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Kostbares Nass

Wer aus dem All auf unseren Planeten blickt, sieht blau: Meere, Seen und Flüsse überziehen die Oberfläche. Doch wir Menschen gehen verschwenderisch mit dem Gut Wasser um.

Der "blaue Planet": Zu über 70 Prozent ist die Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Würde man das ganze Nass in einen großen Würfel schütten, würde dieser 1,4 Milliarden Kubikkilometer umfassen - was einer Kantenlänge von etwa 1118 Kilometern entspricht. Zum Vergleich: Das wäre in etwa die Luftlinie zwischen Lübeck und Florenz.

"Naturwunder Erde": Palau: Massenauflauf unter Wasser
  Tausende von ihnen schweben wie kleine Ufos durchs Wasser. Sie plustern sich auf und ziehen sich wieder zusammen, in kurzen, hektischen Rhythmen. Ihre Arme sind kleine Stummel, wie ein Propeller sieht ihr Unterkörper aus. Gleichmäßig drehen sie sich gegen den Uhrzeigersinn, tanken so Licht, das sie in Energie verwandeln. Die Quallen haben dem Ongeim'l Tketau seinen Spitznamen gegeben: "Jellyfish Lake" nennen ihn Einheimische und Touristen, "Quallensee".   Der Ongeim'l Tketau liegt auf der Insel Eil Malk, die zum Inselstaat Palau im pazifischen Ozean zählt. Für das Greenpeace-Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Schönheit der Unterwasserwelt vor dem Inselarchipel Palau und vor den Philippinen festgehalten.   "Der Blick ist atemberaubend", berichtet Mauthe über seinen Tauchgang im "Quallensee". "Besonders der Anblick gegen das Licht ist gewaltig. Als würde man ins Weltall schauen und an endlos vielen Planeten vorbei gleiten."   Der "Quallensee" ist ein Salzwassersee, die Medusen leben hier abgeschottet von Fressfeinden. So isoliert haben sie über Jahrmillionen die Fähigkeit verloren, sich gegen Angreifer mit Gift zur Wehr zu setzen, da sie diese schlicht nicht benötigten. Wer sie berührt, muss nicht mit brennenden Schmerzen rechnen, ein Vorteil, den die Taucher durchaus zu schätzen wissen.  Unverwundbar sind die Quallen allerdings nicht. 1998 verschwanden sie fast komplett aus dem See, der sich stark erwärmt hatte. Erst ein Jahr später nahm die Population wieder zu.

Tausende von ihnen schweben wie kleine Ufos durchs Wasser. Sie plustern sich auf und ziehen sich wieder zusammen, in kurzen, hektischen Rhythmen. Ihre Arme sind kleine Stummel, wie ein Propeller sieht ihr Unterkörper aus. Gleichmäßig drehen sie sich gegen den Uhrzeigersinn, tanken so Licht, das sie in Energie verwandeln. Die Quallen haben dem Ongeim'l Tketau seinen Spitznamen gegeben: "Jellyfish Lake" nennen ihn Einheimische und Touristen, "Quallensee".

Der Ongeim'l Tketau liegt auf der Insel Eil Malk, die zum Inselstaat Palau im pazifischen Ozean zählt. Für das Greenpeace-Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Schönheit der Unterwasserwelt vor dem Inselarchipel Palau und vor den Philippinen festgehalten.

"Der Blick ist atemberaubend", berichtet Mauthe über seinen Tauchgang im "Quallensee". "Besonders der Anblick gegen das Licht ist gewaltig. Als würde man ins Weltall schauen und an endlos vielen Planeten vorbei gleiten."

Der "Quallensee" ist ein Salzwassersee, die Medusen leben hier abgeschottet von Fressfeinden. So isoliert haben sie über Jahrmillionen die Fähigkeit verloren, sich gegen Angreifer mit Gift zur Wehr zu setzen, da sie diese schlicht nicht benötigten. Wer sie berührt, muss nicht mit brennenden Schmerzen rechnen, ein Vorteil, den die Taucher durchaus zu schätzen wissen.

