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Welch ein Kontrast zum Mega-Medienereignis vor einem Jahr: Abseits von Fernsehkameras und Blitzlichtgewitter hat das königliche Traumpaar Prinz William und Kate am Sonntag seinen ersten Hochzeitstag gefeiert.
Altkanzler Helmut Schmidt ist ein brillanter, eloquenter Gast. Einer, der sich aus dem Talkshow-Einheitsbrei abhebt. Doch Jauch wollte lieber kuscheln statt Klartext reden. Glücklicherweise redete Schmidt dennoch - über die Euro-Krise und die Kanzlerkandidatenfrage.
Nach der esten Woche Schul-Stress war für das Wochenende eigentlich nur Ausruhen angesagt. Dass der Samstag dann ganz anders verlief lag an 2 'free tickets'. Mittwoch ruft S. an und bietet mir ein Ticket für das Preseason Game Houston Texans gegen die Dallas Cowboys an. Ich frage was es kostet. S. sagt nichts, es ist eines dieser Tickets, die die grossen Konzerne als Motivation oder Belohnung unter ihre Mitarbeiter werfen. Ich sage zu und freue mich auf den Samstag. An dem besagten Samstag fahre ich kurz vor dem Spiel noch zur Tanke. Ich höre Steve Fixx - DJ einer Radio Station hier in Houston verkünden, er sei in einem Autohaus bei mir um die Ecke. Ich fahre fix zu Fixx und wir machen small talk, ausserdem staube ich noch ein paar 'goodies' wie T-Shirts ab. Steve Fixx fragt mich, ob ich Interesse an 2 Meat Loaf Tickets habe. Ich sage ja und bekomme die letzten Tickets für den Samstag Abend. Es gibt Tage im Leben eines Mannes da passt einfach alles zusammen. Aus dem planlosen Samstag wurde eine Football/Konzert Kombination allererster Güte. Danke an S. und Fixx. Wir fuhren dann als erstes zum Reliant Stadium. Ein Seitenblick fiel gestern kurz auf den Astrodome, der seit mehreren Jahren leer steht. Alle Pläne, die bisher für die Nachnutzung des '8. Weltwunders' auf den Tisch kamen, wurden verworfen. Angedacht war ein Hotel oder Filmstudio, aber das wurde wie gesagt nichts. Für die letzte Nutzung sorgte Hurrican Katrina genau vor 5 Jahren als der Dom als Unterkunft für die Flüchtlinge aus New Orleans genutzt wurde.  Ich fürchte so wird wohl bald C4 zum Einsatz kommen und ein Wahrzeichen von Houston, welches 1965 eröffnet wurde,  dem Erdboden gleich machen. Ich hoffe echt, es findet sich eine Lösung.  Ich als der Football Experte schlechthin wusste bis gestern nicht wirklich, wer Tony Romo ist. Ich lese eindeutig zu wenig Yellow Press, denn sonst wäre mir die Affäre des Dallas-Quarterback mit Schauspielerin Jessica Simpson nicht an mir vorbei gegangen. Was soll's, ich freue mich auf das Spiel und bewundere wie die Cowboy und Texans Fans so harmonisch und gemischt nebeneinander sitzen. Es gibt die eine oder andere Nettigkeit auszutauschen, aber es is beim Texanischen Football Derby sehr harmonisch und friedlich. Auch wenn es bei diesem Freundschaftsspiel nur um's Prestige ging, war das Stadion mit 72.000 ausverkauft. Nach einer fulminanten ersten Halbzeit steht es 20 : 0 für Houston. (Endstand 23 : 7) In der Halbzeit ertappe ich mich dabei dieses Spiel richtig gut zu finden. Das mag auch erheblich an den guten Plätzen in der 17. Reihe liegen. Bei vorherigen Spielen sass ich in der 'Nosebleed Section'  und musste gestern erkennen, wenn man etwas näher an der Action ist, bekommt das Spiel eine völlig neue Dimension. Summa summarum der erste Teil des Samstag Abend bekam das Prädikat 'Besonders Unterhaltsam'. Geiles Spiel, freundliche Fans, unglaubliches Tailgating und straff organisierte staufreie Anfahrt. Was ich bislang nicht wusste ist, dass Bayern berühmt für seine Nüsse ist. Der "Nutty Bavarian" war mit gebrannten