Seit Jahren fotografiert Tim Flach Tiere. Seine Porträts sind kraftvolle Studien der Beziehung zwischen Mensch und Tier, irritierend und intensiv. Ein Bildband versammelt nun die besten Aufnahmen.
Wer einmal der Magie der Aufnahmen des britischen Fotografen Tim Flach erlegen ist, kann seine Bildbände kaum mehr zuklappen. So sehr ziehen die Fotos den Betrachter in ihren Bann. Ganz nah zeigt Flach die Tiere: die Falten auf ihrer Haut, die Poren, die Borsten und Adern und das Funkeln in den Augen.
Dabei lotet der preisgekrönte Fotograf die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier aus. Warum faszinieren Panda, Affe und Löwe so? Was verbindet diese Lebewesen mit uns? In seinem neuen Bildband "Ganz nah" sind nun die besten Aufnahmen der vergangenen Jahre versammelt.
Mit seinen Porträts will Flach allerdings nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch zum Nachdenken anregen. "Beschäftigt man sich intensiv mit Tieren, muss man sich auch mit der Frage auseinandersetzen, was wir selbst hier eigentlich machen", ist er überzeugt. "Angesichts der inzwischen über sieben Milliarden Menschen auf der Erde betrachte ich meine Fotografie als einen Weg, unsere Haltung und Verantwortung gegenüber der Natur zu überprüfen."
Die Aufnahmen werden ergänzt durch kurze Texte zu Objekt und der Vorgehensweise des Fotografen. Mit Kraft schüttelt sich dieser Bengal-Tiger. Die Tiere können schwimmen und fühlen sich - anders als andere Katzen - im nassen Element wohl.