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Es ist jedes Jahr das gleiche Ritual: Am 1. Mai kracht es in Berlin. Gewaltbereite suchen die Auseinandersetzung mit der Polizei. In diesem Jahr reden die Behörden einen ruhigen Feiertag herbei.
Neue Schusswechsel, weitere Leichenfunde, lodernde Feuer: Die Lage im umkämpften Bangkok ist weiterhin angespannt - aber ruhig. Für große Teile Thailands wurde die Ausgangssperre verlängert.
Der Krieg ist vorbei: Drei Monate nach dem Sieg der Alliierten gegen Nazi-Deutschland kapituliert auch Japan. Ganz Amerika jubelt. Allein auf den Straßen New Yorks feiern zwei Millionen Menschen. "Life"-Fotograf Alfred Eisenstaedt macht zwei von ihnen zu Ikonen - und hinterlässt der Welt ein Rätsel.
Jahrelang hat der japanische Konzern den lukrativen Markt für professionelle Fotografen dominiert - nun muss er zusehen, wie sein alter Rivale Nikon ihm dort Anteile abknöpft. Womöglich ist das erst der Anfang.
Dass ein erfolgreicher Diplomat in die freie Wirtschaft wechselt, ist selten. Seltener ist es jedoch, wenn es sich dabei um einen wichtigen Stützpfeiler des Außenministers handelt. Nichtsdestotrotz setzt Steinmeiers Pressesprecher Martin Jäger seine interessante Karriere fort - und wechselt zu Daimler.
Wenn ein Bild den Betrachter verstört, ist es entweder geschmacklos oder wichtig. Ein solches Foto aus dem Jahr 1985 zeigt Omayra Sánchez aus Armero in Kolumbien. Nach einem Vulkanausbruch ist die 13-Jährige in einer Pfütze unter Trümmern gefangen. Der Fotograf Frank Fournier trägt ihren Todeskampf in die Welt.
Falludschah. Fotograf Luis Sinco wird im November 2004 Zeuge der erbitterten Kämpfe um die einst friedliche Trutzburg sunnitischen Widerstands im von den USA besetzten Irak. In einer Kampfpause porträtiert er Lance Corporal Blake Miller - und der rauchende Marine wird zur Ikone eines umstrittenen Feldzugs.
Mumbai pulsiert: Menschenmassen zwischen Bollywood und Buddha, Alltag und Ayurveda - am deutlichsten spürt man das in Churchgate Station, einem der ältesten Bahnhöfe der Millionenstadt. Der Fotograf Raghu Rai macht das emsige Treiben greifbar.
Sein berühmtestes Bild schoss er, als Rotarmisten 1945 die Sowjet-Flagge auf dem zerbombten Berliner Reichstag hissten. Jewgeni Chaldej hatte das Foto nachgestellt und retuschiert - von seiner Wirkung hat es jedoch bis heute nichts eingebüßt. Eine Ausstellung in Berlin ehrt nun den genialen Fotografen.
Sie wollten Fortschritt, eine strahlende Zukunft - und ahnten nicht, wie schnell und zynisch sich dieser Traum erfüllen sollte. Anderthalb Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erforschte der Fotograf Paul Fusco das Leben der Opfer, deren Wunden genauso tief sind wie am ersten Tag.
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