Unverwundbar sind die Quallen allerdings nicht. 1998 verschwanden sie fast komplett aus dem See, der sich stark erwärmt hatte. Erst ein Jahr später nahm die Population wieder zu.

Süßwasser macht dabei nur einen kleinen Teil des gesamten Wasservolumens aus - genau genommen nur 2,5 Prozent. Davon ist das meiste in Form von Eis oder Schnee in der Arktis oder der Antarktis gebunden. Der Rest ist als Grundwasser unter der Erde gespeichert. Neben Binnenseen und Flüssen stellt es die wichtigste Süßwasserquelle für die Menschen dar.

"Naturwunder Erde": Patagonien: Hundert Jahre Einsamkeit
  Patagonien ist dünn besiedelt, die Natur schroff, widerspenstig und unnahbar. Wer sich hierher begibt, lernt das Gefühl von Weite kennen - und von Erhabenheit. "Hier erlebt man die Erde pur", sagt Fotograf Markus Mauthe. Für das Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat er den Landstrich in Südamerika besucht, der sich grob gesagt über die südlichen Enden von Chile und Argentinien erstreckt - südlich der Flüsse Río Bío Bío und Río Colorado. In Patagonien befindet sich auch die größte Eisfläche der Südhalbkugel außerhalb der Antarkis. Eine kühle Schönheit, deren Magie sich so richtig im Mondlicht zeigt - wenn das endlose Weiß die Helligkeit unseres Erdtrabanten reflektiert.   "In solchen Momenten fühle ich Demut angesichts der Schönheit unserer Erde", sagt Fotograf Mauthe. Solche Augenblicke, in denen man eigentlich nur verharren und alles mit offenem Mund bestaunen will, versucht er in seinen Bildern einzufangen. "Wer das einmal erlebt hat, geht anders mit unserem Planeten um."

Patagonien ist dünn besiedelt, die Natur schroff, widerspenstig und unnahbar. Wer sich hierher begibt, lernt das Gefühl von Weite kennen - und von Erhabenheit. "Hier erlebt man die Erde pur", sagt Fotograf Markus Mauthe. Für das Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat er den Landstrich in Südamerika besucht, der sich grob gesagt über die südlichen Enden von Chile und Argentinien erstreckt - südlich der Flüsse Río Bío Bío und Río Colorado. In Patagonien befindet sich auch die größte Eisfläche der Südhalbkugel außerhalb der Antarkis. Eine kühle Schönheit, deren Magie sich so richtig im Mondlicht zeigt - wenn das endlose Weiß die Helligkeit unseres Erdtrabanten reflektiert.

"In solchen Momenten fühle ich Demut angesichts der Schönheit unserer Erde", sagt Fotograf Mauthe. Solche Augenblicke, in denen man eigentlich nur verharren und alles mit offenem Mund bestaunen will, versucht er in seinen Bildern einzufangen. "Wer das einmal erlebt hat, geht anders mit unserem Planeten um."

Doch das kostbare Gut wird knapp. Die Weltgemeinschaft muss sich Wege überlegen, wie sie nachhaltiger damit umgeht. Zwei Drittel der Erdbevölkerung werden im Jahr 2025 unter Wasserknappheit leiden, schätzen die Vereinten Nationen (UN). Eine wachsende Weltbevölkerung, der Klimawandel und die zunehmende Verschmutzung lassen sauberes Trinkwasser zunehmend zur Mangelware werden.

