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Facebook hat eine neue Funktion namens "Graph Search" vorgestellt: Mit einer verbesserten Suche und Schützenhilfe von Microsoft attackiert Mark Zuckerberg den Suchmaschinenriesen Google.
Facebook hat seine komplizierten Privatsphäreeinstellungen vereinfacht - "weil unsere Nutzer es wollen." Die Änderungen sind ein Schritt in die richtige Richtung - doch zufrieden sind Kritiker nicht.
Das soziale Netzwerk Facebook hat sich mit einer Schmutzkampagne gegen Google blamiert. Einflussreiche Blogger sollten dazu gebracht werden, kritisch über den Konkurrenten zu berichten.
Datenschützer kritisieren, dass Facebook zu leichtfertig mit der Privatsphäre der Nutzer umgeht. Damit die persönlichen Daten sicher sind, muss der Nutzer selbst ran. stern.de zeigt, wie.
Vereinzelung macht zunächst nur denen das Leben schwer, die sich von Familie, Freunden und Gesellschaft nicht mehr getragen glauben. Doch dabei bleibt es nicht. Vielmehr greift das Gefühl der Verlassenheit wie eine ansteckende Krankheit um sich. Schließlich sind ganze Gemeinschaften bedroht.
Bei Facebook sind alle Freunde. Freundschaften wollen gepflegt werden, am besten täglich. stern.de-Redakteur Gerd Blank hat sich im sozialen Netz verfangen und erzählt von seiner Sucht.
Ob Manager oder Bahnhofshure: Die Droge Kokain ist in allen Schichten angekommen - weltweit. Das Geschäft mit dem Rauschgift ist hochkomplex, vom kleinen Bauern in Kolumbien bis zum Dealer in Hamburg. Roland Schulz ist dem langen Weg des Kokains gefolgt und hat für diese Reportage den Hansel Mieth Preis 2009 erhalten.
Donnerstag Abend in Moskau. Ein tanzender Jamaicaner, eine heiße Bankerin und Gangbang über den Wolken... Donnerstag Abend, im Solyanka, einem der coolsten Clubs Moscow. Ich stehe an der Wand und beobachte die Tanzfläche. Es ist noch recht leer, denn früh. Auf der Tanzfläche sind ein paar langbeinige russische Mädels und dazwischen tanzt Chet, ein Banker aus der Karibik. Chet kommt aus der Arbeit und trägt noch seinen Anzug. Die Krawatte hängt locker und er tanzt, als wäre es Wochenende auf den Islands. Nein, ich bin keiner dieser Typen, die die ganze Nacht an der Wand stehen und den Mädels hinterhergaffen. Heute ist mein Tag im Solyanka. Ich bringe einmal im Monat meine DJs und organisiere eine Club-Party hier. Dann lade ich Freunde und Freunde von Freunden ein und wir machen gemeinsam einen drauf. Mal sehen, ob das heute ein guter Abend wird. Ich ziehe von Raum zu Raum und unterhalte mich mit den Gästen. Hallo, ich bin Elena, meint eine blonde Vollbusige. Sie ist neu. Ich kenne sie noch nicht. Du siehst aus wie ein Freund aus New York. Aha, antworte ich, dort habe ich auch schon gelebt. Du bist Deutsch?, fragt sie. Nein, ich bin Bayer!. Ach Bayer, ja, das war mein Freund in New York auch. Der war echt gut gebaut. Unten rum meine ich. Wir hatte viel Spaß. Im Bett. Sie grinst und zieht ihr Dekolleté etwas herunter. Ich schmunzel verlegen zurück. Leider muss ich bei diesen Club Partys immer bis zu letzt bleiben und am Ende eine Besprechung mit dem Besitzer oder dem Nacht-Manager machen. Danach genehmige ich mir einen Drink, aber die Mädels sind dann meistens schon im Bett. Alleine oder mit jemandem anders. Im Justo war das besser. Das ist ein anderer Club, aber der ist jetzt wegen der Krise geschlossen. Dort gab es über den Club eine Wohnung mit Schlafzimmer. Man konnte sich zurückziehen und später wieder kommen. So wie damals, als eine Asiatin mir schon bei der Begrüßung in den Schritt griff und nicht bis zum Ende warten wollte. Ich stehe wieder neben der Tanzfläche und träume von den guten Justo Zeiten. Dann steht Matt neben mir. Der ist Amerikaner und war früher mal Buschpilot in Alaska und Island Hopper in der Karibik. Jetzt fliegt er die reichsten Russlands in ihren Privatjets durch die Gegend. Mann O Mann, meint Matt. Gestern haben wir einen Oligarchen aus Ägypten zurückgeflogen. Der war schon sternhagelvoll als wir ihn eingeladen haben. Im Flug hat er sich dann komplett abgeschossen. Hat immer nur davon geredet, dass seine Freundin ihn verlassen hat. Irgendwann ist er dann eingepennt. Als wir in Moskau angekommen sind, hatten wir Probleme ihn wach zu bekommen. Er wusste nicht mehr, wo und wer er ist. Stell Dir das vor. Der zahlt 45 000 EUR für den Flug und kann sich an nichts erinnern. Wir mussten ihn dann an den Zoll übergeben, bei uns im Flieger konnte er ja nicht bleiben und abgeholt hat ihn auch niemand. Ich schüttle den Kopf. Sag mal, meint Matty. Wie bist du denn so drauf. Sexuell meine ich? Wie? Was?, frage ich. Also schwul bin ich