Heftige Militärpräsenz soll ein von Straßengangs regiertes Viertel in Guatemala-Stadt unter Kontrolle bringen. Und angeblich funktioniert es. Von Sophie Albers und Janna Frohnhaus
Es klingt wie das Szenario aus einem dieser postapokalyptischen Hollywoodfilme, ist aber brutale Realität: Straßengangs, Drogen, Armut, Gewalt und Tod bestimmen das Leben in Zone 18, dem gefährlichsten Viertel von Guatemala-Stadt. Nun lässt die Regierung Soldaten einer Spezialeinheit in den Straßen im Norden der guatemaltekischen Hauptstadt patroullieren, wo Busfahrer am hellichten Tag erschossen werden, wenn sie kein Schutzgeld zahlen. Und angeblich hat sich die Mordrate seit Beginn der Aktion Ende September mehr als halbiert: anstatt fünf Morde am Tag seien es noch zwei, heißt es.