"Naturwunder Erde": der Baikalsee: Die glasklare Perle Sibiriens
  Der Baikalsee, den die Russen als "Perle Sibiriens" bezeichnen, kann eindrucksvolle Rekorde auf sich vereinen: Mit mehr als 1600 Metern ist er der tiefste Süßwassersee der Welt und mit rund 25 Millionen Jahren auch der älteste. Der See bedeckt eine Fläche von über 30.000 Quadratkilometern. "Er ist größer als die Ostsee und man könnte den Bodensee 480 Mal hineinschütten ohne eine Überschwemmung zu verursachen", sagt der Fotograf Markus Mauthe. Wahrhaft ein Gigant.  Für die #link;Verglichen mit anderen Weltregionen sind die Umweltprobleme hier zwar überschaubar, doch ohne zukünftigen Einsatz wird auch dieses Naturparadies seine Qualität sicherlich nicht behalten;Serie "Naturwunder Erde" hat Fotograf Mauthe# das Gebiet bereist und dokumentiert, wie es um das Ökosystem See steht. Eingemummelt in einen Schlafsack übernachtete Mauthe auf schneebedeckten Berggipfeln, ließ sich auf die im See gelegenen Uschkani Inseln - Heimat der Baikal-Robben - bringen und überstand den hohen Wellengang, der an manchen Stellen des Sees entsteht, wenn die Winde über das Wasser pfeifen.   Von November bis März dauert der Winter in dieser Gegend. Als Vorboten der langen, kalten und grauen Jahreszeit türmen sich große Wolkendecken über dem See. Schneeflocken wirbeln durch die Luft, auf bis zu minus 20 Grad Celsius können die Temperaturen in diesen Monaten fallen. Der See, der Mauthe zufolge eher den wilden und rauen Charakter eines Meeres hat, ist in Aufruhr.

Der Baikalsee, den die Russen als "Perle Sibiriens" bezeichnen, kann eindrucksvolle Rekorde auf sich vereinen: Mit mehr als 1600 Metern ist er der tiefste Süßwassersee der Welt und mit rund 25 Millionen Jahren auch der älteste. Der See bedeckt eine Fläche von über 30.000 Quadratkilometern. "Er ist größer als die Ostsee und man könnte den Bodensee 480 Mal hineinschütten ohne eine Überschwemmung zu verursachen", sagt der Fotograf Markus Mauthe. Wahrhaft ein Gigant.

Für die #link;Verglichen mit anderen Weltregionen sind die Umweltprobleme hier zwar überschaubar, doch ohne zukünftigen Einsatz wird auch dieses Naturparadies seine Qualität sicherlich nicht behalten;Serie "Naturwunder Erde" hat Fotograf Mauthe# das Gebiet bereist und dokumentiert, wie es um das Ökosystem See steht. Eingemummelt in einen Schlafsack übernachtete Mauthe auf schneebedeckten Berggipfeln, ließ sich auf die im See gelegenen Uschkani Inseln - Heimat der Baikal-Robben - bringen und überstand den hohen Wellengang, der an manchen Stellen des Sees entsteht, wenn die Winde über das Wasser pfeifen.

Von November bis März dauert der Winter in dieser Gegend. Als Vorboten der langen, kalten und grauen Jahreszeit türmen sich große Wolkendecken über dem See. Schneeflocken wirbeln durch die Luft, auf bis zu minus 20 Grad Celsius können die Temperaturen in diesen Monaten fallen. Der See, der Mauthe zufolge eher den wilden und rauen Charakter eines Meeres hat, ist in Aufruhr.

Jeden Tag gelangen zwei Millionen Tonnen Abwasser und andere menschliche Abfälle in den Wasserkreislauf. Laut UN sterben jedes Jahr 3,5 Millionen Menschen wegen Wassermangel oder verschmutztem Trinkwasser. Die Lebensadern unseres Planeten sind bedroht - und mit ihnen die Ökosysteme, die an ihnen hängen.

"Naturwunder Erde": die Arktis im Wandel: Das ewige Eis vergeht
  Die Arktis übt seit jeher eine Faszination auf Menschen aus: die unberührte Natur, die wilden Tiere, die extremen Lebensbedingungen fernab jeglicher Zivilisation. Seit mehr als 800.000 Jahren ist die Region, die Teile Nordamerikas, Asiens und Europas umfasst, mit Eis bedeckt. Doch das ewige Eis schmilzt, das einzigartige Ökosystem ist bedroht.   Für das Greenpeace-Projekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Region bereist und festgehalten, wie eiskalt der Mensch die Arktis zerstört. Eine Gegend, in der mehr als 60 verschiedene Vogelarten vorkommen. Zugvögel aus aller Welt finden sich hier in den Sommermonaten zum Brüten zusammen. Verändert sich die Arktis, wird dies auch auf diese Populationen Auswirkungen haben - etwa indem neue Arten in die Region einwandern. Diese können nicht nur neue Krankheitserreger einschleppen, sondern sind auch für die bis jetzt dort nistenden Vögel Konkurrenten im Kampf um Nahrung und Brutplätze.  Mit einem schrillen Kreischen erheben sich diese Polarmöwen in die Lüfte. Die Himmelsstürmer brüten in steilen Felsen an den Küsten Grönlands.