nicht! Nein, bist du offen? Kommt darauf an, in welcher Beziehung? Wir haben oft leere Flüge, wenn wir jemanden abholen müssen oder zurück nach Moskau fliegen. Meistens packen wir dann ein paar Mädels ein. Und? Die gehen dann da oben immer ziemlich ab. Ich weiß auch nicht, was es ist. Der Champagner, der Privatjet, der Luxus. Kaum sind wir in der Luft dann werden sie wild. Unsere Flugbegleiterinnen sind in der Beziehung auch recht offen und schauen weg oder machen sogar mit. Echt? Und was passiert dann? Einer von uns geht nach hinten und schiebt eine Nummer. Der andere fliegt und erledigt die 2. Schicht. Matt grinst. Magst du mal mitkommen? Ha ha, du verarscht mich, meine ich. Das ist also so etwas wie Mile High Club Deluxe? Matt lächelt und schiebt ein "Fucking Russia" hinterher. OK, ruf an, wenn du wieder einen Platz frei hast und ich spring auf. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ganz ehrlich, ich sitze auch gerne die ganze Zeit im Cockpit und lerne von euch noch was in Sachen Fliegen. Ich dachte, ich habe schon viel gesehen und erlebt. Ja, eigentlich dachte ich sogar, ich hätte schon die meisten meiner Fantasien abgehakt, aber man lernt immer noch etwas dazu. Der Barkeeper macht noch schnell zwei Drinks. Ich will Matt einen ausgeben. Mann weiß ja nie, doch der schüttelt den Kopf und bestellt sich ein Wasser. Bin seit Jahren trocken, meint er. Sympathisch, sage ich. Dann schnappe ich mir die zwei Drinks und suche nach Elena. Die labert gerade mit einem anderen Typen, aber als sie mich sieht kommt sie gleich auf mich zu. Sie schiebt ihren Körper an mich und drückt mich mit ihren übergroßen Brüsten nach hinten. Ist der für mich?, flüstert sie mir ins Ohr. Ja Baby, der ist für dich. Für einen kurzen Moment weiß ich nicht, was sie meint, denn sie schiebt gerade ihr Bein zwischen meine. Ich gebe ihr den Drink und grinse. Uff, ich muss noch Stunden hier bleiben und daheim wartet ohnehin meine Freundin. Bleib cool, denke ich und versuche entspannenden Small Talk zu machen. Elena scheint das nicht zu bremsen. Sie streichelt langsam mein Bein hoch, hört aber genau dort auf, wo es interessant wird. Immer wieder. Ich versuche mich zu kontrollieren, an etwas anderes zu denken, um eine ausgebeulte Hose zu vermeiden. Wo wohnst du?, fragt sie. Diese Frage kenne ich. Das heißt so viel wie: Ich will nach Hause und endlich mit dir schlafen. Weißt du, ich habe eine Freundin, antworte ich und rechne damit, daß sie nun aufgibt. Elena grinst. Erst jetzt bemerke ich die aufgespritzten Lippen. Ah, eine Freundin. Kann ich die kennen lernen? Vielleicht können wir Freunde werden? Oh Mann, das wäre Klasse, aber meine Freundin macht niemals bei so etwas mit. Schade eigentlich. Was ist das wieder für ein Tag? Langsam fühlt es sich wie Folter an. Es kommt mir vor, als wäre ich an einen Stuhl gefesselt und um mich herum jede Menge sexy Frauen, die versuchen mich heiß zu machen. Nein, das wird heute wohl nichts, aber gebe mir doch deine Telefonnummer, dann können wir das irgendwann mal nachholen, wenn du magst, sage ich kühl zu Elena. Sie scheint kaum enttäuscht und gibt mir ihre Nummer. Danach geht sie zurück zu ihrem Gesprächspartner von vorhin. Ich habe die Gelegenheit sie noch mal zu betrachten. Lange Beine, schwarze High Heel Stiefel, schwarzes Kleid mit Schlitz an der Seite. Halterlose Strümpfe. Das weiß ich, weil meine Hand vorhin kurz in den Schlitz gefahren ist. Nein, sie ist keine Nutte. Sie hat einen guten Job bei einer großen europäischen Bank. Elena will spielen, wie so viele hier. Als ich nach Hause komme, sitze ich wie immer auf der Couch. Ich zünde mir einen Doubie an und lasse den Abend noch einmal Revue passieren. Wie war das mit den fliegenden Gangbang Piloten? Und die heiße Bankerin? Klasse Abend. Langsam döse ich weg. Es ist spät genug und ich muss Freitag wie alle anderen arbeiten. Samstag Abend. Ich bin auf einer Geburtstagsparty, als mein Telefon klingelt. Matt ist dran. Wie sieht es aus? Wir fliegen morgen Mittag leer nach Alicante. Lust mitzukommen? Hm, ich muss mal die Rückflüge checken, sage ich. Bis wann kann ich dich zurückrufen ...
Glücksgefühle entfalten eine kollektive Wirkung. Sie breiten sich selbst unter Menschen aus, die nur über mehrere Ecken miteinander bekannt sind, berichten US-Forscher. Interessant dabei ist, dass Ehepartner einen geringeren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben als enge Freunde.
Auf das "Kontakte knüpfen" kann heute keiner mehr verzichten. Durch gute Beziehungen vervielfachen sich die Erfolgsaussichten auf einen guten Job.
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