Die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel wird nach drei Jahren Umbauzeit wiedereröffnet. Hochkarätige Werke des 19. Jahrhunderts werden in aufwendig restaurierten Räumen präsentiert.
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Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert stehen in den Fluren Spalier© AP
»Der deutschen Kunst« - groß und golden prangt es wie eine Verheißung am Giebel der Alten Nationalgalerie in Berlin. Nach drei Jahren aufwendiger Sanierungsarbeiten kann der tempelartige, von Friedrich August Stüler entworfene Bau wiedereröffnet werden. Die Deutschen sollen wieder eine Nationalgalerie haben, einen Gedächtnisort für die nationale Besinnung, wie Direktor Peter Klaus Schuster pathetisch formuliert.
Eindrucksvoll sind die 440 Gemälde und 80 Skulpturen, die die Kunst des 19. Jahrhunderts repräsentieren sollen. Das liegt nicht nur an den Werken, sondern auch an ihrer geschickten Präsentation. An dünnen Fäden hängen die Bilder vor mit verschiedenfarbigen Stoffen bespannten Wänden. Das dunkle Holzparkett und stuckverzierte Decken in den zwei Obergeschossen, farbenprächtige Wand- und Deckenmalereien und prächtige Fußbodenfliesen im Untergeschoss sowie die Marmor-Flächen im Treppenhaus sorgen für ein edles Ambiente, das zum Flanieren einlädt.
Der Rundgang beginnt im Obergeschoss mit der Kunst der Goethezeit und endet im Erdgeschoss mit dem Aufbruch in die Moderne. Vorbei geht es an berühmten Bildern von Carl Spitzweg, Adolph Menzel, Eduard Gärtner und Karl Blechen. Auch die Franzosen sind vertreten, vor allem die Impressionisten Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas und Paul Cezanne.