21. Dezember 2012, 11:57 Uhr

Gefährliches Gold

Die Menschen im senegalesischen Tenkoto sind im Goldrausch - sie leben in tiefster Armut, doch sie hoffen auf den großen Fund. Dabei bringen sie sich regelmäßig in Lebensgefahr. Von Henrietta Reese

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Das kleine Örtchen Tenkoto liegt im tiefen Süden Senegals. Auf den ersten Blick ein unscheinbares afrikanisches Dorf - es gibt keine festen Straßen, die kleinen Hütten sind provisorisch zusammengehämmert, Müll liegt herum.
In Tenkoto leben Menschen verschiedenster Nationalitäten - sie alle suchen in dem kleinen Dorf ihr Glück. Das Glück liegt für sie in den kleinen, glänzenden Bröckchen, die sie aus den tiefen Erdlöchern befördern - die Menschen in Tenkoto suchen Gold. Das Vorkommen des Edelmetalls ist groß, die Bedingungen, unter denen es gewonnen wird, katastrophal.

Eine beliebte Art zur Goldgewinnung ist das Amalgamverfahren: Hierbei werden Gerölle und Sände, die Gold enthalten, mit Quecksilber vermischt - gemeinsam bildet es Amalgam. Wenn dieses nun erhitzt wird, verdampft das Quecksilber und zurück bleibt das pure Gold. Das Verfahren ist wirksam und, ohne richtige Schutzkleidung, hochgiftig.

Mit dem weltweiten Anstieg des Goldpreises ist auch der Wunsch gestiegen, hier, in einem der ärmsten Länder der Welt, das große Geld zu machen. Neid und Zwist zwischen den Goldgräbern bleibt nicht aus, doch auch die Gewalt und Prostitution steigen an.

Der französische Fotograf Romain Laurendeau hat die Einwohner des Dorfes besucht und ihren Alltag in beeindruckenden schwarz-weiß Bildern festgehalten.

 
 
 
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stern (21/2013)
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