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So spannend war sie schon lange nicht mehr: Auf dem schönsten Ausstellungsgelände der Welt präsentiert sich zeitgenössische Kunst diesen Sommer in spektakulären Pavillons, pittoresken Werfthallen und unter freiem Himmel von ihrer aufregendsten Seite
Die Geschichte klingt wie im Märchen: Jahrzehntelang fotografierte Miroslav Tichý in einer tschechischen Kleinstadt heimlich Frauen - und galt als verrückt. Heute, im Alter von 79 Jahren, ist er ein Star.
Sie malen Kreise, bauen Flugzeuge aus Pappe oder konstruieren irrwitzige Hochhaus-Modelle - die Künstler im Frankfurter "Atelier Goldstein" sind gefragt, ihre Arbeiten in renommierten Galerien und Museen zu sehen. Eines haben sie, bei aller Unterschiedlichkeit, gemein: Sie sind geistig behindert.
Von den Frauen war er besessen. Seine Porträts sind Denkmäler der Weiblichkeit. Lange Jahre war das einzigartige Werk des Fotografen Miroslav Tichý unentdeckt: Im Frankfurter Museum für Moderne Kunst wird der tschechische Sonderling, ein Trinker, Raufbold und Frauenheld, nun mit einer großen Werkschau bekannt gemacht.
Unter dem Motto »Plateau der Menschheit« wird an diesem Samstag die 49. Kunstbiennale in Venedig eröffnet. Bis zum 4. November präsentieren sich dort mehr als 350 Künstler aus 65 Ländern.
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