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Ein paar Nazi-Schmierereien gefällig? Oder sollen's diesmal lieber Risse im Beton sein? Das Berliner Holocaust-Mahnmal entwickelt sich zur stetig sprudelnden Nachrichtenquelle für flaue Sommerloch-Tage.
Mit großer Mehrheit hat der Bundestag eine Verschärfung des Versammlungsrechts beschlossen. Aufmärsche an Gedenkstätten für Nazi-Opfer können künftig verboten werden. Volksverhetzern droht bis zu drei Jahren Haft.
Vor drei Wochen wurde das Holocaust-Mahnmal in Berlin eröffnet, jetzt hat Mosche Katzav als erster israelischer Präsident das Stelenfeld besucht. Während seines Aufenthalts in Deutschland gilt höchste Sicherheitsstufe.
Es gab viel politischen Streit ob und wie es sein soll, die Bauphase dauerte Jahre. Jetzt ist das Holocaust-Mahnmal mit seinen 2700 Betonstelen mitten in Berlin fertig und muss seinen Platz erst noch finden: Ort ständiger Erinnerung oder "Kranzabwurfstelle"?
Das lange umstrittene Holocaust-Mahnmal in Berlin ist eröffnet worden. Trotz allgemeiner Würdigung des Bauwerks sagt Bundestagspräsident Wolfgang Thierse: "Es wird Anstoß bleiben, der Streit darum wird weitergehen."
Bei einem Festakt wurde die letzte der rund 2700 Betonstelen des umstrittenen Holocaust-Mahnmal in Berlin gesetzt. Dass das abstrakte Bauwerk nicht jeder mögen wird, ist dem Architekten Peter Eisenman klar.
Es war eine historische Veranstaltung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sprachen Bundeswehrrekruten ihr Gelöbnis vor dem Reichstag. Höhepunkt der Feier war eine Rede von Altkanzler Helmut Schmidt - die trotz aller Vorkehrungen nicht ganz ohne Störungen ablief.
Der Autor Henryk M. Broder sagt, die Deutschen sollten Auschwitz vergessen. stern.de hat ihn gefragt, wie er das meint. Ein Gespräch über Wahn, Familie und Fußball.
Schon am kommenden Freitag soll das verschärfte Versammlungsrecht den Bundesrat passieren. Nachdem die Koalition sich auf eine Änderung geeinigt hat, signalisiert auch die Opposition Zustimmung.
Das Unternehmen Degussa ist über eine Tochterfirma weiterhin am Bau des Berliner Holocaust-Denkmals beteiligt. Das Unternehmen hatte sich vom Bau zurückgezogen, weil es das Giftgas Zyklon B während des Dritten Reiches hergestellt hatte.
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