen auf UV-Strahlung besonders empfindlich reagieren, sollten sie sich besonders schützen.