Mandeln im Stadion ein Verkaufshit. Nach dem 3. Quarter geht es schnell zum House of Blues . Wir kommen rechtzeitig zum dritten Song, der ca. 10 Minuten lang ist. Der in Texas geborene Meat Loaf zelebriert " Bat out of Hell ". Als dieses erfolgreichste Album heraus kam, war ich 7 Jahre alt. Und heute singt der 62-jährige Meat Loaf als wäre die Zeit stehen geblieben. Der relativ kleine Konzertbereich macht die Atmosphäre im Club fast gemütlich. Ich habe Meat Loaf noch nie live gesehen und der weitere Abend sollte sich zum musikalischen Schmankerl entwickeln. Ich habe nur einen Wermutstropfen zu vermelden. "Opener' für den Abend war Pearl . Die Band der Tochter von Meat Loaf haben wir verpasst und sie soll absolute Spitze gewesen sein, sagen die Fans. Meat Loaf ist ein Unikum. Das Konzert ist ein theatralischer Mix aus Rock, Rocky Horror Picture Show und Geschichten aus dem Leben des verrückten Künstlers. Das Publikum singt fast geschlossen mit, bis auf die neuen Songs des neuen Albums "Hang Cool Teddy Bear". Doch bei "You took the words right out of my mouth" kam es zum gespielten Eklat. Beim Hin und Her, wenn Mr. Loaf den Refrain "You took the words right out of my mouth" sang und die Fans erwiederten: "Oh it must have been while you were kissing me" stoppt er plötzlich, schüttelt den Kopf und sagt: "Houston I have a f#$%ing  problem". Die Erklärung folgt in 'adult language' (FSK 18). O-Ton Meat Loaf: I  f#$%ing  stand down here on the  f#$%ing  stage and I'm  f#$%ing  62 years old and you up there (die Leute auf dem balcony) don't even have the  f#$%ing  guts to stand and sing  f#$%ing  along like these guys down here on the  f#$%ing  floor. Resultat: die Leute auf dem Balcony stehen auf und kreischen angetan von dem sehr ehrlichen Appell. Als der Singsang mit dem gleichen Lied weitergeht lächelt der Künstler in Richtung der Leute oben. Die etwas inflationäre Anwendung des F-Wortes passt irgendwie zu Marvin Lee Aday (Meat Loaf), der sich selbst gestern als  'f#$%ing  weird' bezeichnete.  Besonderer Höhepunkt des Abend war für mich das Duett mit Sängerin Patricia I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That ). Patricia war dann auch die stimmgewaltige  Dame die garantierte er sei nicht 'sixtytwo' sonder 'sextytwo' yeard old.  Die 2,5 Stunden Konzert sind eine Powerleistung wie ich sie noch nie erlebt habe. Hut ab. Gegen Mitternacht, wenn in Downtown Houston das Nachtleben in den Clubs erst so richtig losgeht, geht es nach einem Super Samstag nach Hause.
Im Kampf gegen die Krise sucht die automobile Luxusbranche nach neuen Strategien. Jüngster Trend aus London: Beim elitären Salon Privé kommen Vertreter von Edelmarken wie Aston Martin persönlich zur Gartenparty, um der hochwohlgeborenen Kundschaft das Geld zu entwinden.
Gerüchte über ein mögliches Comeback von Michael Jackson gab es immer wieder, jetzt könnte es tatsächlich passieren. In der Londoner O2-Arena soll es im Sommer eine große Konzertserie des verwitterten "King of Pop" geben - ob Jacko das durchhält?
Spätestens seit seiner Stauffenberg-Parodie ist Oliver Pocher das Enfant terrible der ARD. Einen Vorteil hat Pocher auf jeden Fall: Er zwingt alle - Zuschauer wie Entscheider - zu Bekenntnissen. Nicht immer fallen sie eindeutig aus. Bernd Gäbler analysiert das Potential Pochers.
Diego Armando Maradona ist zurück auf der Weltbühne des Fußballs. Das "Enfant terrible" ist völlig überraschend zum Trainer der argentinischen Nationalmannschaft ernannt worden. Seine Berufung zeigt eines: Die Gauchos sehnen sich nach ihrem Helden "El Diez". Aber es gibt auch erste Zweifel.
