18. Juni 2012, 19:58 Uhr

Der Geschichtenerzähler

Wenn Magnum-Fotograf Steve McCurry von den entlegensten Ecken der Erde zurück kommt, bringt er Geschichten mit, die er mit seinen Fotos erzählt. Wie die des kleinen Peruaners, der sich in Tränen aufgelöst eine Spielzeugpistole an die Schläfe hält ...

Fotostrecke 14 Bilder
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"Bei unserer Arbeit geht es um das Subjekt, um den Inhalt. Man könnte auch über die Kunst und über Fotografie als Handwerk sprechen, aber beim Fotografieren steht über allem, eine Geschichte zu erzählen." Steve McCurry besucht seit über 30 Jahren die entlegensten Winkel der Erde, um genau diese Geschichten zu finden. Seine Art zu Erzählen ist die Fotografie. Er lässt sich von seinem Gefühl leiten. McCurry denkt nicht daran, wo und wann seine Bilder veröffentlicht werden. Er empfindet die Fotografie als etwas "Automatisches".

Bei seinen Reisen hat der Magnum-Fotograf kein bestimmtes Ziel: "Du gehst los und eine ganze Welt öffnet sich und du bist überrascht, dass sie nie so aussieht, wie du sie dir vorgestellt hast." Trotzdem findet man in seinen Bildern einen roten Faden: Das Klima ist sein Leitfaden, denn nur, dort, wo das Klima warm genug ist, spielt sich der Alltag außerhalb der Häuser ab. Nur dort gibt es Leben auf der Straße, nur dort findet McCurry solch wunderbare Szenen, wie beim Bild der Shaolinmönche in der chinesischen Provinz Hunan.

In der 68. Hardcover-Ausgabe des stern-Fotografie Portfolio wird die Vielfalt seiner Entdeckungen auf über 90 Seiten zusammengefasst. McCurrys Blick auf die Welt, in einem Farbspektrum, das fast unwirklich erscheint. Oft sucht er tagelang die richtigen Begebenheiten. Es muss alles stimmen: das Licht, die Atmosphäre, der Ausdruck in den Augen. McCurry ist ein Perfektionist, seine Bilder sind einzigartig.

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