Unicef-Bilder des Jahres Kinderland ist abgebrannt

18. Dezember 2012, 11:00 Uhr
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Der dritte Preis geht an Andrea Gjestvang aus Norwegen für "Der schlimmste Tag ihres Lebens". Wenn Massaker und Amokläufe passieren, stürzt sich die Presse jedes Mal auf die Täter. Die Langzeitreportage von Gjestvang erzählt von den Opfern des irren Attentäters Anders Breivik, der im Sommer 2011 in Oslo eine Autobombe gezündet hat, die acht Menschen tötete, und dann in einem Feriencamp auf der Insel Utøya gezielt 69 Jugendliche erschoss.

Die Fotografin ist durch ihr Land gereist, um 43 der 495 Jugendlichen, die das Massaker seelisch und körperlich verletzt überlebt haben, zu porträtieren und deren Gedanken aufzuschreiben. Wie gehen die Jugendlichen mit den Folgen der Tragödie um, lautet die Frage des Projekts, das die Opfer in den Fokus stellt.

"Mein Leben hat sich in mehr als in einer Hinsicht verändert. In der Grundschule wurde ich gehänselt, ich fühlte mich traurig und zog mich zurück", sagt Cecilie, die sich gemeinsam mit einer Freundin versteckte. Ihre Freundin wurde getötet, sie selbst wurde so schwer verletzt, dass ihr Arm amputiert werden musste. Ihre Einstellung zum Leben sei nun eine andere, so die 17-Jährige. Sie habe zu ihrem wahren Selbst gefunden.

Die 15-jährige Ylva betont, dass sie ihre Narben mit Würde tragen wolle. Denn diese wurden ihr zugefügt, weil sie für Werte einstehe, die sie auch nach dem historischen schwarzen Tag aufrecht halte. "Das Leben geht weiter. Ich sage mir diesen Satz jeden Tag. Es ist der Satz, den ich auf dieser Welt am meisten hasse", sagt hingegen die 17-jährige Tuva, die sich verstecken konnte und das Attentat zumindest körperlich unverletzt überlebt hat.
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