Zur EM können Deutsche Autofahrer beweisen, was sie aus der WM 2006 gelernt haben. Und das ist: ich zeige Flagge. Flaggen im Plural müsste es im Update 2008 eigentlich heißen. Denn was derzeit auf den Straßen zu sehen ist, dürfte jeden Integrationsbeauftragten jubeln lassen. Überall weht die doppelte Staatsangehörigkeit über Autodächern. Was aber gänzlich neu ist: Fühlt man sich nur einer Nation verbunden, wird das gleich doppelt gezeigt - mit nur einer einzigen Fahne zu fahren, ist out. Während der letzten WM habe auch mich hinreißen lassen. Plötzlich fuhr mein Megane auch mit einem dieser Fähnchen herum, und auch mein Bundespräsident hieß das damals gut. Via Yellow Press rief Herr Köhler mir aus Berlin zu: " Ich finde gut, dass ich nicht mehr der einzige bin mit einer Flagge am Auto ". Aber zwei Jahre später scheint mir, dass die damals neu entdeckte Gelassenheit im Umgang mit der deutschen Flagge einer stoffgewordenen Zeigefreudigkeit weicht. Eine Fahne reicht schlicht nicht mehr. Die Fahnen sind ja oben auf das Glas aufgeschoben. Lässt man das Fenster herunter, verabschieden sich die Stofffetzen samt Stängel sehr schnell mit dem Fahrtwind. Also: entweder jubelnd die Dinger in Händen halten oder einfach Fenster zu lassen und ohne lautstarke Freudebezeigungen stumm im Autokorso mitfahren. Übrigens: sogar der Versicherungsschutz könnte futsch sein, lässt man die Dinger auf der Scheibe unbeaufsichtigt (Siehe Blogroll rechts)... So. Ob nun deutsche, türkische, portugiesische oder keine englische Standarte - bitte immer zwei besorgen, dann sind auch Sie voll im EM-Trend 2008. Ich dagegen fange mir immer etwas irritierte Blicke ein. Meine (Einzel-)Fahne ist rot. Nicht, was Sie jetzt denken. Sie trägt das Hamburg-Wappen...
Es kommt ja nicht oft vor, dass man einen Promi trifft, aber wenn es passiert, dann meist meiner Frau. Liegt es daran, dass sie die auf den langen Flügen immer 10 "Yellow Press" Magazine liest und weiss 'Who is Who'? Vor zwei Wochen kam Birgit von einer Konferenz zurück und sagte: "Weisst du, wer am Tisch neben mir sass? Rate doch mal! Ich sage: "James Bond" und oute mich ein weiteres Mal als Fan dieser Ratespiele. " Ach komm, du weisst schon, was kam vor 20 Jahren immer Dienstag um 21:45 auf ARD?" Es dämmert, da wir natürlich in Texas die Southfork Ranch schon besucht hatten. Mein zweiter Versuch "Larry 'JR' Hagman" wird mit Kopfschütteln honoriert. Grübel, grübel - Miss Elli kanns ja nicht sein. Nun sag schon!!! "Linda Gray alias Sue Allen" verkündet Birgit freudig. "Beweise", sagte ich. Sie zieht ein Bild aus der Tasche, was ich als Beweis gelten lassen muss. Touche! Warum immer sie? Genau wie voriges Jahr. Nach einem Dinnerabend mit einer Organisation, die Lehrer unterstützt, zeigte sie mir auch ein Bild. Ich kenne die Frau neben Birgit natürlich nicht. "Na: Chaka Khan! Die must doch kennen, oder zumindest ihre Musik!" Düster kommt der Hit "I feel for you" aus den letzten Winkeln meines Musik-Speichers hervorgekrochen und wird mich den gesamten Abend nicht wieder loslassen. Ein anderes Mal lässt meine Frau so nebenbei verlautbaren: "Ach ja, ich habe vorhin mit Dusty Hill small talk gemacht." Ich laufe hochrot an, da "ZZTop" und Classic Rock eher meine Musikrichtung ist. Ja, Dusty Hill, der bärtige Bassist und Sänger von "ZZTop" ist echter Texaner und taucht völlig ohne Star-Allüren hier und da auf. Und dann letzte Woche sollte es bei mir endlich mal klappen. Wir kommen aus unserem Spring Break Urlaub aus Mexico zurück und steigen in Phoenix um. Am Gepäckband von British Airways sehe ich John McCain, der ja Senator in Arizona ist. Ich schaue mich um. Sollten da nicht 'Pinguine' mit Knöpfen im Ohr völlig unauffällig rumstehen? Das Gepäckband steht still und ich habe nichts Besseres vor und sage zu meinem Sohn (der im Kindergarten gerade alles über die ersten amerikanischen Präsidenten lernt): "Komm, ich stelle dir mal jemanden vor, der gern Präsident werden möchte. Wir gehen rüber und sagen höflich "Hello, Senator McCain". Till schüttelt Mr. Senator die Hand und wir machen 'small talk'. Ich erfahre, dass er aus London kommt und die Pause im Wahlkampf genutzt hat. Ich denke, ohne Birgit, wäre mir sowas nie passiert.
Ganz gleich, ob es um das schicke Auto eines Nachbarn, die glückliche Beziehung eines Freundes oder das Gehalt einer Kollegin geht: Neid hat wohl jeder schon einmal empfunden. Doch es gibt Strategien, mit diesem Gefühl umzugehen.
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