Unicef-Bilder des Jahres Kinderland ist abgebrannt

18. Dezember 2012, 11:00 Uhr
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Der deutsche Fotograf Christian Werner wurde für seine Reportage "Beschneidungsriten" ehrenvoll erwähnt. Mit der Entfernung der Vorhaut werden jedes Jahr rund 1,5 Millionen türkische Jungen im Alter von acht Jahren offiziell in den Kreis ihrer Glaubensgenossen aufgenommen. Das Ritual ist Pflicht, um ein vollwertiger Muslim zu sein, ob die Kinder wollen oder nicht. "Sünnet" ist der türkische Name für den in Deutschland heftig umstrittenen operativen Eingriff, der neben Hochzeit und Militärdienst das größte gesellschaftliche Ereignis im Leben eines türkischen Mannes sei, so Werner. Wochenlang bereiten sich Eltern, Verwandte und Freunde darauf vor. Die Jungen werden wie Prinzen ausstaffiert. Wenn nach der Beschneidungszeremonie die lokale Betäubung nachlässt, zeigen sich die Schmerzen in Gesicht und Haltung der Kinder.

Kemal Özkan, der renommierteste Beschneider in der Türkei, brachte es in seiner 40-jährigen Karriere auf mehr als 115.000 Operationen. Bei den Eingriffen im Mai 2011 dabei zu sein, wurde dem deutschen Fotograf ohne Vorbehalt gestattet.
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