John F. und seine Frau Jacqueline Kennedy waren das Polit-Paar der 60er Jahre. Die Fotos von Mark Shaw schufen diesen Mythos. Jetzt werden unbekannte Bilder aus dem Nachlass erstmals gezeigt.
Die Zeitschrift "Life" schrieb 1964 im Vorwort von Mark Shaws Bildband "The John F Kennedys: A Family Album": "Diese Fotos sollen die Stimmung und die Gefühle des Augenblicks einfangen. Wenn ein Beobachter die Zuneigung der Kennedys zueinander, ihre gute Laune und ihre Lebenslust versteht, hat das Buch seinen Zweck erfüllt." Und tatsächlich gelang es keinem so gut wie Mark Shaw, den Mythos "Kennedy" im Bild festzuhalten. In Berlin werden jetzt Fotos ausgestellt, die lange geheim blieben, weil sie nicht zur offiziellen Auswahl der Erstausgabe von 1964 zählten. Insgesamt werden 25 Bilder vom Präsidentenpaar gezeigt, fünf davon hat die Öffentlichkeit noch nie gesehen. Denn erst jetzt - über 40 Jahre nach seinem Tod - wird das Archiv des berühmten Life-Fotografen geöffnet.
Die Fotos sind nicht nur für Fans der Kennedys interessant. Sie sind auch eminent politisch. Nie zuvor und nur selten danach hat sich ein US-Präsident in einer vergleichbar intimen Nähe darstellen lassen. Ob die Fotos nun echte Einblicke gewähren, oder ob es sich um sorgsame Inszenierungen handelt, die den Eindruck eines Schnapsschusses hervorrufen, ist seit der ersten Veröffentlichung umstritten.