5. Februar 2013, 12:47 Uhr

Im Angesicht des Todes

Was für spektakuläre Bilder: Der Fotograf Amos Nachoun hat ein tödliches Treffen zwischen einem Seeleoparden und einem jungen Pinguin festgehalten. Es ist ein Todeskampf in Nahaufnahme.

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Im Angesicht des Todes: Dieser junge Eselspinguin scheint förmlich zu spüren, wie aussichtslos die Lage ist. Wie in Schockstarre starrt er in das Maul des Seeleoparden, der durch das Wasser auf ihn zupeitscht. Dem Fotografen Amos Nachoun sind diese spektakulären Aufnahmen in den Gewässern von Port Lockroy geglückt, einem winzigen Hafen auf der Goudier Insel, die der antarktischen Halbinsel vorgelagert ist.

Gletscher gibt es auf der kleinen Insel in der Antarktis etliche, Vögel und vor allem Pinguine sind ebenfalls zahlreich vorhanden. Menschen haben sich dagegen nur wenige in dieser unwirtlichen Gegend niedergelassen, eine Handvoll, mehr sind es nicht. Aber immerhin: Eine Poststation ist vorhanden - das südlichste Postamt der Welt -, eine Forschungsstation und ein kleines Museum gibt es auch. Einsam sind die wenigen Bewohner allerdings nicht, denn die Insel wird von bis zu 160 Schiffen pro Jahr angesteuert und ist ein beliebtes Ziel von Antarktis-Touristen - die dort auch wegen der Pinguinkolonien hinkommen.

An Land droht den erwachsenen Eselspinguine kaum Gefahr, unter Wasser lauern allerdings Feinde wie Orcas, Seelöwen und Seeleoparden. Besonders die Jungtiere sind beliebte Opfer, müssen sie sich doch erst an die Gefahren anpassen. Seeleoparden überfallen sie hinterrücks und ziehen sie unters Wasser, wo der ungleiche Kampf beginnt.

 
 
 
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