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Eichhörnchen, die auf Gitarren spielen

Der Schwede Geert Weggen hat sein Leben den Eichhörnchen verschrieben: Seit Jahren lichtet er die Nager in ungewöhnlichen Situationen ab. Ganz schön kitschig, aber irgendwie auch Kunst.

Es soll ja Menschen geben, die kuriosen Hobbys nachgehen, über die andere nur den Kopf schütteln können: die beispielsweise Briefmarken sammeln und nach Farben sortieren. Oder solche, die regelmäßig Schneckenwettrennen veranstalten. Und dann wiederum gibt es das Hobby des Schweden Geert Weggen, das sich lediglich mit einem Wort beschreiben lässt: Eichhörnchen.

So ganz genau kann sich Weggen nicht mehr daran erinnern, wann das Hobby Einzug in sein Leben hielt. Es war jedenfalls eine Zufallsbegegnung, so viel ist sicher: "Vor einigen Jahren kamen immer wieder Eichhörnchen in meinen Garten", erinnert sich der Fotograf. "Ich beschloss also, ein kleines Studio auf meinem Balkon aufzubauen und Fotos von meinem Küchenfenster aus zu machen." Wild lebende Eichhörnchen gelten als extrem scheue Tiere, und Weggen wollte die Chance nicht ungenutzt lassen, sie auf Fotos festzuhalten.

Dabei entwickelte er einen großen Ehrgeiz: Um die possierlichen Nager auf seinen Balkon zu locken, streute er Nüsse und Sonnenblumenkerne aus. Er baute kleine Landschaften nach, mit Pilzen oder Blüten, Ästen, Moos und Steinen und dekorierte sie mit kleinen Spielzeugen und Schaukeln. Im Anschluss  legte er sich auf die Lauer und lichtete die Tiere in ungewöhnlichen Positionen ab.

Dabei spielt der Fotograf geschickt mit einer Mischung aus Realität und Fantasie: So gibt er zwar zu, an einigen Stellen mit Photoshop nachzuhelfen, beharrt aber darauf, dass alle Fotos echt seien. "Meine Arbeit soll Magie, Wunder und Glück vermitteln", so Weggen.

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