Unicef-Bilder des Jahres Kinderland ist abgebrannt

18. Dezember 2012, 11:00 Uhr
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Eine ehrenvolle Erwähnung fand auch der italienische Fotograf Alex Masi, der von den Folgen der Chemiekatastrophe von Bhopal berichtet: "Die Katastrophe von gestern ist das Drama von heute", lautet der Titel der ausgezeichneten Reportage.

Die dreijährige Zubin wurde schwer behindert geboren. Ihre Familie lebt in einem der 19 Distrikte im indischen Bhopal nahe dem verlassenen Industriekomplex Union Carbide (heute Dow Chemical). Bald nach dem Foto ist Zubin gestorben.

Im Dezember 1984 waren in dem Werk des US-Chemiekonzerns Union Carbide aufgrund technischer Pannen - nicht zuletzt verursacht durch Sparmaßnahmen - mehrere Tonnen giftiger Stoffe ausgetreten. Tausende Menschen starben an den unmittelbaren Folgen. Tausende mehr erblindeten, erlitten Hirnschäden, Lähmungen, Lungenödeme, Herz-, Magen- und Leberleiden. Kinder kommen bis heute mit Fehlbildungen zur Welt, Heranwachsende leiden unter Wachstumsstörungen, denn noch immer befinden sich hochgiftige Überreste in Boden und Grundwasser. Niemand fühlt sich für die Sanierung des Industriegeländes zuständig. Genauso wenig wie für die Geschädigten.
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