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Mit der gewaltlosen Befreiung der französisch-kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt ist der Regierung in Bogotá ein politischer Husarenstreich gelungen. Die prominenteste Ex-Geisel der Farc kann ihr Glück kaum fassen, die Kolumbianer jubeln. Für die älteste Guerilla-Organisation Lateinamerikas ist es eine katastrophale Niederlage.
Ein Flugzeug mit medizinischer Ausrüstung stand schon bereit, doch nun hat die französische Regierung die Rettungsaktion von Ingrid Betancourt abgebrochen. Die Politikerin wird seit mehr als sechs Jahren von den Farc-Rebellen im Urwald festgehalten. Sie soll schwerkrank sein.
Noch in der vergangenen Woche sah es nach einer Einigung aus: Die kolumbianische Regierung wollte die Politikerin Ingrid Betancourt durch Gefangenenaustausch freibekommen. Doch die Hoffnung scheint vergebens.
Mehr als sechs Jahre lang war Ingrid Betancourt Geisel der FARC. Die franko-kolumbianische Politikerin war die Trumpfkarte der linken Rebellen. Nach 2322 Tagen in der grünen Hölle wird sie befreit. Das Foto des Journalisten Leonardo Suarez zeigt gleichzeitig Schmerz und Erleichterung.
Frankreich drückt Ingrid Betancourt an sein Herz: Nach sechs Jahren Gefangenschaft im kolumbianischen Dschungel und zwei Tage nach ihrer Befreiung aus den Händen der Farc-Rebellen traf die Politikerin in Paris ein. Die Geiselhaft sei eine lange Folge von "Folter, Demütigung und Erniedrigung" gewesen, sagte die 46-Jährige.
Die nach mehr als sechs Jahren Geiselhaft befreite Ingrid Betancourt ist auf dem Weg nach Frankreich. Ein Flugzeug startete in Kolumbien mit der Ex-Geisel und ihrer Familie an Bord. In Paris wird sie von Staatspräsident Nicolas Sarkozy empfangen. Kommende Woche steht ein Treffen mit dem Papst an.
Sie begannen als marxistische Freiheitskämpfer, mittlerweile schmuggeln sie Drogen und entführen Menschen reihenweise. Wer ist die kolumbianische Farc, die Politikerin Ingrid Betancourt sechs Jahre gefangen gehalten haben? Die sich Aufständische nennen, aber sich vor allem selbst die Taschen füllen?
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