Die Arktis übt seit jeher eine Faszination auf Menschen aus: die unberührte Natur, die wilden Tiere, die extremen Lebensbedingungen fernab jeglicher Zivilisation. Seit mehr als 800.000 Jahren ist die Region, die Teile Nordamerikas, Asiens und Europas umfasst, mit Eis bedeckt. Doch das ewige Eis schmilzt, das einzigartige Ökosystem ist bedroht.

Für das Greenpeace-Projekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Region bereist und festgehalten, wie eiskalt der Mensch die Arktis zerstört. Eine Gegend, in der mehr als 60 verschiedene Vogelarten vorkommen. Zugvögel aus aller Welt finden sich hier in den Sommermonaten zum Brüten zusammen. Verändert sich die Arktis, wird dies auch auf diese Populationen Auswirkungen haben - etwa indem neue Arten in die Region einwandern. Diese können nicht nur neue Krankheitserreger einschleppen, sondern sind auch für die bis jetzt dort nistenden Vögel Konkurrenten im Kampf um Nahrung und Brutplätze.

Mit einem schrillen Kreischen erheben sich diese Polarmöwen in die Lüfte. Die Himmelsstürmer brüten in steilen Felsen an den Küsten Grönlands.

Für sein Projekt "Naturwunder Erde" bereist der Naturfotograf Markus Mauthe unter anderem den Baikalsee in Russland und die Gletscher in Grönland. Die aktuellen Fotostrecken finden Sie hier.

"Naturwunder Erde": Iguazú-Wasserfälle in Südamerika: Ein Faustschlag aus Eifersucht
  Mit einem mächtigen Donnern bewegen sich die Wassermassen bis zu 80 Meter in die Tiefe, feiner Sprühnebel steigt auf. Die Sonne taucht das einzigartige Naturschauspiel in mildes Licht. Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien zählen zu den spektakulärsten ihrer Art, über eine Million Touristen reisen jährlich an, um sie zu sehen.  Für das Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Wasserfälle im Iguazú Nationalpark besucht. Ihm gelangen Aufnahmen, die so für Touristen unmöglich sind. Denn Mauthe bekam die Erlaubnis, das Gelände außerhalb der Besuchszeiten zu betreten, was es ihm ermöglichte, die Stimmung bei Sonnenuntergang und in der Morgendämmerung einfangen. " Auch nach über zwanzig Jahren in der Naturfotografie sind die Momente, in denen sich die ersten zarten Farben des kommenden Tages in das Dunkel vermischen, noch immer ein magisches Erlebnis", sagt er.

Mit einem mächtigen Donnern bewegen sich die Wassermassen bis zu 80 Meter in die Tiefe, feiner Sprühnebel steigt auf. Die Sonne taucht das einzigartige Naturschauspiel in mildes Licht. Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien zählen zu den spektakulärsten ihrer Art, über eine Million Touristen reisen jährlich an, um sie zu sehen. Für das Fotoprojekt "Naturwunder Erde" hat der Fotograf Markus Mauthe die Wasserfälle im Iguazú Nationalpark besucht. Ihm gelangen Aufnahmen, die so für Touristen unmöglich sind. Denn Mauthe bekam die Erlaubnis, das Gelände außerhalb der Besuchszeiten zu betreten, was es ihm ermöglichte, die Stimmung bei Sonnenuntergang und in der Morgendämmerung einfangen. " Auch nach über zwanzig Jahren in der Naturfotografie sind die Momente, in denen sich die ersten zarten Farben des kommenden Tages in das Dunkel vermischen, noch immer ein magisches Erlebnis", sagt er.

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