Vom Alltag in Kabul, über Barack Obamas Wahlkampf bis hin zu skurrilen Aufnahmen aus dem Tierreich - mehr als 122.000 Bilder bewerben sich um die "Sony World Photography Awards 2013". Eine Auswahl. Von Stefanie Schütten
Pete Muller, aus der Fotoreihe Machine Gun Americana.
Auf der "Oklahoma Full Auto Shoot and Trade Show" übt ein kleiner Junge, wie er eine Waffe abfeuern muss. Die Waffenausstellung gehört zu den größten der USA. Alljährlich kommen hier Waffenfreunde aus dem ganzen Land zusammen – oft auch ganze Familien, einschließlich Kleinkindern. Am Rande der Oklahomas Ozarks, wo die Prärie in eine Hügellandschaft übergeht, tauchen sie für ein Wochenende in die Welt der Waffen ein – Schießübungen, Panzerfahrten und Flüge in Militärhubschraubern inklusiv.
Wie jedes Jahr gewährt die "Shortlist" der Sony World Photography Awards 2013 ungewöhnliche und beeindruckende Rückblicke auf das vergangene Jahr. Die Jury hatte sicherlich keine leichte Wahl: Aus 122.000 eingegangen Bildern aus 170 Ländern musste sie eine Vorauswahl treffen. "Wir Juroren waren schon nach den ersten Bildern ganz überwältigt", sagt Jurymitglied Catherine Chermayef. "Ich freue mich sehr, dass jede Jury-Gruppe am Ende ihre jeweiligen Favoritenlisten mit Stolz präsentiert und die Auswahl begründet hat."
Mit 19 deutschen Fotografen haben es in diesem Jahr beeindruckend viele hiesige Profis und Nachwuchstalente durch die Vorrunde geschafft. Vor allem in den Kategorien Architektur und Reise stellten die Deutschen ihr Fototalent unter Beweis.
Ende April wird in London der Sieger bekannt gegeben. Alle Fotos, die es auf die Shortlist geschafft haben, sind vom 26. April bis 12. Mai im Somerset House in London zu sehen. Außerdem werden sie im "Sony World Photography Awards Fotoband 2013" veröffentlicht.